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Recruiting Maßnahmen: Finde die passenden Mitarbeiter [2020] - Campusjäger

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Recruiting Maßnahmen: Finde die passenden Mitarbeiter [2020]

So machst du die richtigen Bewerber auf dich aufmerksam

Gute und motivierte Mitarbeiter tragen zum Erfolg eines Unternehmens bei, das ist klar und wird auch in Studien immer wieder gezeigt. Doch diese Mitarbeiter zu finden, ist gar nicht so einfach. Mit den passenden Recruiting Maßnahmen wird die Mitarbeitersuche jedoch einfacher.

Aber welche Maßnahmen gibt es? Und was davon war mal sinnvoll und was ist jetzt sinnvoll?

Wie du den gesamten Prozess gestaltest und aufbaust, erfährst du hier.

Inhalt

Definition: Was sind Recruiting Maßnahmen?

Im Recruiting geht es natürlich um die Personalbeschaffung. Konkret also darum, die Mitarbeiter zu finden, die optimal zu den Stellenanforderungen und zum Unternehmen passen.

Oft werden mit Recruiting Maßnahmen vor allem konkrete Methoden und Instrumente gemeint, also beispielsweise Stellenanzeigen. Genauso kann es sich bei Recruiting Maßnahmen aber auch um grundlegende Konzepte und Prozesse handeln, beispielsweise die Definition der Zielgruppe oder Planung der Candidate Journey.

Personalrecruiting sichert damit den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Denn nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern kann das Unternehmen weiter wachsen. Die Wichtigkeit von passenden Mitarbeitern kann also gar nicht überschätzt werden. Und um die zu bekommen, sollten auch die Recruiting Maßnahmen stimmen.

Recruiting und E-Recruiting

Das Recruiting an sich besteht dabei in der Regel aus verschiedenen Maßnahmen – offline wie online. Daneben gibt es aber auch noch den Zweig des sogenannten E-Recruiting. In diesem Teilbereich wird der komplette Prozess, bis der neue Mitarbeiter im Unternehmen anfängt, digital gestaltet und nachgehalten.

Die Phasen des Recruiting-Prozesses

Es ist natürlich klar, dass einiges an Vorarbeit dazu gehört, bis der beste Kandidat für die jeweilige Position gefunden ist. Aus diesem Grund bestehen die jeweiligen Recruiting Maßnahmen aus verschiedenen Teilschritten:

  1. Analyse der Anforderungen: Bevor ein Kandidat gesucht werden kann, müssen die Mitarbeiter in der HR-Abteilung wissen, wen sie überhaupt suchen. Daher besteht der erste Schritt darin, ein möglichst genaues Anforderungsprofil zu erstellen. Was muss der Kandidat können? Was sind die Aufgaben, die er zukünftig zu erledigen hat? In welcher Abteilung wird er eingesetzt? An welcher Stelle ist er im Organigramm angesiedelt. Kurzum: In diesem Schritt musst du so viele Informationen wie möglich sammeln. Daher bietet es sich an, mit den jeweiligen Mitarbeitern aus den Abteilungen zu sprechen. Diese können häufig guten Input liefern, worauf bei den Recruiting Maßnahmen besonders geachtet werden soll.
  2. Formulierung der Stellenausschreibung: Sind die Informationen da, geht es daran, ein konkretes Stellenangebot zu schreiben. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie es vielleicht zunächst klingt. Die Anzeige muss nämlich sowohl alle wichtigen Punkte beinhalten, darf auf der anderen Seite den Kandidaten aber nicht langweilen, weil offensichtliche Dinge erwähnt werden. Zuweilen kann das eine echte Gratwanderung sein. (Wie du die perfekte Stellenanzeige schreibst, kannst du übrigens auch bei uns nachlesen.)
  3. Suche nach dem Kandidaten: An dieser Stelle setzen sehr viele Recruiting Maßnahmen an. Denn vor allem diese Phase des Prozesses lässt sehr viel Spielraum für unterschiedliche Ansätze. Wie das konkret aussieht, erfährst du weiter unten.
  4. Sichtung der Unterlagen: Wenn die Recruiting Maßnahmen zu einem Erfolg geführt und sich viele Kandidaten beworben haben, geht es im nächsten Schritt um die Auswahl der interessantesten Kandidaten. In dieser Phase werden daher die Bewerbungsunterlagen der verschiedenen Kandidaten gesichtet und sortiert. Dieser Prozess wird auch als Screening bezeichnet.
  5. Auswahl des passenden Kandidaten: Mit den aussichtsreichsten Bewerbern werden Gespräche geführt oder gar Assessment Center veranstaltet. Auf diese Weise kannst du den Bewerber finden, der alle Anforderungen bestmöglich erfüllt.
  6. Einstellung des besten Kandidaten: Dem Bewerber, der in diesem Prozess überzeugen konnte, wird ein Jobangebot gemacht. Hin und wieder kann es in dieser Phase auch zu einer Verhandlung über das Einstiegsgehalt kommen – auch das gehört zu den Recruiting Maßnahmen. Sind sich beide Seiten einig, wird der Arbeitsvertrag unterzeichnet.
  7. Eingliederung ins Unternehmen: Der Prozess ist mit der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag natürlich noch nicht abgeschlossen. Damit sich der neue Arbeitnehmer gut integrieren und im Unternehmen wohlfühlen kann, muss das Onboarding stimmen. Das soll dem Mitarbeiter den Start erleichtern und so dazu beitragen, dass er möglichst lange im Unternehmen bleibt. Logisch, denn kündigt der neue Mitarbeiter noch in der Probezeit, müssen die Recruiting Maßnahmen noch einmal von vorne starten.

