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Social Media Recruiting 2020: Definitionen, Tipps und Methoden - Campusjäger

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Social Media Recruiting 2020: Definitionen, Tipps und Methoden

Wie bindest du Social-Media-Kanäle in deine Recruiting-Strategie ein?

In den sozialen Medien verschwimmen die Grenzen zwischen Beruflichem und Privaten. Das heißt, Internetnutzer verwenden Facebook und Co nicht nur, um mit Freunden zu kommunizieren, sondern auch um sich zu informieren und sich über fachliche Themen auszutauschen. Das ist einerseits die Chance, Bewerber und Kandidaten besser zu erreichen. Andererseits stellt der Einsatz von Social Media Recruiting mit den verfügbaren Ressourcen eine Herausforderung dar.

Erfahre, welche Möglichkeiten es gibt, mit potenziellen Bewerbern in Kontakt zu treten und die verschiedenen Social-Media-Kanäle richtig einzusetzen.

Inhalt

Social Media Recruiting – Definition

Mit dem Begriff Social Media Recruiting bezeichnen die meisten die Nutzung von Social Media für die Personalbeschaffung, um potenzielle Kandidaten anzusprechen, Stellenanzeigen zu verbreiten und die Arbeitgebermarke zu stärken.

Die Social-Media-Kanäle, die zunächst vom Marketing entdeckt und genutzt wurden, um dort Zielgruppen zu erreichen, werden nun also auch verstärkt von Recruitern bespielt. Einige Unternehmen haben neben ihrer allgemeinen Social-Media-Präsenz einen zusätzlichen Auftritt für das Recruiting – beispielsweise eine separate Karriereseite auf Facebook, LinkedIn oder Twitter.

Einige sprechen beim Social Media Recruiting oder Social Recruiting auch ausschließlich von der direkten Ansprache von möglichen Kandidaten über soziale Medien im Sinne des Active Sourcing und grenzen das Thema somit weiter ein.

Zusätzlich gibt es bereits seit 2016 eine Debatte um den Begriff – angestoßen von Henrik Zaborowski. Hierbei wird das Social Recruiting ganz klar vom Social Media Recruiting abgegrenzt und als Zukunft des HR dargestellt, in der es wesentlich stärker wieder um den Menschen geht. Dabei soll sich das Recruiting mehr um die Beziehungen drehen, als um den Prozess.

Wichtig ist dabei für dich lediglich, auf welches Verständnis du dich mit deinen Kollegen einigst und welche Aktivitäten ihr plant und zu eurem Social Media Recruiting zählt. Wie ihr es nennt, ist euch überlassen.

Typische Kanäle im Social Media Recruiting

Für das Recruiting interessante Kanäle sind sogenannte soziale Netzwerke oder auch Karrierenetzwerke, wie LinkedIn oder Xing, die wie eingangs betont besonders für den fachlichen Austausch, das berufliche Netzwerken sowie die Kontaktaufnahme genutzt werden.

Davon unterschieden werden die sozialen Medien, die eher für die Kommunikation von Inhalten stehen. Wobei hier auch anzumerken ist, dass sich LinkedIn immer stärker zu einer Art Hybrid hin entwickelt und Inhalte an Bedeutung zunehmen.

Welche Plattform oder Kanal eignet sich besonders für dein Social Media Recruiting?

Das ist nicht pauschal für jeden gleich, da die Auswahl der Plattform von deiner Zielgruppe abhängig ist. Facebook hat zwar mit 2,4 Milliarden Nutzer im Januar 2020 die meisten Nutzer weltweit, aber sind diese Nutzer auch wirklich potenzielle Kandidaten aus deiner Zielgruppe?

Und wie sieht es mit deiner Zielgruppe aus, die du erreichen möchtest? Tauschen sich Supply-Chain-Manager, Online-Marketing-Manager und Frontend-Entwickler alle auf denselben Kanälen aus? Vermutlich nicht.

Eine erste Übersicht über die wichtigsten Social Media Kanäle für Social Media Recruiting:

  • Karrierenetzwerke wir LinkedIn und Xing
  • Facebook
  • Twitter
  • YouTube
  • Instagram
  • Pinterest
  • Foren und Medien, die nur für einzelne Zielgruppen relevant sind

Möglichkeiten des Social Media Recruitings: Instrumente und Maßnahmen

Was kannst du machen, wenn du Social Media Recruiting durchführen möchtest?

