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Die 50 wichtigsten Recruiting Trends 2019 - Campusjäger

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Die 50 wichtigsten Recruiting Trends 2019

Die aktuellsten Themen und Entwicklungen auf dem Recruitingmarkt

Gute Mitarbeiter sind maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens, darin sind sich die meisten Recruiter einig. Doch wie man diese findet und für sich gewinnt – da scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf Employer Branding, die andere setzen auf neuartige Methoden wie Robot Recruiting oder KI und wieder andere glauben nur mit einer erstklassigen Candidate Experience ans Ziel zu kommen. Und jeder von ihnen scheint vom Erfolg seiner Strategie überzeugt zu sein.

Doch wer hat denn nun Recht? Was macht Recruiting wirklich erfolgreich? Um das herauszufinden haben wir 29 Artikel analysiert und die 50 wichtigsten Recruiting Trends für 2019 herausgefiltert. Die 22 häufigst genannten haben wir uns genauer angeschaut, den Rest gelistet. Viel Spaß beim Lesen. :)

Unsere Top 10

Da sie in Zukunft wohl besonders relevant werden, gehen wir zunächst auf die wichtigsten 10 Trends genauer ein. Auf diese solltest du ein besonderes Augenmerk haben, wenn du dein Recruiting erfolgreich gestalten möchtest.

1. Active Sourcing

Auf den Begriff Active Sourcing, also die aktive Ansprache von besonders qualifiziertem Personal, sind wir bei unserer Analyse am häufigsten gestoßen. Hierbei werden vielversprechende Talente von Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt ausfindig gemacht und versucht diese aktiv zu überzeugen. Hier geht also nicht, wie üblich, der Bewerber aufs Unternehmen zu, sondern umgekehrt das Unternehmen auf den Bewerber. Ein bisschen verkehrte Welt also.

Dass dieser Trend am wichtigsten zu sein scheint, ist jedoch kaum verwunderlich. Schließlich wissen gute Kandidaten um ihren Wert und lassen sich daher lieber finden, als selbst zu suchen. Möchtest du also einen gut ausgebildeten, talentierten Mitarbeiter, musst du dich wahrscheinlich selbst auf die Suche begeben. Wie du das am besten machst und welche Kanäle dabei eine wichtige Rolle spielen, zeigen wir dir in unserem Artikel rund ums Thema Active Sourcing.

2. Social Recruiting

Fast ebenso oft wurde der Begriff des Social Recruitings genannt. Hierbei geht es um die Verlagerung oder Ausweitung des Recruitings auf die Sozialen Netzwerke. Ein ebenso immer wichtiger werdender Trend, schließlich erreicht man die Generationen Y und Z (also die Zielgruppe der Berufseinsteiger und jungen Arbeitnehmer) nirgends besser, als in ihrem natürlichen Lebensraum: den Social Media.

Allerdings besteht hier die Schwierigkeit in der Überleitung von Freizeit zur Arbeit. Einen natürlichen Bogen vom spaßig-freundschaftlichen zum seriösen Arbeitsverhältnis zu spannen und interessante Kandidaten richtig anzusprechen, ist gar nicht so einfach. Es bedarf einiges an Erfahrung und sozialem Fingerspitzengefühl.

Solltest du dir überlegen zukünftig auch auf Social Recruiting zu setzen, so wäre es unter Umständen ratsam hierfür einen Kommunikationsspezialisten zu engagieren. „Kurz mal Social Media machen” ist nicht – das ist meistens nicht nur unwirksam, es kann schlimmstenfalls auch den Ruf deines Unternehmens schädigen.

3. Employer Branding

Und hier kommen wir schon zum nächsten wichtigen Punkt – dem Employer Branding. Dabei geht es darum, eine Arbeitgebermarke zu schaffen, die auf potenzielle Bewerber anziehend wirkt. Ähnlich wie in der Modeindustrie soll sich die Zielgruppe mit den kommunizierten Marken- beziehungsweise Unternehmenswerten identifizieren und das Unternehmen als besonders attraktiv empfinden.

Um allerdings die richtigen Bewerber anzuziehen, gilt es die interne und externe Kommunikation an die jeweiligen Unternehmenswerte und Zielgruppe anzupassen: Flexible Arbeitszeiten, ein Videospielraum und eine hauseigene Bar wird vor allem junge, lockere Bewerber anziehen – passend zu einem Startup oder einem kreativen Unternehmen.

