Stellenanzeigen für Ausbildungen gestalten: Aufbau & Tipps

Bist du auf der Suche nach motivierten Auszubildenden für dein Unternehmen? Das erfolgreiche Recruiting von Azubis fängt schon bei einer aussagekräftigen Stellenanzeige an.

Was du beim Gestalten von Stellenanzeigen für Ausbildungen beachten solltest und welche Tipps & Tricks dir dabei helfen können, erfährst du hier.

Inhalt

Stellenanzeigen für Ausbildungen: Das musst du beachten

Stellenanzeigen sind ein wichtiges Recruiting-Instrument im Ausbildungsmarketing, um potenzielle Mitarbeiter auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen. Durch den stetigen Rückgang von Schulabgängern sind Auszubildende heutzutage ein wertvolles Gut – Unternehmen müssen deshalb verstärkt darauf achten, Ausbildungsplätze so attraktiv wie möglich auszuschreiben.

Klar ist: Angehende Azubis sind jung, modern und haben damit meist andere Vorstellungen und Ansprüche an ein Unternehmen als Jobsuchende höheren Alters. Beim Erstellen einer Stellenanzeige für Auszubildende gilt es, dieses Wissen zu nutzen und es zu deinem Vorteil zu machen. Denn: Mit einer old-fashioned Stellenanzeige wirst du höchstwahrscheinlich nur wenige Jugendliche überzeugen können.

Zunächst einmal gilt: Die Stellenanzeige für eine Ausbildung sollte – ebenso wie jede andere Stellenanzeige auch – Aufmerksamkeit erregen, informativ sein und klare Anforderungen an die Bewerber stellen.

Folgende allgemeine Fragen sollten in der Stellenanzeige kurz und prägnant beantwortet werden:

  • Unternehmensbeschreibung: Wer sucht Auszubildende?
  • Ausbildungsinhalte: Um welchen Beruf handelt es sich?
  • Nutzen: Welche Vorteile erhält ein Kandidat von einer Bewerbung?
  • Anforderungen: Welche Eigenschaften und Anforderungen sollte der Bewerber erfüllen?
  • Kontaktdaten und Infos: Wie und wo kann ein Kandidat sich bewerben?

Dabei solltest du versuchen, auf die Bedürfnisse und Ansprüche der jungen Ausbildungssuchenden einzugehen, ohne deine eigenen Vorstellungen außer Acht zu lassen.

Allgemeine Tipps zum Erstellen einer Stellenanzeige findest du übrigens in unserem Artikel Die perfekte Stellenanzeige schreiben. Wie du die richtigen Azubis für dein Unternehmen findest, kannst du hier nachlesen.

Standardaufbau von Stellenanzeigen für einen Ausbildungsplatz

Für den Aufbau der Stellenanzeige kannst du dich an folgendem Muster orientieren:

Bild und Logo

Bild(er) von Mitarbeitern/Azubis und Unternehmenslogo

Unternehmensbeschreibung

Kurze Erklärung über Branche, Kerngeschäft sowie Firmengröße und Standorte

Titel

Bezeichnung der Ausbildung inkl. Zusatz (m/w/d)

Quick-Infos

Eckdaten zur Stelle (Ort, Ausbildungsdauer, Höhe der Vergütung)

Aufgaben

Schilderung der wichtigsten Aufgaben der Ausbildung (max. 5-7 Punkte)

Anforderungen

Schulabschluss, persönliche Interessen (max. 5-7 Punkte)

Benefits

Vorteile des Unternehmens (zugeschnitten auf Zielgruppe)

Call-to-Action

Bewerberbutton bzw. Verlinkung auf Bewerbungsformulare oder Bewerbungsaufruf mit konkreten Kontaktdaten

Weitere Infos

Informationen über den Umfang der gewünschten Bewerbungsunterlagen, verschiedene Kanäle (Mail, Post etc.) und Kontaktdaten

