Person-Job-Fit: Passende Mitarbeiter für deine Stellenanzeigen finden

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Nicht weiter verwunderlich: Mitarbeiter, die sich ihren Aufgaben gewachsen fühlen, erbringen bessere Leistung und sind dabei gleichzeitig auch zufriedener. Diese Übereinstimmung zwischen Mitarbeiter und Job wird als Person-Job-Fit bezeichnet und nimmt in der Diskussion über Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistung von Mitarbeitern einen zentralen Stellenwert ein. Wie du den Person-Job-Fit in den Recruitingprozess mit einbeziehen kannst und welche Methoden dir dabei helfen können, erklären wir dir hier. 

Definition von Person-Job-Fit

Der Person-Job-Fit bezeichnet die Passung zwischen einer Person und einem Job. Genauer gesagt: Er gibt den Grad der Übereinstimmung zwischen den Eigenschaften einer Person und den Anforderungen eines Berufs an. Also: Wie gut passen die Fähigkeiten, Eigenschaften und Vorstellungen eines Bewerbers zu den Anforderungen, Aufgaben und Herausforderungen eines Jobs? Kurz: Es geht darum, den richtigen Menschen für den richtigen Job zu finden.

Der Person-Job-Fit besteht in zweierlei Hinsicht: 

  1. Die Neigung: Wie sehr stimmen die Erwartungen, Werte und Bedürfnisse einer Person mit den Chancen, mit welchen der Job diese Bedürfnisse erfüllen kann, überein?
  2. Die Eignung: Wie sehr stimmen die Anforderungen eines Jobs mit den Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person, diese Erwartungen zu erfüllen, überein?

Dabei liegt der Fokus nicht auf den Abschlüssen und fachlichen Kenntnissen (Hard Skills) einer Person, sondern viel eher auf der Persönlichkeit, den Charaktereigenschaften und den Werten des Einzelnen. Der Person-Job-Fit beschreibt eine Art “Survival of the fittest” im Berufsleben – Derjenige, der den Herausforderungen am besten gewachsen ist und sich im Job am wohlsten fühlt, passt am besten zur Stelle.

Ein Beispiel für den Person-Job-Fit: Manche Personen sind extrovertiert, kommunikationsfreudig und teamfähig. Soziale Aktivitäten sind für sie wichtig und stellen zu zufrieden. Eine Tätigkeit im Homeoffice passt daher deutlich schlechter zu ihnen als beispielsweise ein Beruf, welcher viele Meetings, Geschäftsreisen oder andere soziale Aktivitäten beinhaltet. Ist ein Mensch hingegen eher introvertiert und arbeitet lieber für sich, so wird er in einer Tätigkeit wie dieser gestresst, ausgelaugt und unzufrieden sein – die Arbeit kann dann zur Qual werden und der Erfolg gering bleiben.

Die große Herausforderung beim Rekrutieren neuer Mitarbeiter besteht darin, für jede Stelle die passende Besetzung zu finden. Dafür müssen nicht nur der Cultural Fit sowie die Hard Skills und Soft Skills passen, sondern auch der Person-Job-Fit im Vorhinein richtig eingeschätzt werden.

Wichtig: Nicht nur bei Neueinstellungen, sondern auch bei Stellenwechseln ist der Person-Job-Fit von Bedeutung. Vor allem bei der Übernahme von Führungspositionen sollte im Vorfeld möglichst genau eingeschätzt werden können, wie gut der Kandidat den Anforderungen der Stelle entspricht.

Warum ist der Person-Job-Fit so wichtig?

Soll ein Bewerber perfekt für einen Job geeignet sein, so reichen die entsprechenden Abschlüsse, Qualifikationen und andere Hard Skills in der Regel nicht aus, um vorauszusagen, ob er zur Stelle passt. Denn: Auch Soft Skills wie persönliche und soziale Kompetenzen sowie andere Charaktereigenschaften und individuelle Empfindungen sind ausschlaggebend dafür, ob die Stelle richtig besetzt wird.