Verkauft dein Unternehmen allerdings Versicherungen oder suchst du besonders seriöse, fokussierte Mitarbeiter, so solltest du beispielsweise eher mit Weiterbildungsmöglichkeiten oder einem Firmenwagen werben und eine allzu lockere, freundschaftliche Ansprache vermeiden.

4. Chatbots

Chatbots liegen gerade voll im Trend und gehören bei der Kundenbetreuung fast schon zum guten Ton. Im Recruitingbereich sind sie allerdings erst im Kommen und stecken vielerorts noch in den Kinderschuhen – vielen fehlt es einfach noch an der nötigen „Menschlichkeit”.

Dennoch bieten Chatbots beiden Seiten einen unschlagbaren Vorteil: Einerseits kann der Bewerber 24/7 Kontakt aufnehmen und erhält sofort eine Antwort auf seine Fragen und andererseits bleibt dir als Unternehmen durch die automatische Vorauswahl eine Menge Zeit und Papierkram erspart. Wird der Bewerber nämlich schon vorab genauer über den Job informiert, seine Eckdaten abgefragt und mit den Anforderungen abgeglichen, so kann er automatisch aussortiert oder in die engere Auswahl aufgenommen werden. Und als kleinen Pluspunkt verbessert ein Chatbot ganz nebenbei auch die Candidate Experience  und spielt dir in Sachen Employer Branding – besonders bei jungen Kandidaten – sehr in die Karten.

5. Automatisierung & KI

Auch Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) scheinen den meisten HR-Experten sehr wichtig zu sein. Endlich – muss man sagen. Schließlich stehen ihnen seit Jahren neben einer Menge Daten auch unzählige Technologien zur Verfügung, die nur darauf warten, genutzt zu werden.

Ein teilweise oder sogar ganz automatisierter Recruitingprozess ist nicht nur viel zeitsparender, es hilft dir als Unternehmen auch, eine präzisere Auswahl zu treffen. Und da sprechen wir aus Erfahrung: Fast jeder unserer Recruitingprozesse läuft vollautomatisch ab (was dir das an Zeit, Geld und Nerven sparen kann, glaubst du gar nicht!). Außerdem nutzen wir KI um jeweils exakt passende Unternehmen und Kandidaten zusammen zu bringen. Und das alles 24/7, 365 Tage im Jahr. Ohne Automatisierung wäre uns das nicht möglich.

Du siehst also, in Automatisierung und KI zu investieren kann sich durchaus lohnen. Bevor du allerdings Geld in eigene Systeme steckst, überlege dir, ob es sich für dein Unternehmen überhaupt rechnet. Gerade für Mittelständler kann es sinnvoller sein, das Recruiting outzusourcen. Wird dabei ein erfolgsbasiertes Zahlungsmodell vereinbart, so sind die Kosten nach oben hin gedeckelt und lassen sich vorab genau bestimmen. Dadurch bleiben dir böse Überraschungen erspart und du kannst deine Kosten besser kalkulieren.

6. SEO Recruiting

Wenig überraschend ist auch die wachsende Bedeutung von SEO (Suchmaschinenoptimierung) im Recruiting. Hierbei werden Stellenangebote keywordtechnisch so angepasst, dass sie beispielsweise bei Google besonders weit oben angezeigt werden.

Eine relativ einfache, aber umso effektivere Methode – schließlich googeln wir heutzutage einfach alles: Wenn wir krank sind, googeln wir erst unsere Symptome, statt direkt zum Arzt zu gehen. Wenn wir ein Problem mit unserem Auto haben, googeln wir erst nach möglichen Defekten, bevor wir eine Werkstatt aufsuchen. Und wenn wir ein neues Handy brauchen, googeln wir erst nach Angeboten, statt uns im Laden beraten zu lassen.

Da ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Arbeitssuchenden auch erst einmal nach passenden Jobs googeln, statt direkt auf eine bestimmte Unternehmensseite zu gehen. Und wenn dein Stellenangebot dabei erst auf Seite 3 oder 4 angezeigt wird, hast du (oder besser gesagt dein Jobangebot) keine Chance.