  1. Das Active Sourcing oder direkte Social Recruiting: Es ist stark im Trend und doch nicht wirklich eine Neuheit, denn es handelt sich beim Active Sourcing um das gezielte Ansprechen von möglichen Kandidaten. Das ist für einige Positionen – vor allem höhere – schon lange üblich. Der aktuelle Fokus liegt dabei eher auf der Verwendung von neuen Tools und Möglichkeiten, wie etwa die Nutzung von Social Media für die Suche und Ansprache der Kandidaten. Durch Active Sourcing können neben aktiv Jobsuchenden auch passive Kandidaten erreicht werden, die sonst nicht auf eine ausgeschriebene Stelle aufmerksam geworden wären. Mehr dazu erfährst du hier.
  2. Employer Branding: Über die eigene Unternehmensseite oder eine spezielle Karriereseite auf Social Media kannst du dich als Arbeitgeber vorstellen und Einblicke ins Unternehmen zu geben. Eine Präsenz auf den relevanten Plattformen ist vor allem für jüngere Generationen wichtig, die sich dort über die Unternehmen informieren und auf eine spannende Unternehmenskultur Wert legen. Wie du vorgehst und dein Employer Branding optimierst, erfährst du hier.
  3. Recruiting-Kampagnen: Aufmerksamkeit und Reichweite kannst du mit einer durchdachten Recruiting-Kampagne erzeugen. Neben einer organischen Reichweite, das heißt, wenn deine Social-Media-Beiträge bei deinen Fans und Followern auf der Startseite erscheinen, kannst du auch bezahlte Reichweite durch Paid Ads generieren. Hierzu kannst du deine Beiträge mit einem bestimmten Budget bewerben. Das machst du meist direkt auf der Plattform über ein Tool, wie dem Facebook Werbeanzeigenmanager.

Je nachdem für welche Maßnahme du dich interessierst und entscheidest, gilt es unterschiedliche Ziele zu beachten und du kannst unterschiedlich vorgehen.

Tipps für erfolgreiches Social Media Recruiting – Das solltest du beachten

Was du bei den verschiedenen Methoden immer beachten solltest, sind die Charakteristika der einzelnen Plattformen und der generellen Nutzung von Social Media für dein Recruiting, denn die unterscheidet sich natürlich von deinem privaten Umgang.

1. Kommunikation ist immer persönlich.

Die Kommunikation auf Social Media ist immer persönlich. Das heißt, häufig wirst du als Person auf direkter Ebene mit Fans sprechen – sei es von deinem LinkedIn-Profil aus oder über die Facebook-Unternehmensseite.

Es gilt also, vom Stil und von der Ansprache dem Ton dort gerecht zu werden. Am häufigsten wird direkt das Du verwendet und eine lockerere Kommunikation gepflegt, als du es vielleicht von anderen Kanälen auf der Arbeit gewohnt bist.

2. Der Erste Eindruck – die Gestaltung:

Visuell ansprechende Inhalte sind die Nutzer auf den verschiedenen Plattformen gewohnt – auf LinkedIn vielleicht nicht ganz so stark wie auf Instagram, aber dennoch zahlt es sich aus, ein Auge auf die Bilder und die Gestaltung zu haben.

Viele nutzen zum Beispiel Canva, Pablo, Snappa oder auch Adobe Spark zur Erstellung ihrer Bilder und Grafiken.

3. Authentizität ist das A und O.

Stockfotos und langatmige Texte über die Werte des Unternehmens funktionieren hier nicht. Nutze echte Fotos aus dem Unternehmen, binde Mitarbeiter ein und frage sie nach ihren Ideen.

4. Inspiration und Ideen sammeln.

Inspiration für deine Social-Media-Aktivitäten kannst du dir auch von deinen bisherigen Maßnahmen holen. Was hat hier gut funktioniert? Was fanden Bewerber besonders ansprechend? Schau dich auch beim Wettbewerb um. Was machen andere? Was gefällt dir daran? Du kannst dabei auch in anderen Branchen oder bei klassischen Marketingkampagnen schauen und dir dort spannende Ideen notieren.

5. Expertise nutzen.

Experten kannst du hinzuziehen, um dich bei der Planung und der ersten Umsetzung zu unterstützen.

Je nachdem welche Maßnahmen, du dir vorstellst – von der kompletten Recruiting-Kampagne über erste Einblicke ins Unternehmen oder das Posten der Stellenanzeigen auf Social Media – solltest den Aufwand und die benötigten Kenntnisse nicht unterschätzen.

