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Personalrecruiting – Definition, Aufgaben, Kanäle, Auswahlverfahren - Campusjäger

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Personalrecruiting – Definition, Aufgaben, Kanäle, Auswahlverfahren

Was macht ein Recruiter und welche Trends gibt es im Recruiting?

Definition von Personalrecruiting

Personalrecruiting dient dazu, den Personalbedarf des Unternehmens zu decken. Wichtig dabei ist, die besten Mitarbeiter für die Stelle zu identifizieren und sich gegen die Konkurrenz im Wettkampf um die besten Kandidaten durchzusetzen.

Um diese für sich zu gewinnen, sind innovative Recruiting-Strategien nötig. Was Sie tun können, erfahren Sie hier.

Welche Aufgaben hat ein Recruiter?

Ein Recruiter hat die Aufgabe, eine freie Stelle im Unternehmen optimal zu besetzen. Während früher dafür vor allem administrative Aufgaben im Vordergrund standen, muss ein Recruiter heute aufgrund des Fachkräftemangels aktiv auf die Kandidaten zugehen – von der Suche bis zur der Ansprache.

Das Bewerberprofil in der Fachabteilung besprechen und festlegen

Die Kollegen aus den Fachbereichen wissen, welche Fachkenntnisse, Praxiserfahrung und welchen Abschluss der Bewerber mitbringen sollte, um die wichtigsten Anforderungen zu erfüllen. Tauschen Sie sich mit den Mitarbeitern aus der Fachabteilung ab, um gemeinsam ein Anforderungsprofil zu erstellen.

Stellenangebot schreiben

Die perfekte Stellenanzeige zu schreiben ist eine Kunst für sich und wird oft unterschätzt. Wenn sie Fragen offen lässt und nicht attraktiv wirkt, ist der Bewerber schnell desinteressiert und macht sich nicht die Mühe, sie zu lesen geschweige denn sich zu bewerben.

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Stellenangebot schalten

Ist die perfekte Stellenanzeige erstmal geschrieben, muss sie unter die Bewerber gebracht werden. Suchen Sie nach jungen Talenten direkt von der Uni oder nach Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung? Nicht jeder Kanal eignet sich gleichermaßen für die Zielgruppe. 

Bewerbungsunterlagen selektieren

Bei diesem Schritt wird bereits eine erste Vorauswahl getroffen. Erfüllt der Bewerber die grundsätzlichen Bedingungen? Sind manche besonders interessant? Das ABC-Verfahren ist ein klassisches Vorgehen im Recruiting, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Ab mehreren hundert Bewerbungen wird es allerdings mühselig. Dafür gibt es nützliche Tool für Recruiter – das Applicant Tracking System (ATS). Das ATS trifft für Sie die Vorauswahl, sodass Sie nur noch aus den Bewerber die für die Stelle in Frage kommen, aussuchen müssen.

Pre-Screening

Das Pre-Screening ist ein kurzes Interview, das noch bevor der Kandidat zum eigentlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wird, stattfindet. Meist findet dieses etwa zehn-minütige Gespräch per Skype oder Telefon statt. Im Pre-Screening können Sie Fragen wie “Sind Sie bereit, x Stunden im Monat zu reisen?”, “Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?” oder “Warum haben Sie Ihren letzten Job verlassen?” stellen. Sie können schon nachforschen, wie motiviert der Kandidat ist in Ihrem Unternehmen zu arbeiten und ob er an einer langfristigen Bindung interessiert ist.

Führen von Vorstellungsgesprächen, Telefon- und Videointerviews

Nicht nur der Kandidat bereitet sich auf das Kennenlernen vor, sondern auch der Recruiter. Sorgen Sie dafür, dass eine angenehme, ungezwungene Atmosphäre während des Gesprächs herrscht und dabei alle Fragen auf beiden Seiten geklärt werden. Um ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch, Telefon- und Videointerview zu führen, gibt es durchstrukturierte Leitfäden für Recruiter.

Active Sourcing

Statt auf gute Mitarbeiter zu warten, sprechen Recruiter die Talente direkt an und machen auf eine offene Stelle aufmerksam. Diesen Vorgang bezeichnet man als Active Sourcing. Das können Recruiter über Business-Netzwerke, soziale Netzwerke, Talentpools oder Karrieremessen machen. Wie Sie als Recruiter dabei am besten vorgehen, erfahren Sie hier

Talentpool erstellen

Hat sich der Praktikant besonders gut angestellt? Ist der Werkstudent einer der heiß begehrten High Potentials? Im Talentpool werden Metadaten von vielversprechende Kandidaten gespeichert, um bei offenen Position in Zukunft auf fähige Bewerber zugreifen zu können.

Die Aufgaben eines Recruiters sind vielfältig und ständig im Wandel. Im Unternehmen tauscht er sich mit den verschiedenen Fachbereichen, dem Personalmarketing, dem Personalmanagement und der Lohnbuchhaltung aus.