Du hast keine Zeit für Keywordrecherche und Co? Kein Grund zu verzweifeln: Wenn du willst, helfen wir dir bei der Optimierung deiner Stellenanzeige und verteilen sie zusätzlich auf allen relevanten Jobbörsen. Kostenlos, versteht sich. Mehr Infos dazu findest du hier.

Und das Beste: SEO hat nicht nur großes Erfolgspotenzial, es ist auch – im Gegensatz zu den meisten anderen Maßnahmen – kostenlos.

7. Der Kandidat im Mittelpunkt

Bisher stand bei der Mitarbeitersuche vor allem das Unternehmen mit seinen Anforderungen an den Kandidaten im Mittelpunkt. Klingt logisch – schließlich lehrt uns die BWL seit Jahrzehnten das Wohl des Unternehmens an erste Stelle zu setzen.

Dennoch scheint sich diese Sichtweise im Recruiting 2019 zu drehen: Bewerber und ihre Bedürfnisse rücken mehr und mehr in den Vordergrund. Der Bewerbungs- und Onboardingprozess wird auf die individuellen Wünsche der Kandidaten angepasst und so gestaltet, dass er sich rundum wohlfühlt. Wie schon der Kunde, ist nun also auch der Bewerber König.

Dieser Wandel lässt sich wohl vor allem auf den Fachkräftemangel (Link) und die allgemein wachsende Bewerbermacht zurückführen. Gut ausgebildete oder besonders talentierte Mitarbeiter werden mit Jobangeboten geradezu überhäuft und können wählerisch sein. Daher solltest du die Bedürfnisse und Ansprüche deiner Wunschkandidaten stets im Blick behalten und versuchen, auf sie einzugehen. Denn nur wenn sich der Kandidat im Bewerbungsprozess wohl und wertgeschätzt fühlt, hast du Chancen, ihn für dich zu gewinnen.

8. Digitalisierung

Fast Gegensätzlich zum letzten Punkt hat die Digitalisierung des Bewerbungsprozesses beziehungsweise des Bewerbermanagements zugenommen. Das heißt, immer mehr manuelle Prozesse werden ins Digitale verlagert.

Statt sich also durch ein himalayaähnliches Papiergebirge zu wühlen, ordnen Unternehmen ihre Bewerber in Managementsystemen ein, verarbeiten Bewerbungen automatisch und schicken auf Knopfdruck tausende standardisierte Ab- oder Zusagemails raus.

Digitalisierung bietet dir weit mehr Möglichkeiten, als nur eine Vereinfachung deines Bewerbermanagements. Mit Bewerbertracking kannst du beispielsweise genau nachvollziehen, woher deine Bewerber kommen, welche deiner Recruitingmaßnahmen erfolgreich ist und welche du dir in Zukunft sparen kannst.

Auf den ersten Blick ein sehr effizientes Konzept, das zukünftig so manchem Baum das Leben retten könnte. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten. Denn diese neue “Effizienz” darf keinesfalls die persönliche Beziehung zum Bewerber beeinträchtigen (Stichwort Candidate Experience (LINK)). Auch sollten die neuen Systeme den Recruitingprozess erleichtern und nicht etwa komplizierter machen. Schließlich digitalisierst du nicht, weil es alle machen. Du tust es um dein Unternehmen weiterzubringen.

9. Gute Candidate Experience

Wie schon erwähnt scheinen die Bedürfnisse des Bewerbers im Recruitingprozess immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Dazu gehört auch eine gute Candidate Experience, also die möglichst positive Wahrnehmung des gesamten Bewerbungs- und Onboardingprozesses.

Je angenehmer ein Kandidat diesen nämlich erlebt, desto unwahrscheinlicher wird er ihn abbrechen. Schließlich verlassen sich die meisten Bewerber bei der Wahl des Unternehmens auf ihr Bauchgefühl. Wirkt dein Unternehmen sympathisch (oder besser gesagt sympathischer als die anderen), so wird er sich eher dafür entscheiden.

Die eben genannte Digitalisierung beziehungsweise Automatisierung kann dir hierbei eine große Hilfe sein: Denn bestenfalls sammelst du vorab Informationen über Bedürfnisse und Eigenschaften deiner Bewerber und passt den Prozess jeweils individuell an diese an. Hilfreich kann es beispielsweise sein, Kandidaten verschiedenen Personas (Personenprofilen) zuzuordnen und dementsprechend Ansprache oder Abläufe anzupassen.

