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Lea Pietsch

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Reverse Recruiting: Recruiting mal andersrum

Recruiting von neuen Mitarbeitern kann ein ganz schön langwieriger Prozess sein. Manchmal musst du ewig darauf warten, bis sich der passende Bewerber bei dir meldet. Du kannst das Ganze aber auch einfach selbst in die Hand nehmen.

Es wird immer schwieriger, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Um neue Mitarbeiter für dein Unternehmen zu gewinnen, solltest du deshalb umdenken und deinen Recruiting-Prozess jetzt verändern.

Wie? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du neue Arbeitskräfte finden kannst. Eine davon ist dasReverse Recruiting.

Inhalt

Definition: Was ist Reverse Recruiting?

Reverse Recruiting ist eine Art der Personalbeschaffung. Ziel dabei ist es, passende Arbeitskräfte für dein Unternehmen zu gewinnen. Aber wie funktioniert das genau?

Beim herkömmlichen Recruiting-Prozess wird die Stelle ausgeschrieben, auf Bewerbungen gewartet und anschließend ein Kandidat ausgewählt. Allerdings ist es auf diese Art und Weise oft schwierig, qualifizierte Bewerber zu finden.

Beim Reverse Recruiting wird der Spieß umgedreht: Nicht die Kandidaten bewerben sich beim Unternehmen, sondern genau andersrum – das Unternehmen bewirbt sich ab jetzt bei den Kandidaten.

Du als Arbeitgeber befindest dich dabei in der Rolle des Bewerbers. Der Kandidat hat hier die angenehmere Position, denn er hat die Möglichkeit, sich für das interessanteste Jobangebot zu entscheiden.

Warum überhaupt eine neue Recruiting-Strategie?

Das Modell des Reverse Recruiting gibt es schon seit einigen Jahren. Trotzdem ist es vielen noch unbekannt – vielleicht weil viele Unternehmen glauben, diese Art des Recruitings nicht nötig zu haben.

Gerade bei den größeren Unternehmen gibt es jedes Jahr viele Bewerber, die sich um einen Job bemühen. Aber was ist mit den KMUs – also den kleinen und mittleren Unternehmen? Diese haben öfter mal das Problem, dass sich nicht genug qualifizierte Bewerber für eine Stelle finden lassen.

In einigen Branchen mangelt es besonders an Fachpersonal: Neben großem Bedarf an Pflegepersonal besteht auch in der IT-Branche Fachkräftemangel.

Laut der folgenden Infografik von Statista ist die Anzahl der unbesetzten Stellen in MINT-Berufen immer größer geworden. MINT-Berufe sind die aus den Bereichen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

 

Fachkräftemangel Statistik

 

Obwohl im Jahr 2019 die Zahl wieder gesunken ist, ist der Anteil der IT-Berufe unter den nicht besetzten Stellen dennoch größer geworden. (Im Jahr 2019 sind 19,8 % unbesetzt)

Gründe für den Mangel an Fachkräften:

  • Die Generation der Babyboomer (1955 bis 1969 Geborene) ist eine geburtenstarke Generation. Sie macht einen großen Anteil der Beschäftigten aus, von denen mittlerweile viele in den Ruhestand gehen. Die nachfolgenden Generationen sind viel kleiner, es gibt daher auch insgesamt weniger Kandidaten.
  • In der Generation Z (1997 bis 2012 Geborene) sind die Personen, die jetzt gerade ihren Abschluss machen und danach auf Arbeitssuche gehen. Da diese Generation weniger geburtenstark ist, gibt es auch weniger Bewerber. Das bedeutet, diese haben eine größere Auswahl an Jobs und Unternehmen. Kleinere Unternehmen bleiben dabei oft auf der Strecke und bekommen nicht ausreichend qualifizierte Bewerber.
  • Noch dazu kommt, dass sich die Werte der Kandidaten geändert haben. Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit sind vor allem für die Generation Z wichtige Faktoren, wenn es um die Auswahl des Arbeitgebers geht. Unternehmen müssen deswegen ihre Werte und Struktur ändern und stärkeres Employer Branding betreiben, um die Kandidaten zu überzeugen.