Jeder Social-Media-Kanal hat seine eigenen Regeln und Funktionsweisen. Die Kommunikation sollte hier immer kanalspezifisch angepasst sein und bei Anfragen und vor allem bei der Kontaktaufnahme im Active Sourcing sollten kurze Antwortzeiten eingehalten werden.

6. Rollen und Rechte verteilen.

Je nach Plattform kannst du unterschiedliche Admin- und Bearbeitungsrechte vergeben. Ein häufiges Problem ist, dass die Basis für die Nutzung eines Social-Media-Unternehmensprofil häufig ein privater Account ist. Ohne den geht es nicht. Nur mit dem privaten Account kann dann eine Unternehmensseite angelegt werden.

Nicht selten kommt es aber vor, dass Mitarbeiter sich nicht mit ihrem privaten Account auf der Arbeit einloggen möchten oder sollen, sodass neue Accounts angelegt werden. Wechselt ein Mitarbeiter das Unternehmen gehen häufig Login-Daten verloren, deshalb ist es wichtig, dass du dich von Beginn an mit der Rechteverwaltung der einzelnen Plattformen auseinandersetzt und diese klar strukturierst.

7. Freigabeprozesse effizient halten.

Ein ebenso häufiges Problem, die die effektive Nutzung von Social Media für das Recruiting behindern, ist ein komplizierter Freigabeprozess. Muss ein Posting erst umständlich über mehrere Kollegen freigegeben werden, erschwert das die flexible Kommunikation und ist nicht im Sinne der schnelllebigen Informationsverteilung, die auf Facebook und Co üblich sind.

8. Daten übernehmen.

Die eigenen Tools an die sozialen Netzwerke anzubinden, kann enorm Zeit sparen und dich dabei unterstützen den Bewerbermanagementprozess zu beschleunigen. Klickt ein Bewerber bei einem Jobangebot auf LinkedIn auf “Bewerben”, landet er direkt als Kandidat in deinem Bewerbermanagementsystem – so sieht ein effizienter Prozess aus und sollte mit deiner Software möglich sein.

Was kostet die Einführung von Social Media Recruiting?

Immer wieder wird geschrieben, dass die Kosten einen großen Vorteil von Social Media Recruiting ausmachen, da das Veröffentlichen der Stellenanzeigen kostengünstiger als in verschiedenen Jobbörsen oder Printmedien ist und für die Nutzung der Unternehmensseiten meist gar keine Gebühren anfallen.

Da das Posten von Stellenanzeigen auf Facebook Jobs kostenfrei ist und Job Ads auf LinkedIn beispielsweise per Klick bezahlt wird, kann es sein, dass du pro Stellenanzeige auf geringere Kosten kommst, aber je nachdem was du geplant hast, solltest du nicht unterschätzen, was noch dazukommt, wenn du ein professionelles Social Media Recruiting aufbaust.

Die Kommunikation mit Bewerbern auf den Plattformen, die Beantwortung von Kommentaren, das Buchen und Ausspielen der Postings und Werbeanzeigen für offenen Stellen – all das erledigt sich nicht von alleine. Deshalb solltest du für deine Budgetplanung die folgenden Aspekte beachten, die deine individuellen Kosten beeinflussen:

  • Anzahl der Mitarbeiter, die intern Social-Media-Aktivitäten planen und steuern, und deren Arbeitszeit
  • Kosten für die mögliche Buchung von externen Agenturen für:
    • die Content-Produktion (Gestaltung und Umsetzung von Social-Media-Posts, -Beiträgen, -Bildern etc.)
    • das Active Sourcing
    • das Multiposting der Stellenanzeigen auf verschiedenen Plattformen und in Gruppen beziehungsweise Mediaplanung
    • die komplette Übernahme des Social Recruitings als Dienstleistung
  • tatsächliche Kosten für bezahlte Ads und Stellenanzeigen (meist per CPC, Cost-per-Click)

Vorgehen bei der Planung deines Social Media Recruitings

Um dir einen konkreten Anhaltspunkt zu geben, wie du nun starten kannst, um dein Social Media Recruiting aufzusetzen, stellen wir dir die Vorgehensweise in drei Schritten vor:

Social Media Recruiting: Planung

Zu Beginn des Prozesses steht die Analyse:

Dabei schaust du dir deine Personalbedarfsplanung und die Ziele im Recruiting an. Analysiere darauf basierend die Zielgruppe, die du erreichen möchtest, um deine offenen Positionen in Zukunft zu besetzen.