Der Person-Job-Fit entscheidet maßgeblich darüber, wie erfolgreich ein Mitarbeiter in seiner Arbeit für das Unternehmen ist. Nicht nur die entsprechenden Fähigkeiten und Eigenschaften sind dafür entscheidend, sondern auch die Arbeitszufriedenheit des Beschäftigten. Diese ist stark davon abhängig, wie gut seine Persönlichkeit zum Job passt. Es wird klar:

In der Regel gilt: Je besser die Passung zwischen Job und Mitarbeiter, 

  • ...desto eher erbringt der Mitarbeiter die erforderliche Leistung und erledigt Aufgaben zufriedenstellend
  • ...desto zufriedener und damit auch motivierter ist der Mitarbeiter in seinem Job 
  • ...desto länger verweilt der Mitarbeiter im Job

Netter Nebeneffekt: Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit wirkt sich ebenfalls positiv auf das Employer-Branding aus und sorgt für eine langfristige Mitarbeiterbindung.

Doch was passiert, wenn es einmal weniger gut passt? Bei einem niedrigen Person-Job-Fit besteht die Gefahr, dass sich der Beschäftigte entweder überfordert oder unterfordert mit seinen Aufgaben fühlt. Dadurch leistet er weniger, es entsteht Frust und oftmals folgt daraufhin eine Kündigung. 

Falls die Anforderungen des Jobs mit den Eigenschaften des Einzelnen nicht ausreichend übereinstimmen, so kann die Personalsuche schlussendlich also in einer Fehlinvestition enden. Den Mitarbeiter zu entlassen ist jedoch oft nur schwer möglich und der erneute Recruiting-Prozess mit Kosten und Aufwand verbunden.

Es wird deutlich: Der Person-Job-Fit spielt sowohl für die Leistung als auch für die Zufriedenheit des Mitarbeiters eine wichtige Rolle. Doch wie kann der Person-Job-Fit beim Recruiting neuer Mitarbeiter miteinbezogen werden? Im Folgenden stellen wir dir einige Methoden vor, mit welchen du herausfinden kannst, ob ein Bewerber zu deiner Stelle passt.

Neigungsdiagnostik: Welcher Beruf passt am besten zum Bewerber?

Recruiting sollte so unkompliziert und effizient wie möglich sein. Deswegen ist es sinnvoll, wenn sich Personen schon vor dem Bewerben auf eine Stelle darüber klar werden, welche Berufe zu ihnen passen. Damit wird vermieden, dass sich Kandidaten auf Stellenanzeigen bewerben, welchen ihren persönlichen Eigenschaften und Anforderungen nicht entsprechen.

Jede Person ist aufgrund ihrer persönlichen Merkmale für eine ganze Reihe unterschiedlicher Tätigkeiten geeignet. Um herauszufinden, welcher Beruf am besten zu einem Bewerber passt, können folgende Fragen helfen:

  • Welche Hard-Skills besitzt die Person? Welche Soft-Skills?
  • Welche Erfahrung bringt sie mit?
  • Welche Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften zeichnen die Person aus?
  • Welche Schwächen und Stärken besitzt die Person?
  • Welche Interessen hat sie?
  • Welche Werte besitzt sie?
  • Welche Motive und Ziele hat die Person?

Sobald der Bewerber sich im Klaren darüber ist, welche Eigenschaften, Werte und persönlichen Stärken er in sich sieht, können passende Berufe gesucht werden. In welchem Beruf kann die Person ihre Stärken am besten nutzen und ihre persönlichen Erfahrungen und Werte einbringen? 

Denn wir wissen bereits: Je besser diese Neigungen einer Person zu einen Beruf passen, desto größer ist der Arbeitserfolg und die Zufriedenheit bei der Ausübung dieses Berufs. Leider ist es für Jobsuchende nicht immer so einfach, sich über ihre Stärken und Schwächen klar zu werden – und dann auch noch einen Überblick darüber zu bekommen, welche Berufe passend sein könnten. Methoden wie Self-Assessments und Beratungen zur Berufswahl können hierbei behilflich sein. 

Online-Self-Assessments

Die meisten kennen sie schon von der Studienwahl: Online-Self-Assessments sind auch eine nützliche Hilfe bei der Berufswahl. Meist sind sie wie eine Art Persönlichkeitstest aufgebaut, welcher Aufschluss über die Stärken und Schwächen geben und dabei helfen kann, die passende Tätigkeit für einen zu finden.

Wie können Self-Assessments das Recruiting von Kandidaten erleichtern? Für Unternehmen kann es sinnvoll sein, wenn Bewerber bereits vor der Bewerbung auf eine bestimmte Stelle über ihre Neigungen Bescheid wissen und diesbezüglich bereits eine Selbsteinschätzung stattgefunden hat. Die Idee: Bevor Kandidaten überhaupt eine Bewerbung versenden, testen sie selbst, ob sie für den Job geeignet sind oder nicht. So kann in der Personalarbeit viel Zeit bei der Vorauswahl von Kandidaten eingespart werden.