Es wird deutlich: Eine neue Struktur für das Recruiting muss her. Neben dem herkömmlichen Bewerbungsprozess ist Active Sourcing sehr beliebt und wird auch von vielen großen Unternehmen betrieben.

Active Sourcing = Die aktive Suche, Ansprache und Bindung von besonders qualifiziertem Personal an das eigene Unternehmen. Diese Kandidaten suchen gerade selbst nicht nach einem neuen Job und sind demnach keine Bewerber. Active Sourcing kann sowohl offline – beispielsweise über Kongresse – als auch online über Social Media erfolgen.

Es wird also nicht abgewartet, bis sich irgendwann ein passender Bewerber bei deinem Unternehmen meldet – wenn du qualifizierte Mitarbeiter für dein Unternehmen brauchst, musst du selbst aktiv werden und auf diese zugehen.

So ähnlich funktioniert auch das Prinzip des Reverse Recruiting: Du bewirbst dich aktiv bei einem Kandidaten und versuchst ihn von deinem Unternehmen zu überzeugen.

Ein wichtiger Unterschied dabei ist jedoch, dass beim Reverse Recruiting der Kandidat in der überlegenen Position ist. Beim Active Sourcing steht eher die Abwerbung von qualifizierten Kandidaten im Vordergrund. Der Arbeitgeber steht dabei aber immer noch über dem Arbeitnehmer.

So funktioniert Reverse Recruiting

Du schreibst keine Stellenanzeige aus, sondern schickst eine Bewerbung ab. Der Kandidat hat ein Profil, in dem er alle wichtigen Infos veröffentlicht. Welche Qualifikationen und welchen Standort er präferiert, vielleicht sogar welches Gehalt er sich vorstellt.

Jetzt kannst du nach relevanten Faktoren für dein Unternehmen suchen und einen passenden Kandidaten anschreiben.

Das ist bei der Bewerbung wichtig

Denke einfach mal darüber nach, was dich bei einer Bewerbung ansprechen würde. Auf jeden Fall keine Massenmails und unpassende Angebote. Auch du würdest so eine Bewerbung nicht weiter beachten.

Lass deinem Kandidaten individuelle Angebote zukommen, die gut zu ihm passen und gehe darauf ein, wieso er gerade dich als Arbeitgeber auswählen sollte. Gib deinem Kandidaten auch möglichst viele Infos zu dem Job – wie das Gehalt aussieht, die Karrierechancen und welche Aufgabenfelder dazu gehören. So weiß dieser direkt, was auf ihn zukommen könnte.

Hier findest du Kandidaten

Nicht nur über Social Media kannst du Kandidaten finden und mit dem Reverse Recruiting beginnen. Auch Messen und Events bieten dir eine Möglichkeit, dein Unternehmen vorzustellen und dich bei Kandidaten als Arbeitgeber zu bewerben.

Bei der Pitch Club Developer Edition zum Beispiel kannst du als Unternehmen verschiedene Kandidaten aus der IT-Branche kennenlernen. Bei diesen Events stellen sich ebenfalls nicht die Kandidaten bei dir vor, sondern dein Unternehmen stellt sich bei den Kandidaten vor.

Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit: Du registrierst dich auf speziellen Plattformen, wie beispielsweise Honeypot.

Auf einer Plattform für Jobvermittlungen hast du die Chance, dein Unternehmensprofil zu veröffentlichen und dich vorzustellen. Mit Bildern oder Videos kannst du dein Unternehmen noch attraktiver für die Kandidaten machen.

Auch bei Campusjäger kannst du ein Profil von deinem Unternehmen anlegen, um Kandidaten auf dich aufmerksam zu machen. Probiers doch gleich mal aus.