Recruiting Kanäle

Unternehmenswebseite

Wer bereits an seiner Arbeitgeberattraktivität gearbeitet hat, sollte schon einen Großteil der Bewerbungen durch die Karrierewebseite des eigenen Unternehmen einstreichen. Laut der Recruitingstudie von Staufenbiel und Kienbaum 2017 hat die eigene Karrierewebseite als Kanal den zweitgrößten Erfolg nach Online-Stellenanzeigen. Das hat auch seinen Grund: Über die Karrierewebseite hat der Bewerber einen schnellen Zugang zu offenen Stellenanzeigen und einen unproblematischen Einstieg in den Bewerbungsprozess.

Achten Sie dabei vor allem darauf, dass die Unternehmenswebseite für Mobilgeräte optimiert und die Online-Bewerbung benutzerfreundlich ist. Praktisch ist auch, dass sich der Bewerber gleich allgemeine Informationen über das Unternehmen beschaffen kann.

Jobbörsen/Stellenbörsen

Online-Stellenanzeigen sind immer noch der Erfolgsgarant fürs Recruiting. Kein Wunder – über 1.500 Online-Jobbörsen gibt es im Web. Stellenanzeigen finden Sie zwar auch noch in Printmedien, haben jedoch beim Recruiting den geringsten Erfolg. Online-Jobbörsen wie Monster und Absolventa gibt es viele. Solche Jobbörsen lassen sich pro Anzeige bezahlen, was auf Dauer teuer werden kann. Bei Campusjäger zahlen Sie erst bei einer erfolgreichen Vermittlung und werden dabei durch den gesamten Bewerbungsprozess begleitet.

Recruiting über Mitarbeiter

Damit es Mitarbeiter leichter haben, Freunde und Bekannte für eine geeignete Stelle im Unternehmen zu begeistern, gibt es Mitarbeiterempfehlungsprogramme, oder besser: “Recruit a friend”-Programme. Vorteile für das Unternehmen sind, dass der Mitarbeiter nur Bekannte empfiehlt, die er selbst für kompetent hält. Schließlich steht der Mitarbeiter mit dem eigenen Namen für ihn ein. Genauso würde der Mitarbeiter seinem Bekannten Ihr Unternehmen nicht empfehlen, wenn er selbst nicht die Arbeitsbedingungen schätzen würde. Die Werbung für Ihr Unternehmen hat der Mitarbeiter schon übernommen. Damit solche Programme auch funktionieren, sollte es Anreize in Form von Prämien für die Mitarbeiter geben und die Programme unter den Mitarbeitern kommuniziert werden. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie hier. 

Recruiting über Businessnetzwerke

Die bekanntesten Businessnetzwerke sind Xing und LinkedIn. Nutzer stellen ihre berufliche Laufbahn und Qualifikationen online und geben an, welche Interessen sie haben. Die perfekte Plattform, um als Recruiter Active Sourcing zu betreiben und nach neuen Talenten zu suchen. Ein gutes Applicant Tracking System hilft Recruitern die Businessnetzwerke nach selbst bestimmten Keywords zu durchsuchen.

Social Media Recruiting

Wer junge Talente fürs Unternehmen gewinnen möchte, kommt nicht um Social Media herum. Denn auf sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat, Twitter oder Facebook tummelt sich die junge Generation. Wie Sie dabei die richtige Strategie entwickeln, lesen Sie hier.

Eigener Talentpool

Ein Talentpool ist eine Datenbank, in der Sie die Profile vielversprechender Kandidaten anlegen. Bei einer offenen Stelle können Sie dann auf diesen Pool zurückgreifen und den passenden Kandidaten direkt ansprechen.

Typische Maßnahmen, um Ihren Talentpool aufzubauen:

  • Assessment Center
  • Praktikanten und Werkstudenten beschäftigen
  • Social-Media-Kampagnen
  • Absolventen-Programme
  • Hochschulmarketing

Der Aufbau des Talentpools sollte systematisch und einfach sein. Damit das gelingt, gibt es Recruiting-Tools (Link) speziell für Talentpools, die durch Verschlagwortung einen guten Überblick über die Talente schaffen.

Karrieremessen und Events

Einer der wenigen erfolgreichen Recruiting-Kanäle, die noch offline ablaufen, sind Karrieremessen und Events. Dort können Sie aktiv auf die Suche nach kompetenten Kandidaten gehen und Ihre Arbeitgebermarke stärken. Worauf sie bei der nächsten Karrieremesse achten sollten und wie sie zum Erfolg wird, lesen Sie hier.

 

Recruiting Statistik

 

 

 

Bisher ging es um Kanäle, die beim externen Recruiting zum Einsatz kommen. Die interne Personalbeschaffung gehört auch zu dem Aufgabenbereich eines Recruiters und bildet einen eigenen Recruiting-Kanal.