Zur Analyse der IST-Situation gehört auch eine Bestandsaufnahme dessen, was bisher auf allen Social-Media-Kanälen von deinem Unternehmen geschieht und was der Wettbewerb macht.

Weiterhin kannst du dir die verschiedenen Social-Media-Plattformen und sozialen Netzwerke genauer anschauen. Welche Tools werden zur Steuerung benötigt und was sind die Regeln und Funktionen, die geboten werden?

Ziele setzen:

Als nächstes setzt du auf Basis der Analyse geeignete Ziele fest, die du mit deinem Social Media Recruiting erreichen möchtest. Sinnvollerweise sollten diese auf die übergeordneten Ziele in der Personalbeschaffung einzahlen.

Leite übergeordnete Ziele für dein Social Media Recruiting ab und einzelne Ziele pro Plattform und Zielgruppe. Ziele werden immer positiv und in der Gegenwart formuliert. Ein überzeugendes Ziel ist bereits der erste Schritt in Richtung Erreichung.

Dabei kann die Methode “smarte” Ziele helfen. Diese werden in der Regel so formuliert, dass sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sind.

Ein Beispiel: “In Q4 von 2020 erreichen wir 300 potenzielle Kandidaten, die mindestens einmal unsere Unternehmensseite auf Facebook besucht haben.”  

Content-Strategie erstellen:

Die Content-Strategie ist in gewisser Weise, die Dokumentation dessen was du bisher erarbeitet hast (deine Analyse und deine Ziele) in Kombination mit dem Content-Plan.

Den Content-Plan kannst du wie einen Redaktionskalender aufbauen und dort schreibst du grob fest, wann welche Inhalte wo gepostet und verteilt werden. Damit gewährleistest du eine Regelmäßigkeit, die in Social-Media sehr wichtig ist, und stellst sicher, dass die Ziele auch wirklich erreicht werden.

Konkrete Bestandteile des Plans:

  • Inhalte und deren Timing

Tipp: Ideen für Inhalte kannst du dir aus der folgenden Liste nehmen und auf dein Unternehmen anpassen, individualisieren, oder sogar kombinieren.

Mögliche Inhalte für deine Social-Media-Recruiting-Aktivitäten:

  • Tipps für das Bewerbungsverfahren in deinem Unternehmen
  • Generelle Karrieretipps
  • Blick hinter die Kulissen
  • Mitarbeiter-Stories (arbeite mit echten Bildern nutze die “Stories”-Funktion bei Instagram oder Facebook)
  • Neue Mitarbeiter vorstellen
  • Events und Aktivitäten im Unternehmen
  • Arbeitsplätze und Bereiche vorstellen
  • Zitate
  • Jobangebote
  • Infografiken
  • Expertenmeinungen
  • Gewinnspiele
  • Empfehlungen für Podcasts, Bücher oder Blogs
  • Ideen der Mitarbeiter oder der Abonnenten
  • Formate: Texte, Bilder, Audio oder Videos, Live-Videos oder Stories
  • Plattformen oder Kanäle
  • Verantwortlichkeiten: Wer bekommt die Rechte für die Kanäle? Wer ist verantwortlich für die regelmäßige Produktion, Veröffentlichung und Kontrolle?

Social Media Recruiting: Umsetzung

Unternehmensprofil oder Unternehmensseite erstellen:

Um mit der Umsetzung deines Content-Plans starten zu können, benötigst du – wenn diese noch nicht existieren – zunächst die Unternehmensprofile oder -seiten für dein Unternehmen.

Dafür solltest du eine passende Unternehmensbeschreibung erstellen, Grafiken und Bilder sammeln für Profil- und Titelbilder sowie deine Impressum verlinken oder gegebenenfalls deine Datenschutzerklärung anpassen.

Hier erfährst du, wie du ein Unternehmensprofil auf XING erstellst und was es dabei zu beachten gibt. Zum Guide.

Je nach Größe und interner Struktur kann es sinnvoll sein separate Profile für den Karrierebereich und den allgemeinen Unternehmensbereich zu erstellen. Das ist zum Beispiel hilfreich, wenn sich die Zielgruppen aus dem Marketing stark von denen im Recruiting unterscheiden oder wenn die Ziele nicht vereinbar sind.

Als nächstes kannst du relevanten Gruppen beitreten und hier ins Gespräch eintauchen. Auf Facebook können beispielsweise auch Unternehmensseiten Gruppen beitreten. Da die meistens zu einem bestimmten Thema erstellt werden, kannst du sicher sein, dass sich die aktiven Mitglieder auch wirklich dafür interessieren.

