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Weihnachten: Dank an Mitarbeiter [Tipps und No-Gos] - Campusjäger

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Weihnachten: Dank an Mitarbeiter [Tipps und No-Gos]

So machen Sie sich und Ihre Mitarbeiter glücklich

Je glücklicher die Mitarbeiter, desto erfolgreicher Ihr Unternehmen. Die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter sollte daher höchste Priorität haben. Um die zu erhalten, bedarf es jedoch einiges an Respekt und vor allem Wertschätzung.

Gerade zur Weihnachtszeit erwarten Ihre Mitarbeiter einen besonderen Dank – schließlich haben sie das ganze Jahr hart gearbeitet. Was Sie hierbei unbedingt beachten müssen und mit welchen Tricks Sie sich und Ihren Mitarbeitern eine Menge Kosten sparen können, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Inhalt

Warum ist die Wertschätzung der Mitarbeiter so wichtig?

Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich. Das gilt für das Privat- genauso wie für das Arbeitsleben. Ein guter Lohn reicht also nicht aus, um Ihre Mitarbeiter zufriedenzustellen. Wenn Sie sie wirklich motivieren und zu herausragenden Leistungen anspornen wollen, sollten Sie eines ihrer wichtigsten Bedürfnisse stillen: den Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung.

Dale Carnegie, einer der berühmtesten Menschenkenner und Motivationstrainer des letzten Jahrhunderts, spricht in diesem Zusammenhang vom Wunsch nach „persönlicher Geltung”, also dem Bestreben, sich in irgendeiner Form bedeutend zu fühlen. Doch obwohl dies nach seiner Überzeugung zu den Grundbedürfnissen eines Menschen gehört, bleibt es oft unerfüllt – vor allem am Arbeitsplatz: Gute Leistungen werden als selbstverständlich angesehen („Dafür wird er schließlich bezahlt!”), schlechte dagegen ausgiebig kritisiert. Lob und Anerkennung, durch welche ihr Geltungsbedürfnis gestillt werden könnte, kommen meist viel zu kurz.

Leider sind solche Umgangsformen gang und gebe in der Arbeitswelt. Heben Sie sich allerdings von der Masse ab und geben jedem Einzelnen Ihrer Mitarbeiter – von der Aushilfskraft bis hin zum Abteilungsleiter – das Gefühl, für die Firma unerlässlich zu sein, so ist Ihnen die Dankbarkeit, Loyalität und Bewunderung Ihrer Mitarbeiter sicher. Und wer das Gefühl hat tatsächlich wichtige Arbeit zu verrichten, führt diese auch motivierter und gewissenhafter aus.

Ihr Einfluss als Führungskraft sowie der Erfolg Ihres ganzen Unternehmens hängt also direkt von der Wertschätzung ab, die Sie Ihren Mitarbeitern geben. Je mehr, desto besser.

Muss es ein Geschenk sein?

Wertschätzung ist ja schön und gut, werden Sie jetzt vermutlich denken, aber wer in Gottes Namen soll das bezahlen? Die wenigsten Unternehmen schwimmen in Geld. Wie also können Sie Ihre Mitarbeiter zufriedenstellen ohne sich zu ruinieren?

Die gute Nachricht ist: Wertschätzung muss nichts kosten. Denn Sie lässt sich auch gut ohne Geschenke und Zusatzleistungen ausdrücken – einfach indem Sie Ihren Mitarbeitern stets mit großem Respekt gegenübertreten, sie so oft es geht Loben und möglichst auf Kritik verzichten.

Natürlich ist gerade an Weihnachten ein kleiner Dank an Ihre Mitarbeiter eine nette und durchaus empfehlenswerte Geste. Allerdings muss es auch hier nichts teures sein – ein persönlicher Weihnachtsgruß, in dem Sie dem jeweiligen Mitarbeiter Ihren Dank für seine harte Arbeit aussprechen, zusammen mit einem Tütchen Weihnachtsplätzchen erscheint viel ehrlicher und wertschätzender, als ein standardisiertes, wenn auch teures Geschenk.

Wenn Sie, beziehungsweise Ihr Unternehmen, es sich leisten können, ist ein etwas teureres Geschenk oder ein besonderer Gutschein natürlich nie verkehrt. Gerade wenn das Jahr besonders erfolgreich war, sollten Sie Ihre Mitarbeiter am Gewinn beteiligen und beim Weihnachtsgeschenk oder -geld nicht geizen – das könnte sonst tatsächlich für Unmut in der Belegschaft sorgen.

Doch selbst wenn Sie sich für ein größeres Weihnachtsgeschenk für Ihre Mitarbeiter entscheiden, sollten Sie dabei die persönliche Note nicht vergessen.

Sind Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter steuerfrei?