Stellenanzeigen für Auszubildende attraktiv gestalten – 10 Tipps

  1. Verwende einfache, unkomplizierte Ausdrücke und keine Fachsprache – denn Ausbildungssuchende kommen frisch aus der Schule und haben keinerlei Fachwissen. Die Anzeige sollte in knappe Abschnitte, am besten mit Bullet-Points gegliedert werden, denn zu viel Text kann auf Schüler eher abschreckend wirken. Achte dabei auch auf das Gleichbehandlungsgesetz: Eine Stellenanzeige muss immer sowohl für Frauen, Männer und Divers gestaltet werden.
  2. Verwende nach Möglichkeit eigene Fotos vom Unternehmen – noch besser: von eigenen Auszubildenden – und baue sie in die Stellenanzeige ein. Bilder, auf welchen Einblicke über den Ausbildungsalltag gewonnen werden können, wirken dabei besonders persönlich und ansprechend. So wird Spaß bei der Arbeit vermittelt und Bewerber können sich mit Gleichaltrigen identifizieren.
  3. Beschreibe den Ausbildungsberuf so klar und verständlich wie möglich. Die zukünftigen Auszubildenden haben noch keine Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt und können sich oft nur wenig unter den Berufsbezeichnungen vorstellen. Versuche, statt allgemeine Begriffe wie “abwechslungsreich”, lieber konkrete Infos zu geben: “Während der dreijährigen Ausbildungszeit lernst du fünf verschiedene Abteilungen kennen und kannst dort Aufgaben wie beispielsweise (...) übernehmen”.
  4. Wir wissen: Auszubildende kommen meist direkt aus der Schule und haben somit noch nicht viel Vorerfahrung oder Berufseinblicke gesammelt. Die Anforderungen an die Ausbildungsstelle sollten dementsprechend weniger auf Qualifikationen beruhen, sondern viel eher auf persönlichen Interessen und Eigenschaften. Natürlich kann ein Schulabschluss ebenfalls eine notwendige Anforderung darstellen. Denk dran: Eine zu lange Liste wirkt abschreckend.
  5. Stelle den Nutzen, den ein Schüler hat, wenn er sich für einen Ausbildungsplatz bei deinem Unternehmen bewirbt, deutlich dar. Welche Alleinstellungsmerkmale hat dein Unternehmen? Was bietet dein Unternehmen dem zukünftigen Azubi? Die Stellenanzeige ist der perfekte Ort, um deine Arbeitgebermarke zu präsentieren und deine Unternehmenskultur vorzustellen. Achte dabei auf deine Zielgruppe: Ein junges Team, Mitarbeiterhandys oder eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel wirken auf Jugendliche oft interessanter als beispielsweise eine Betriebskita.
  6. Stelle klar, welche Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftschancen du dem Azubi bietest.
  7. Infos über das Gehalt während und nach der Ausbildung sind sinnvoll. Da es sich für die meisten Bewerber um den ersten richtigen Beruf handelt, ist das Gehalt für sie oft besonders interessant. Eine grobe Einordnung, welches Entgelt die Azubis später in einer Festanstellung erwartet, wirkt ebenfalls professionell.
  8. Kontaktdaten und genaue Infos zur Bewerbung sollten in jedem Fall auf der Stellenanzeige zu finden sein. Denn auch hier gilt: Ausbildungssuchende sind Anfänger auf dem Jobmarkt – keine Bewerbungsprofis.
  9. Gieb unbedingt einen Ansprechpartner an, welcher bei Fragen zur Bewerbung direkt weiterhelfen kann.
  10. Ein Hinweis auf die Ausbildungshomepage oder Unternehmenswebsite kann das Interesse des Bewerbers steigern und Einblicke in den Beruf und die Unternehmenskultur geben sowie weitere Informationen liefern. Auch ein Verweis auf deine Social-Media-Kanäle oder Azubi-Blogs kann für Ausbildungssuchende hilfreich sein.

Stellenanzeige für Azubis schalten: Diese Kanäle eignen sich

Stellenanzeigen auf verschiedenen Kanälen zu schalten sorgt vielleicht für eine große Reichweite – das heißt aber noch lange nicht, dass auch die richtige Zielgruppe damit angesprochen wird.

Relevante Kanäle für Azubimarketing sind beispielsweise:

Auch Social-Media-Recruiting eignet sich für die Azubisuche, da dort vor allem Schüler und Ausbildungssuchende erreicht werden können. Facebook-Anzeigen oder ein Hinweis zur Stellenausschreibung auf Facebook kann dabei sinnvoller sein als eine Linked-In-Anzeige – denn nach aktuellem Stand sind soziale Plattformen wie Facebook und Instagram der beste Ort, um Jugendliche im Alter von 15-19 Jahren zu erreichen.

Campusjäger ist darauf spezialisiert, junge Menschen zu rekrutieren. Wir kennen die Zielgruppe genau und wissen über ihre Ansprüche und Vorstellungen Bescheid.

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Dabei kümmern wir uns nicht nur um die gesamte Betreuung der Kandidaten – sondern optimieren sogar deine Stellenanzeigen und schalten sie auf den relevanten Kanälen. So wird die richtige Zielgruppe angesprochen und du findest Mitarbeiter, die zu deinem Unternehmen passen.

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Veröffentlicht am 11.02.2021, aktualisiert am 04.03.2021

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