Recruiting Maßnahmen: Beispiele für interne und externe Aktionen

Wie oben bereits angedeutet, lässt sich die konkrete Suche nach dem passenden Kandidaten auf unterschiedliche Weise angehen und strukturieren. Aber auch die Recruiting Maßnahmen an sich lassen sich unterteilen und zwischen internen Recruiting Maßnahmen und externen Recruiting Maßnahmen unterscheiden:

Personalbeschaffung: Interne Maßnahmen

  1. Interne Ausschreibung: Dabei wird der passende Kandidat zunächst über interne Kanäle gesucht. Zu diesem Zweck wird die Stellenausschreibung zunächst im Intranet, dem Schwarzen Brett und/oder dem Mitarbeitermagazin ausgeschrieben. Die Idee dahinter: Mitarbeiter, die bereits im Unternehmen sind, übernehmen zum Teil die Aufgaben der HR-Abteilung. Diese sollen nämlich im Freundes- und Bekanntenkreis nach einem neuen Mitarbeiter suchen. Das hat gleich mehrere Vorteile für das Unternehmen: Die Mitarbeiter wissen genau, was der neue Kollege können und leisten muss. Sie kennen außerdem das Unternehmen und können somit aus erster Hand berichten, wie die tägliche Arbeit abläuft. Außerdem soll die Bindung des neuen Mitarbeiters an der Unternehmen gestärkt werden. Denn wer bereits gute Kontakte unter den Kollegen hat, kündigt eben nicht so schnell.
  2. Mitarbeiterempfehlungen: Diese Recruiting Maßnahmen gehen in eine ähnliche Richtung wie die bereits angesprochene interne Ausschreibung. Es gibt jedoch einen Unterschied: Die Mitarbeiter, die erfolgreich einen neuen Kollegen empfehlen, bekommen zum Dank eine Prämie. Somit wird der Anreiz für interne Mitarbeiter noch größer, einen geeigneten Bekannten auf das Stellenangebot hinzuweisen.
  3. Weiterentwicklung von Mitarbeitern: Eine andere Option ist die sogenannte Personalentwicklung. Bei dieser vielschichtigen Maßnahme gibt es ebenfalls eine ganze Reihe unterschiedlicher Optionen, wie Mitarbeiter für eine andere Stelle qualifiziert werden können. Statt den Kandidaten also außerhalb des Unternehmens zu suchen, bekommt ein aktueller Mitarbeiter die Chance, sich auf einer neuen Position zu beweisen. Unternehmen, die diese Recruiting Maßnahme geschickt einsetzen, können sich über einen motivierten und produktiven Mitarbeiter freuen.
  4. Versetzung von Mitarbeitern: Auch diese Maßnahme ist denkbar, wenn die Personallücke kurzfristig geschlossen werden soll. Die Versetzung funktioniert dabei – im Gegensatz zu der Personalentwicklung – ohne Weiterqualifizierung des Mitarbeiters. Vielmehr weiß die Personalabteilung, dass der betreffende Mitarbeiter die Voraussetzungen der offenen Stelle erfüllt – und setzt ihn Kurzhand dort ein. Allerdings solltest du das niemals ohne die Zustimmung des Mitarbeiters oder zumindest ohne mit ihm zu reden, tun. Hat der Mitarbeiter nämlich das Gefühl, dass er über seinen Kopf hinweg versetzt wurde, kann das zu Unmut und im schlimmsten Fall zu Frust führen – und das willst du in jedem Fall vermeiden.

Die Recruiting Maßnahmen drei und vier haben den Nachteil, dass dabei keine neuen Mitarbeiter gefunden werden. Soll das Unternehmen aber wachsen, werden vermutlich auch externe Kandidaten benötigt. Aber auch dafür gibt es eine Lösung:

Suche nach neuen Kandidaten: Externe Recruiting Maßnahmen

Wenn außerhalb des Unternehmens nach neuen Beschäftigten gesucht wird, haben die HR-Mitarbeiter ebenfalls mehrere Optionen. Die externen Maßnahmen lassen sich dabei in passive und aktive Recruiting Maßnahmen aufteilen:

Passive Recruiting Maßnahmen:

  • Talentpool: Ein Praktikant, der sich besonders hervorgetan hat oder ein interessanter Bewerber, für den es leider keine passende Stelle gab, gehören in eine Datenbank und schaffen so einen Talent Pool, der dir irgendwann sehr nützlich sein kann. Nämlich dann, wenn du einen neuen Mitarbeiter suchst. Anstatt den kompletten Recruiting-Prozess von vorne zu durchlaufen, solltest du in dem Pool nachsehen, ob du den passenden Kandidaten vielleicht schon kennst.
  • Employer Branding: Unternehmen, die bekannt und beliebt sind, gehören zu den attraktiven Arbeitgebern. Und attraktive Arbeitgeber bekommen in der Regel auch eine ganze Reihe Bewerbungen von aussichtsreichen Kandidaten. Daher gehört zu den passiven Recruiting Maßnahmen, an dem Unternehmensbild, das nach außen transportiert wird, zu arbeiten. Oder anders ausgedrückt, Employer Branding zu betreiben. Denn wenn dein Unternehmen besonders spannend ist, wirst du auch auf dem heiß umkämpften Fachkräftemarkt weniger Probleme haben.
  • Netzwerkpflege: Kontakte sind das A und O. Wenn du also gut vernetzt bist, werden dich mit etwas Glück deine Kontakte weiterempfehlen. Aber allein schon die Reichweite, die du durch viele Kontakte aufbauen kannst, solltest du nicht unterschätzen. Wenn du ein Stellenangebot postest, kannst du mit vielen Kontakten exponentiell mehr potenzielle Kandidaten erreichen, als mit weniger Kontakten. Ein gutes Netzwerk hat eben eine Menge Vorteile.
  • Initiativbewerbungen: Gutes Employer Branding und Netzwerkpflege trägt letzten Endes aber auch dazu bei, dass du mehr Initiativbewerbungen erhältst. Das ist für die HR-Abteilung natürlich besonders erfreulich. Denn Kandidaten, die sich ohne konkretes Stellenangebot bei einem Unternehmen bewerben, möchten unbedingt dort arbeiten. Das sind gute Voraussetzungen für eine motivierte und langfristige Zusammenarbeit.

Aktive Recruiting Maßnahmen:

  • Stellenanzeige: Der Klassiker unter den Post and Pray-Recruiting Maßnahmen. In sozialen Netzwerken, Jobbörsen, der eigenen Unternehmensseite und anderen vielversprechenden Webseiten, wird die Stellenanzeige gepostet. Dann heißt es warten, bis sich die Kandidaten darauf bewerben und die restlichen Phasen des Bewerbungsprozesses beginnen können.
  • Active Sourcing: Beim Active Sourcing wird die Personalabteilung etwas aktiver und sucht nach den passenden Kandidaten, statt „nur“ eine Stellenanzeige zu schalten. In der Regel funktioniert das über berufliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn am besten. Kann aber auch analog auf Karrieremessen oder anderen Veranstaltungen versucht werden.
  • Headhunter: Wenn die eigene HR-Abteilung nicht mehr weiterkommt, kannst du einen Headhunter einschalten. Diese Personen sind darauf spezialisiert, den passenden Kandidaten bei anderen Unternehmen zu finden und ihn oder sie dort abzuwerben. In der Regel eignen sich Headhunter dann, wenn spezialisierte Führungspositionen besetzt werden müssen.

Allgemeine Recruiting Maßnahmen:

Wie anfangs erwähnt, gehören auch grundlegende Überlegungen zu den Recruiting Maßnahmen. Dabei solltest du folgende Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Zielgruppe definieren: Wenn du weißt, wen du suchst, kannst du die weiteren Maßnahmen anpassen. Bist du auf der Suche nach Azubis oder Werkstudenten, kannst du dein Jobangebot bei lokalen Bildungseinrichtungen veröffentlichen. Fach- und Führungskräfte findest du gegebenenfalls eher bei der nächsten Fachmesse oder in beruflichen Netzwerken wie LinkedIn.
  • Bewerbungsprozess einfach halten: Geh regelmäßig euren Bewerbungsprozess von vorne bis hinten durch und überlege dabei, was verbessert werden kann. Je einfacher er ist, desto besser für alle Beteiligten. Daher sind zentrale Fragen: Was ist mittlerweile überflüssig geworden? Wer muss beteiligt sein? Was lässt sich automatisieren?
  • Respektvolle Kommunikation: Immer wieder mogeln sich Bewerbungen in dein Postfach statt in euer Bewerbungsportal? Die Bewerber überhäufen dich mit Fragen, ob ihre Bewerbung angekommen ist und wann sie mit einer Antwort rechnen können? Das kann nerven. Wichtig ist, trotzdem freundlich und zeitnah zu antworten. Mit einer respektvollen Kommunikation erinnern sich Bewerber positiv an das Unternehmen – auch bei einer Absage.
  • Vergiss Perfektion: Wir sagen im Titel bewusst "Finde die passenden Mitarbeiter". "Perfekt" schränkt die Auswahl auch viel zu sehr ein. Überlege dir, welche Must-haves in der Stelle gefordert sind und denke daran: In Zeiten der Digitalisierung und Automatisierung sind Teamfit und der Wille, Neues zu lernen, oft wichtigere Fähigkeiten als detailliertes Fachwissen.

Veröffentlicht am 25. February 2020, zuletzt aktualisiert am 29. April 2020

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