Unser Tipp: Schlüpfe in die Rolle eines Bewerbers und gehe den Prozess vom ersten Kontakt bis hin zum Onboarding durch. Hakt es an manchen Stellen oder musst du manchmal nachfragen was der nächste Schritt ist? Bekommst du schon beim Gedanken, dich durch die ewig langen Bewerbungsformulare durchklicken zu müssen, Kopfschmerzen? Dann besteht dringender Optimierungsbedarf! Schließlich wird es deinen Bewerbern genauso gehen – wenn nicht sogar schlechter. Die werden ja nicht einmal dafür bezahlt.

10. Mobile Recruiting

Gerade jüngere Zielgruppen verbringen den Großteil ihrer Zeit am Smartphone. Egal ob Zeitvertreib, Shopping oder Partnersuche – alles will mobil erledigt werden. Da überrascht es nicht, dass Unternehmen ihren Recruitingprozess 2019 vermehrt auf den mobilen Zugriff optimieren.

Doch wie geht gutes Mobile Recruiting?

Zunächst gilt: je weniger Klicks, desto besser. Sorge dafür, dass deine Bewerber schnell an relevante Informationen kommen und nicht mittendrin die Lust verlieren. Letzteres vermeidest du am ehesten, wenn du den Prozess so gestaltest, dass er sogar ein klein wenig Spaß macht oder zumindest sehr ansprechend aussieht. Achte hierbei besonders auf Übersichtlichkeit und gute Lesbarkeit. Der Bewerber sollte zu keinem Zeitpunkt irgendwo reinzoomen müssen, weil er beispielsweise den Text nicht lesen kann.

Unsere Plätze 11 bis 50

11. Erfolgskontrolle via Kennzahlen

Mit der wachsenden Digitalisierung des Recruitings scheint auch ein wachsendes Bedürfnis nach präziser Erfolgskontrolle einher zu gehen. Kein Wunder – schließlich stehen Recruitern immer bessere Softwarelösungen zur Verfügung. HR-Kennzahlen können beispielsweise genutzt werden, um zu sehen, wie kosten- oder zeiteffizient einzelne Prozessschritte sind. Hilfreich sind auch Analysetools wie etwa Google Analytics, die dir zeigen, wie sich die Conversion-Rate oder Klickzahlen der einzelnen Bewerbungsseiten im Zeitverlauf ändern.

12. Mitarbeiterempfehlungsprogramme

Viele Unternehmen wollen 2019 auch ihre (HR-fremden) Mitarbeiter ins Recruiting einbinden. Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme scheinen mehr als nur ein reiner Modetrend zu sein – Studien zeigen, dass von bestehenden Mitarbeitern angeworbene Kandidaten nicht nur besser zum Unternehmen oder jeweiligen Team passen, sie sind im späteren Verlauf auch viel loyaler und arbeiten effizienter.

13. Kollaboratives Recruiting

Personaler aufgepasst: Bald seid nicht mehr nur ihr fürs Recruiting zuständig. Zumindest wenn es nach den Recruitingtrends 2019 geht, werdet ihr euch diesen Posten nämlich künftig mit den Kollegen aus den einzelnen Fachbereichen teilen.

Kollaboratives Recruiting (also Recruiting mit Arbeitsteilung) scheint auch durchaus Sinn zu machen: Schließlich wissen Mitarbeiter aus den betroffenen Fachbereichen am besten, welche Aufgaben auf den „Neuen” zukommen werden und welche Eigenschaften notwendig sind, um diese optimal erfüllen zu können. Daher sollten sie in den gesamten Bewerbungsprozess – von der Stellenanzeige bis hin zur Einstellung – eingebunden werden.

14. Google for Jobs

2019 kommt Google for Jobs endlich auch nach Deutschland. Mit dieser neuen Funktion soll es den Nutzern zukünftig möglich sein, gezielt nach Jobangeboten zu suchen – ähnlich wie bei herkömmlichen Jobbörsen. Dabei versucht Google möglichst viele Stellenanzeigen miteinander zu vergleichen und die passendsten aufzulisten.

Um dies tun zu können, wird Google bestimmte Kriterien festlegen, wie Anzeigen aufgebaut sein und welche Informationen sie enthalten müssen. Optimierst du deine Stellenanzeigen anhand dieser Regeln, so zieht sich Google im Idealfall auch Jobs direkt von deiner Karriereseite.