Was ist interne Personalbeschaffung?

Wie die Bezeichnung schon nahe legt, findet internes Recruiting innerhalb des Unternehmens statt. Dabei wird eine Stellenausschreibung im Intranet, am Schwarzen Brett oder in der Mitarbeiterzeitschrift veröffentlicht. Bei kleineren Unternehmen genügt es, die freie Stelle per Rundmail oder bei Meetings bekannt zu geben. In einem internen Bewerbungsprozess können sich die Mitarbeiter auf die ausgeschriebene Stelle bewerben oder jemanden aus dem Bekanntenkreis auf die freie Stelle hinweisen.

Gibt es eine freie Position im Unternehmen und der ideale Kandidat befindet sich schon im Haus? In solchen Fällen ist eine Versetzung, beziehungsweise “Inplacement”, sinnvoll. Ein Mitarbeiter, dessen Qualifikationen zum Anforderungsprofil passen, kann die Stelle besetzen und Sie sparen sich den aufwändigen und kostenintensiven Bewerbungsprozess. Als Recruiter sollten Sie dabei beachten, dass sobald eine interne Stelle durch einen Mitarbeiter neu besetzt wird, die alte frei wird. Diese gilt es dann entweder durch externes Recruiting zu besetzen oder die Aufgaben in dem Fachbereich umzuverteilen.

 

Personalrecruiting – das Auswahlverfahren

Wenn die Stellenausschreibung gut läuft und sich die Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch stapeln, müssen Sie den bestmöglichen Kandidaten für die Stelle auswählen. Um diesen zu identifizieren, gibt es viele Auswahlkriterien, an denen Sie sich orientieren können.

Das sind die klassischen Auswahlverfahren:

Bewerbungsunterlagen aussortieren:

  • A = Der Bewerber bringt alle Qualifikationen mit, um die Stelle optimal zu besetzen. In diesem Fall kommt die Bewerbung auf den A-Stapel.
  • B = Die Unterlagen sind nicht ganz optimal, allerdings könnte der Kandidat interessant für eine andere Stelle sein.
  • C = Der Bewerber erfüllt nicht das Anforderungsprofil und kommt deshalb nicht für die Stelle infrage. Diesen Bewerbern kann bereits abgesagt werden.

Vorstellungsgespräch

Das klassische Vorstellungsgespräch ist immer noch die ungeschlagene Nummer Eins unter den Auswahlkriterien. Damit das Vorstellungsgespräch gut läuft, müssen auch Sie sich gut vorbereiten. Mit diesen Fragen können Sie den Kandidaten wirklich kennenlernen. 

Telefon- und Videointerviews

Telefon- und Videointerviews sind sinnvoll, wenn der Bewerber zu weit weg wohnt, um persönlich zu erscheinen oder wenn ein Pre-Screening stattfinden soll. Auch wenn ein Telefoninterview einen geringeren organisatorischen Aufwand als das Vorstellungsgespräch darstellt, sind Leitfaden und Fragenkatalog bei der Durchführung der Telefoninterviews wichtig.

Assessment-Center

Das Assessment-Center ist ein Teil des Auswahlverfahrens, bei dem Personaler Ihre Kandidaten auf ihre überfachliche Kompetenzen prüfen. Durch unterschiedliche Übungen, die meist Situationen aus der Praxis nachstellen, sollen Kandidaten zeigen, dass sie für die Stelle geeignet sind. Klassische Aufgaben im Assessment-Center sind:

  • Postkorb-Übung
  • Selbstpräsentation
  • Rollenspiele
  • Gruppendiskussion
  • Fallstudie
  • Einzelinterview

Typischerweise nehmen drei bis vier Bewerber an einem Assessment-Center teil, die sich über ein bis drei Tage ziehen.

(Online-)Tests

Von dem Assessment-Center zu unterscheiden sind allgemeine Tests, die die Qualifikationen des Kandidaten testen sollen. Solche Tests werden vor allem bei Berufsanfängern und Auszubildenden durchgeführt.

Zu solchen Tests gehören:

  • allgemeine Leistungstests
  • spezielle Funktionsprüfungs- und Eignungstests
  • Intelligenztests
  • Persönlichkeitstests

Personalrecruiting ist ein vielfältiges Berufsfeld, das sich im Zuge der Digitalisierung noch weiter verändern wird. Damit Recruiting effizient funktionieren kann, gibt es verschiedene Recruiting Tools, die Verwaltungsaufgaben abnehmen und den Bewerbungsprozess vereinfachen (Link).

Campusjäger unterstützt beim Recruiting und findet für Sie den passenden Kandidaten aus dem eigenen Talentpool. Wenn niemand dabei war, ist unser Service kostenlos für Sie.

Veröffentlicht am 13. December 2018, zuletzt aktualisiert am 16. July 2019

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