Suche zum Beispiel nach “Jobs Stadt” für Mitglieder, die in deiner Stadt auf Jobsuche sind. Oder auch Gruppen der einzelnen Universitäten, Hochschulen und Schulen in deiner Region können Potenzial bieten.

Produktion und Veröffentlichung von Inhalten:

Hierzu können wir gar nicht so viel sagen, da das ganz konkret davon abhängt, was deine Inhalte und Formate sind, die du geplant hast.

Wie oben bereits beschrieben, kannst du dir hierbei Unterstützung einer Agentur suchen, geeignete Mitarbeiter dafür einstellen sowie dir selbst eigene Kenntnisse aneignen.

Wichtig: Verknüpfe die einzelnen Aktivitäten. Das bedeutet, verlinke deine Social-Media-Kanäle untereinander und auf der Karriereseite und fordere deine Kandidaten und Mitarbeiter zum Austausch auf. Es ist auch sinnvoll, dass du dich mit dem Marketing deines Unternehmens absprichst und ihr schaut, wo sich eure Aktivitäten überschneiden oder voneinander profitieren können.

Spannende Inhalte, die viel Informationen beinhalten kannst du zum Beispiel auf einem Karriereblog veröffentlichen und dann angepasst an die jeweilige Plattform zusätzlich veröffentlichen.  

Social Media Recruiting: Kontrolle

Die Erfolgsmessung ist wichtig, um deine Aktivitäten immer weiter optimieren zu können und an die Bedürfnisse deiner Zielgruppe anzupassen. Auch kannst du so in Zukunft besser entscheiden, wie deine Budgetverteilung aussehen soll.

Kamen die meisten Bewerber über eine bezahlte Kampagne auf Facebook und dagegen niemand über die veröffentlichte Stellenanzeige auf Xing? Dann lohnt es sich vielleicht, genauer zu schauen, wie du deine Aktivitäten auf Xing verbessern kannst oder ob du sie einstellen solltest?

Allerdings ist es leider nicht immer ganz so eindeutig, woran eine gute Performance liegt und auch wenn über einen Kanal keine Bewerber kommen, kann es doch sein, dass dort jemand auf das Unternehmen aufmerksam wurde.

Zur Kontrolle der einzelnen Plattformen verwendest du zum Beispiel:

  • den Werbeanzeigenmanager von Facebook oder die Seitenstatistik bei Facebook Insights
  • das zugehörige Dashboard zur Unternehmensseite auf LinkedIn oder Xing oder die Daten unter dem einzelnen Post
  • das Tool Google Analytics mit dem du die Quellen der Besucher auf deiner Karriereseite überprüfen kannst.

Diese KPIs solltest du dir genauer anschauen:

  • Follower oder Fans auf einer Plattform Impressionen (wie oft deine Postings und Stellenanzeigen angezeigt werden)
  • Interaktionsrate (Likes, Share, Kommentare in Relation zu den Impressions)
  • CTR (Click-Trough-Rate) bei Links und Job-Postings
  • Seitenaufrufe deiner Webseite nach Quelle
  • Antworthäufigkeit in Relation zu den angeschriebenen Kandidaten im Rahmen des Active Sourcings

Mehr Tipps, konkrete Kennzahlen und Formeln zur Berechnung findest du in unserem Guide zum HR-Controlling. Um Daten zu sammeln und zunächst nachzuvollziehen über welche Kanäle dein Unternehmen gefunden wird, haben wir dir hier zusammengefasst, wie Bewerber-Tracking funktioniert und welche zwei Möglichkeiten du dabei hast.

Fazit

Mit Social Media Recruiting kannst du Bewerber sowie passive, potenzielle Kandidaten erreichen und auf dein Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam machen.

Neben dem direkten Social Recruiting (oder auch Active Sourcing genannt), bei dem du Personen direkt kontaktierst, kannst du dein Unternehmensprofil im Rahmen des Employer Brandings aufbauen oder Recruiting-Kampagnen auf den Plattformen schalten.

Plane deine Strategie genau und bleib auch bei der Umsetzung dran, denn nur durch eine konsequente Umsetzung mit fest eingeplanten Kapazitäten für das Social Media Recruiting, wirst du die Methode erfolgreich nutzen können.

Veröffentlicht am 24. October 2018, zuletzt aktualisiert am 27. July 2020

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