Jobs von der Karriereseiten zu ziehen und zu verbreiten ist kein neues Konzept. Auch wir übernehmen Stellenanzeigen von unseren Kunden automatisch und wandeln sie automatisiert in verschiedene Anzeigenformate um. Nur optimieren wir sie nicht nur für Google, sondern auch für alle relevanten Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. So erreichen wir die größtmögliche Anzahl an potenziellen Bewerbern.

Hört sich fast schon zu schön an, um wahr zu sein. Schließlich hieße das, man könnte zukünftig auf teure Kooperationen mit Jobbörsen verzichten. Die Realität wird aber wohl weniger glanzvoll sein – denn wie gut Googles Algorithmus funktioniert und wie erfolgreich das „Einheitskonzept” funktionieren wird, ist fraglich. Auch bedeutet es für dich, nun da Seite 1 der Google Suche fast vollständig mit den wenigen ausgewählten Anzeigen gefüllt sein wird, mehr und vor allem härtere Konkurrenz. Es bleibt also abzuwarten, ob sich das neue Konzept unter Recruitern wirklich durchsetzt.

15. Inbound Recruiting

Ein wichtiger Trend – wenn nicht schon übliche Praxis – ist das Bereitstellen von interessanten, fachspezifischen Inhalten. Diese sollen passive, gut qualifizierte Kandidaten auf das Unternehmen aufmerksam machen und direkt oder über Zwischenschritte einen ersten Kontakt zu ihm herstellen.

Zwar bedeutet das ohne Zweifel einen Mehraufwand und letztendlich zusätzliche Kosten, dennoch scheint es einer der besten Wege zu sein, talentierte Bewerber anzulocken.

16. Cultural Fit

Recruiting wird immer persönlicher. Nicht nur in der Bewerberansprache, auch bei der Auswahl von Kandidaten wird das „Persönliche” immer wichtiger – fast schon wichtiger als die jeweilige Qualifikation.

Logisch, schließlich kann fehlendes Wissen problemlos nachgeholt werden. Dagegen sollte Persönlichkeit keinesfalls erlernt werden müssen. Niemand sollte sich für einen Job verstellen oder verändern müssen, das ist weder gesund noch in irgendeiner Form sinnvoll. Weder für ihn, noch für dich. Passt dein Bewerber nämlich charakterlich nicht ins Team, so entstehen leicht Spannungen, die Atmosphäre leidet und die Qualität der Arbeit (des gesamten Teams!) verschlechtert sich.

17. Recruitment Marketing

Warum das Marketing nur an Kunden richten? Auch Mitarbeiter wollen angeworben werden, schließlich liegt die Marktmacht in vielen Branchen klar beim Bewerber. Gerade 2019 scheint das ein wichtiges Thema zu sein, denn immer mehr Unternehmen investieren in ihr Bewerbermarketing.

Setzt du dich für Frauen in Führungspositionen ein? Sind deine Mitarbeiter im Vergleich zu anderen Unternehmen überdurchschnittlich zufrieden? Sorgst du mit einem innovativen Bürodesign oder ausgefallenen Festen für ein außergewöhnliches Arbeitserlebnis? Dann sag das! Woher sonst sollten potenzielle Bewerber wissen, dass dein Unternehmen einfach die beste Wahl ist?

18. Big Data

Angesichts der immer größer werdenden Datenmengen, die gesammelt und verwertet werden (können), ist es kaum überraschend, dass 2019 auch das Thema Big Data eine wichtige Rolle im Recruiting spielt. Denn ohne die richtigen Tools ist es kaum möglich hunderte Kandidaten zu tracken oder auch nur ihre Daten sinnvoll auszuwerten.

19. Netzwerke

Eine gute Portion Vitamin B hat noch niemandem geschadet. Auch nicht im Recruiting, wie unsere Recherchen gezeigt haben: Immer mehr Personaler empfehlen, sich ein breites Recruitingnetzwerk aufzubauen, bestehend aus Personalern, ehemaligen Kollegen und (zukünftig) interessanten Kandidaten, auf das man bei der Mitarbeitersuche zurückgreifen kann.