Für Geschenke an Ihre Mitarbeiter gilt grundsätzlich die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44€ – bis zu diesem Betrag sind Extra-Aufwendungen, beispielsweise in Form von Tankgutscheinen oder Job-Tickets, steuer- und sozialversicherungsfrei. Bekommt ein Mitarbeiter also im Monat Dezember noch keine anderen Extras, so ist ein Weihnachtsgeschenk bis 44€ problemlos möglich. Wichtig hierbei ist, dass es sich nur um ein Sachgeschenk beziehungsweise Gutschein handeln darf – Geldgeschenke sind immer lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Wird diese Grenze allerdings auch nur um einen Cent überschritten, muss der Arbeitnehmer das Geschenk in voller Höhe versteuern – was diesen wohl nur wenig erfreuen würde. Achten Sie also am besten darauf, innerhalb der Sachbezugsfreigrenze von 44€ zu bleiben.

Zusätzlich gilt für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr eine Steuerfreigrenze von 110€ pro Mitarbeiter. Diese können dann beispielsweise für die Weihnachtsfeier aufgewendet werden – für Verpflegung, Unterhaltungsprogramm und ein Weihnachtsgeschenk.

Ein Weihnachtsgeschenk gilt übrigens wegen fehlendem „persönlichen Bezug” nicht als Aufmerksamkeit, sodass hier die Freigrenze von 60€ nicht greift. Diese lässt sich nur bei persönlichen Ereignissen, wie etwa Geburtstag, Hochzeit oder Geburt eines Kindes, ausschöpfen – dafür aber zusätzlich zu den beiden bisher genannten Freibeträgen.

Dank an Mitarbeiter: Das sind die No-Gos zu Weihnachten

Ein Weihnachtsgeschenk an Mitarbeiter sollte gut durchdacht sein – manche Geschenke können, wenn auch unbeabsichtigt, versteckte Botschaften senden und falsch verstanden werden. So kann kann aus einem gut gemeinten Präsent schnell eine persönliche Kränkung werden.

Am besten vermeiden Sie also die folgenden Geschenke:

  • Unterwäsche und Erotikartikel
    Erotische oder anzügliche Geschenke sind ein absolutes Tabu. Sollte eigentlich klar sein – wir möchten es trotzdem betonen. Absolut unangebracht und fehl am Platz.

  • Hygieneartikel
    Shampoo, Duschgel oder Deo erscheinen zwar als durchaus nützlich, könnten aber als Hinweis auf mangelnde Körperhygiene verstanden werden und einige Mitarbeiter kränken.

  • Uhren
    Klar, über eine teure Rolex wird sich keiner beschweren. Aber ansonsten gilt höchste Vorsicht bei Uhren und vor allem Weckern – sie könnten als Vorwurf des ständigen Zuspätkommens verstanden werden.

  • Fitnessratgeber und -gutscheine
    Ein Fitnessgutschein oder Buch über gesunde Ernährung trifft zwar den Nerv der Zeit, könnte aber gerade für etwas stämmigere Mitarbeiter sehr beleidigend wirken und sie in eine unangenehme Situation bringen.

  • Genderspezifisches
    Vermeiden Sie unbedingt geschlechterstereotypische Geschenke wie etwa ein Kochbuch für Frauen und Fußballtrikots für Männer – das könnte diskriminierend wirken. Machen Sie stattdessen lieber ein einheitliches Geschenk für beide Geschlechter.

  • Offensichtlich Billiges
    Geschenke von schlechter Qualität oder solche die offensichtlich billig oder sogar kostenlos für das Unternehmen sind (beispielsweise übrig gebliebene Werbegeschenke) geben den Mitarbeitern das Gefühl, für das Unternehmen genauso wertlos zu sein, wie das Präsent.

    Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter müssen, wie oben schon erwähnt, nicht teuer sein – es reichen auch einige leckere Süßwaren und eine personalisierte Weihnachtskarte. Dennoch sollten sie niemals von minderer Qualität sein oder billig aussehen – da ist es viel besser, gar nichts zu schenken und nur ein paar (ehrliche) nette Worte an jeden Einzelnen zu richten.

Fazit

Gerade zu Weihnachten ist ein Dank an Ihre Mitarbeiter angebracht – ob in Form persönlicher Worte oder eines Geschenks, Hauptsache Ihre Mitarbeiter fühlen sich geschätzt und für Ihre harte Arbeit anerkannt.

Entscheiden Sie sich für ein Geschenk, so sollten Sie zwar nicht geizen, jedoch bestenfalls innerhalb der steuerlichen (und gesellschaftlichen) Freigrenzen bleiben, sonst macht das Weihnachtsgeschenk letztendlich weder Ihren Mitarbeitern noch Ihnen eine Freude.

Veröffentlicht am 14. December 2018, zuletzt aktualisiert am 19. December 2018

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