So kannst du die Kandidaten von dir überzeugen

Gehe auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe ein. Recherchiere, was für diese besonders wichtig ist. Suchst du einen IT-Mitarbeiter? Dann sieht die Bewerbung vielleicht anders aus als die für einen Mitarbeiter im Marketing.

Work-Life-Balance, Nachhaltigkeit und Teamwork sind neben der tatsächlichen Tätigkeit und den Randbedingungen wichtige Faktoren für Bewerber. Überlege dir eine Strategie, wie du diese Wünsche für deine neuen Mitarbeiter verwirklichen kannst, sodass sie dein Unternehmen gegenüber den Big Playern bevorzugen.

Um die Kandidaten von dir zu überzeugen kannst du zum Beispiel …

  • flexible Arbeitszeiten bieten.
  • Homeoffice ermöglichen.
  • Weiterbildungsprogramme anbieten.
  • umweltbewusst arbeiten.

Nach der Bewerbung

Sobald die Bewerbung abgeschickt ist, hat der Kandidat die Qual der Wahl. Wenn ihm deine Bewerbung zusagt, hat er die Möglichkeit auf deine Anfrage zu reagieren und ein Vorstellungsgespräch zu verabreden.

Was jetzt wichtig ist: Den Erfolg des Reverse Recruitings zu überprüfen.

  • Konntest du mehr Bewerber auf dich aufmerksam machen? Vergleiche die Zahlen vor dem Reverse Recruiting mit der Anzahl der jetzigen Kandidaten.
  • Wie ist der Fit zwischen den Kandidaten und der ausgeschriebenen Stelle? Passt der neue Mitarbeiter auch zu dir? Stimmen die Qualifikationen?
  • Wie viel Zeit wurde benötigt um eine ausgeschriebene Stelle zu besetzen? Konntest du mit Reverse Recruiting Zeit sparen?
  • Wie hoch sind die Kosten? HR-Software, das Personal und Employer Branding können auf Dauer auch teuer werden. Wenn du schneller deine Stellen besetzen kannst, sparst du Zeit und somit auch Geld ein. Hilft dir Reverse Recruiting bei diesem Punkt?

Hat das Reverse Recruiting in einigen Punkten noch zu keiner Verbesserung geführt, kannst du dir überlegen, wie du deinen Recruiting-Prozess weiter optimieren kannst.

Möglicherweise ist dein Unternehmensprofil oder die Bewerbung noch nicht aussagekräftig genug. Dann solltest du Zeit investieren und weitere Maßnahmen durchführen, um dein Unternehmen für Kandidaten attraktiver zu machen.

Oder du suchst an der falschen Stelle nach neuem Personal. Vielleicht befindet sich deine Zielgruppe auf einer anderen Plattform.

Sollte sich herausstellen, dass Reverse Recruiting für dich nicht das Richtige ist, gibt es noch viele weitere Recruiting-Strategien, wie Peer Recruiting oder Social Media Recruiting.

Recruiting mit Campusjäger

Du möchtest zwar nicht selbst den Aufwand des Bewerbungsprozess haben, aber Zeit und Geld beim normalen Recruiting-Prozess verlieren möchtest du auch nicht? Verständlich.

Dann haben wir die Lösung für dich: Registriere dich jetzt kostenlos bei Campusjäger.

Hier kannst du ganz einfach dein Unternehmensprofil und Jobausschreibungen hochladen – wir helfen dir sogar bei der Optimierung der Stellenanzeigen. Danach kannst du entspannen. Wir suchen für dich die passenden Kandidaten und unterstützen dich bis zur Vertragsunterschrift.

Stelle jetzt deinen Recruiting-Prozess um und vereinfache die Suche nach neuen Mitarbeitern in deinem Unternehmen.

Informiere dich über Campusjäger

Veröffentlicht am 09.02.2021, aktualisiert am 04.03.2021

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