Besonders Netzwerke wie Xing und LinkedIn eignen sich hervorragend hierfür: Ein Klick, und man ist auf ewig verbunden. Zumindest in der digitalen Welt.

Lernst du also jemanden Interessanten kennen, so gewöhne dir an den Namen zu notieren und ihn auf einem (oder beiden) Netzwerken als Kontakt hinzuzufügen. Zu den wichtigsten unter ihnen solltest du übrigens auch danach noch regelmäßigen Kontakt halten, beispielsweise indem du ihnen zum geburtstag gratulierst oder ihre Beiträge kommentierst. Auch solltest du deine Seite stets aktuell halten und ständig neue und werthaltige Inhalte teilen.

20. Recrutainment

Auch im Kommen ist das sogenannte Recruitainment, eine Mischung aus Recruiting und Entertainment – also quasi Recruiting auf spaßig. Dabei soll der Bewerbungsprozess möglichst unterhaltsam gestaltet werden (beispielsweise mit interaktiven Grafiken oder Spielen) und das Unternehmen möglichst positiv und authentisch dargestellt werden.

21. Talentpool

Was machst du als erstes, wenn du Hunger hast? Machst du dich gleich auf den Weg zum nächsten Supermarkt oder schaust du erst in deinem Kühlschrank nach?

Gerade wenn es dringend ist, scheint die Antwort klar. Schließlich ist das viel schneller und weitaus bequemer.

Warum sich also beim Recruiting die Mühe machen, jemanden ganz neues zu finden, wenn man auch einfach in seinen Vorräten nachsehen kann? Talentpools sind nichts anderes als ein Vorrat an Kandidaten, die zwar momentan noch nicht eingestellt werden können oder sollen, jedoch zukünftig durchaus interessant werden könnten. Und wenn mal eine Stelle frei ist, musst du nur noch zugreifen.

Um unseren Kunden schnell passende Bewerber liefern zu können, haben wir eine Kartei mit tausenden Studenten und Absolventen aufgebaut. Das ist im Grunde auch nichts anderes als ein XXL-Talentpool. Wir können dir also aus eigener Erfahrung sagen: Ein Talentpool ist super. Fast so toll wie ein riesiger Süßigkeitenvorrat.

Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass du eine gute Beziehung zum jeweiligen Kandidaten aufbaust und vor allem aufrecht erhältst. Um dir seine Loyalität zu sichern, solltest du ihm außerdem verschiedene Benefits bieten, wie etwa Workshops oder Zugang zu interessanten (Firmen-)Veranstaltungen.

22. Interdisziplinärer Recruiter

Der Job des Recruiters ist auch nicht mehr, was er mal war. Angesichts der bisher genannten Trends ist es kaum verwunderlich, dass ein Personaler heutzutage viel mehr können muss, als nur Bewerbungsgespräche führen. Schließlich geht es lange nicht mehr nur um reine Bewerberauswahl:

Ein guter Recruiter sollte ein Händchen für Marketing haben, Social-Media-tauglich sein und Personas erstellen können. Er muss den Bewerber wirklich verstehen, auf seine Bedürfnisse eingehen und das Unternehmen Online und Offline positiv darstellen. Und er muss die anderen Fachbereiche im Unternehmen in und auswendig kennen, wissen was die Arbeit dort ausmacht und eng mit den jeweiligen Teamleitern zusammenarbeiten. Ein Allroundtalent also.

23. Professionalisierung

24. Recruiting von Berufserfahrenen

25. Robot Recruiting

26. DSGVO

27. Gendergerechte Stellenanzeige

28. Shared Sourcing Center

29. Strategische Personalplanung

30. Längere Vakanzzeiten

31. Mehr Budget

32. Local Recruiting

33. Employee Branding

34. Einsatz von Recruitment-Firmen

35. Influencer Recruiting

36. Virtuelle Recruiting Messen

37. Hackathon & Co

38. Speed Dating Interviews

39. Fachkräftemangel entgegenwirken

40. Cost-per-Click Anzeigen

41. Rückkehrer Management

42. Storytelling

43. Neue Interview Tools

44. Vielfalt

45. Online-basierte diagnostische Testverfahren

46. Neue Recruiting-Kanäle

47. Targeting

48. Voice Recruiting

49. E-Recruiting

50. Work-Life-Balance

Veröffentlicht am 22. May 2019, zuletzt aktualisiert am 18. June 2019

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