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Praktikumsvertrag: Muster als PDF und Word downloaden

Schnell anzupassende Vorlage für einen Praktikumsvertrag

Praktikanten sind eine Bereicherung für jedes Unternehmen – sie sind flexibel einsetzbar, können eigenständig arbeiten und lassen sich früh als Nachwuchstalente ans Unternehmen binden. Damit alles reibungslos verläuft, dass der Arbeitsvertrag stimmt. Was Sie beim Praktikumsvertrag beachten müssen, erfahren Sie hier.

Sie suchen Praktikanten? Finden Sie sie im Handumdrehen.

Inhalt

Wer ist Praktikant?

Was ein Praktikant so genau ist, wird in keinem Gesetz exakt definiert. Daher ist es auch nicht immer eindeutig, welche Gesetze greifen und welche nicht. Laut § 26 BBiG ist auf Personen, die berufliche Erfahrung sammeln wollen, ohne sich in einer Berufsausbildung zu befinden, das Berufsbildungsgesetz in modifizierter Form anwendbar.

Urlaub, Arbeitszeit, Gehalt, Anmeldung – Bei Praktikanten gibt es viel zu beachten. In unserem Guide erfahren Sie alles was sie müssen müssen, wenn Sie Praktikanten einstellen wollen.

Das Mindestlohngesetz fasst die Definition eines Praktikanten etwas enger (§ 22 MiLoG). Demnach ist Praktikanten, wer sich für eine begrenzte Dauer zum Erwerb praktischer Fähigkeiten einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit zur Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit unterzieht, ohne dass es sich dabei um eine Berufsausbildung im Sinne des BBiG oder um eine damit vergleichbare praktische Ausbildung handelt.

Dabei werden auf rechtlicher Ebene vier Gruppen von Praktikanten unterschieden:

  • studien- und ausbildungsbegleitende Praktika, sogenannte echte Praktikanten
  • freiwillige studien- und berufsbegleitende Praktika, sogenannte unechte Praktikanten
  • Auszubildende in einer Berufsausbildung
  • Werkstudenten (wobei Werkstudenten nochmal anders behandelt werden)

Da in den meisten Fällen Studenten als Praktikanten beschäftigt werden, ist vor allem die Unterscheidung zwischen Pflichtpraktika und freiwilligen Praktika wichtig.

Brauchen Sie überhaupt einen schriftlichen Vertrag?

Greift das Mindestlohngesetz, muss der Praktikumsvertrag schriftlich festgehalten werden. Das ist bei freiwilligen Praktika der Fall, die länger als drei Monate dauern. Seit dem 01. Januar 2015 müssen spätestens vor Aufnahme des Praktikums folgende Angaben in den Vertrag aufgenommen werden (NachwG § 2 Abs. 1a):

  • der Name und die Anschrift der Vertragsparteien
  • die mit dem Praktikum verfolgten Lern- und Ausbildungsziele
  • Beginn und Dauer des Praktikum
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Praktikumszeit
  • Zahlung und Höhe der Vergütung
  • Dauer des Urlaubs
  • ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Praktikumsverhältnis anzuwenden sind

Bei allen anderen Praktika ist ein schriftlicher Vertrag nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aber es ist immer empfehlenswert die Rahmenbedingungen in einem Praktikumsvertrag festzuhalten. Dieser ist im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung wesentliche Grundlage.

Überlegen Sie sich, einen Praktikanten nach dem Praktikum als Werkstudenten zu beschäftigen, kommen Sie spätestens dann nicht mehr um einen Vertrag herum. Der Werkstudentenvertrag ist verpflichtender Bestandteil dieser Beschäftigungsform. Genauso sieht es natürlich aus, wenn es um ein typisches Arbeitsverhältnis und damit um einen Standardarbeitsvertrag geht.

Praktikumsvertrag: Muster zum downloaden

Der Praktikumsvertrag (oder auch Praktikantenvertrag) beschreibt ein zeitlich befristetes Arbeitsverhältnis, das dem Ausbildungszweck von beispielsweise Studenten dient.

Muster Praktikumsvertrag

So kann die erste Seite eines Praktikumsvertrages aussehen.

Erhalten Sie jetzt das komplette Muster als PDF zum Ausdrucken und als anpassbare Word-Datei. Füllen Sie dazu folgendes Formular aus und wir senden Ihnen beide Dateien direkt an Ihre E-Mail-Adresse.

Rechtlicher Hinweis: Der Arbeitsvertrag ist auch bei Praktikanten ein wichtiges Thema und sollte zusammen mit einem Rechtsanwalt erstellt werden. Der Mustervertrag und die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich als Informationsquelle. Da es oft auf den Einzelfall ankommt, können wir keine Garantie für die Richtigkeit geben.

Praktikumsvertrag Muster

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Unterschiede zwischen freiwilligen und Pflichtpraktika

Die Unterscheidung zwischen freiwilligen Praktika und Pflichtpraktika ist wichtig, da damit für Sie als Arbeitgeber je nachdem unterschiedliche Rechte und Pflichten verbunden sind. Das wirkt sich unter anderem auf Dauer, Gehalt und Urlaub aus.

Pflichtpraktika sind oft fester Bestandteil der Berufsausbildung, daher steht der Ausbildungszweck im Vordergrund. In einigen Studiengängen wird beispielsweise erwartet, dass als Voraussetzung für das Studium oder während des Studiums ein Praktikum absolviert wird. Diese sind meist mit Vorgaben bezüglich Dauer, Arbeitszeit und Aufgabenbereich verbunden.

Freiwillige Praktika werden meistens während des Studiums, beispielsweise in den Semesterferien, absolviert. Auch nach dem Studium werden gerne Praktika gemacht, um sich beruflich zu orientieren oder die Zeit zum Masterstudium zu überbrücken. Dabei geht es vor allem darum, praktische Berufserfahrung zu sammeln.

In unserer Gegenüberstellung finden Sie die wichtigsten Unterschiede, die Sie beachten sollten, wenn Sie den Praktikumsvertrag erstellen.

  Pflichtpraktikum Freiwilliges Praktikum
Hauptgrund Vorgeschrieben durch Studienordnung freiwillig Berufserfahrung sammeln
Relevante Gesetze Berufsbildungsgesetz, ggf. Studienordnung § 26 BBiG und Arbeitnehmergesetze
Anspruch auf Mindestlohn Nein Ja, wenn länger als 3 Monate
Urlaubsanspruch Nein mind. 2 Tage pro Monat
Lohnfortzahlung bei Krankheit Nein 6 Wochen
Dauer der Probezeit 1 Woche bis 4 Monate 1 Woche bis 4 Monate
Kündigungsfrist in der Probezeit fristlos möglich fristlos möglich
Kündigungsfrist nach der Probezeit 2 Wochen (nur vom Praktikant) 2 Wochen (nur vom Praktikant)

Veröffentlicht am 14. June 2018, zuletzt aktualisiert am 21. May 2019

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