Im Internet lassen sich die verschiedenste Persönlichkeitstests und Berufsprofilings finden, viele davon kostenlos. Unter berufsprofiling.de kann man beispielweise einen Online-Test des Instituts für Berufsprofiling machen und die Ergebnisse anschließend per Mail erhalten. Der Test wurde von erfahrenen Psychologen entwickelt und ermittelt mithilfe modernster Diagnostik und Algorithmen die berufliche Orientierung des Teilnehmers.

Unternehmen können jedoch auch eigene Tests bereitstellen, welche interessierte Bewerber durchlaufen und so ihre individuelle Eignung für eine Stelle testen können.

Über Campusjäger kannst du ganz einfach passende Talente finden, welche deinen Anforderungen entsprechen. Mit unserem Bewerberscore-Prinzip ermitteln wir genau, welche Bewerber gut zu einer Stelle passen. Dabei werden nicht nur Hard Skills miteinbezogen, sondern auch relevante Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse. So wird sichergestellt, dass sich nur relevante Kandidaten auf deine Stellenanzeigen bewerben und du unkompliziert und schnell die richtigen Mitarbeiter findest.

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Berufsberatung

Wer lieber eine persönliche Beratung bevorzugt oder wem Online-Tests nicht ausreichen, der kann eine persönliche Berufsberatung in Anspruch nehmen. Diese persönlichen Gespräche sind meist umfangreicher und ermöglichen eine noch detailliertere Einschätzung der Neigungen einer Person.

Gemeinsam mit der beratenden Person werden Stärken und Schwächen ermittelt und individuelle Fähigkeiten und Vorlieben besprochen. Indem Berufe nach Anforderungen und Arbeitsplatzmerkmalen kategorisiert werden, kann anschließend nach Übereinstimmungen gesucht werden. 

Auch hier gibt es verschiedene Anbieter, welche Job- und Ausbildungssuchende unterstützen können. Die Bundesagentur für Arbeit bietet  zum Beispiel eine kostenlose Berufsberatung für Schüler, Studenten, Absolventen und Berufsneuorientierer an. 

Die Eignungsdiagnostik: Welcher Bewerber passt am besten auf die Stelle?

Während des Recruitingprozesses steht die eine Frage im Vordergrund: Welcher Bewerber passt am besten zum Job? Stellen unterscheiden sich in Bezug auf die Anforderungen und Herausforderungen wesentlich voneinander. Das Ziel des erfolgreichen Recruitings besteht darin herauszufinden, welche Personen die Voraussetzungen und Möglichkeiten haben, diese Anforderungen zu erfüllen. 

Im besten Fall ist sich der Bewerber mithilfe eines Self-Assessments oder einer Beratung bereits über sein Persönlichkeitsprofil sowie seine Stärken und Schwächen im Klaren und kann grob einschätzen, ob er für einen Job geeignet ist. Somit kann er sich auf diejenigen Stellen bewerben, bei denen er einen hohen Passungsgrad bezüglich des Person-Job-Fits erwartet.

Das Unternehmen hat nun die Aufgabe, die richtigen Bewerber anzusprechen und schlussendlich den Kandidaten mit dem höchsten Grad an Übereinstimmung zur jeweiligen Stelle zu finden. Wie das am besten klappt?

Um passende Talente mit einer Stellenanzeige anzusprechen ist es notwendig, klare Anforderungen für den Job zu definieren. Dadurch können Bewerber, welche den Anforderungen nicht entsprechen, direkt aussortiert werden. 

Anforderungsprofil erstellen

Wichtig für einen möglichst hohen Person-Job-Fit ist das Erstellen eines Anforderungsprofils. Dadurch kann in der Stellenanzeige direkt deutlich gemacht werden, welche Kriterien für den Job von Bedeutung sind. Nicht nur Abschlüsse und Qualifikationen sollten hierbei beachtet werden, sondern auch Eigenschaften, welche für den Person-Job-Fit relevant sind. Welche Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften sollte der Bewerber mitbringen? Welche Werte, Interessen und Erfahrungen besitzt er?

Anforderungen können beispielsweise sein:

  • Soziale Kompetenz
  • Konfliktfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungskompetenz
  • Anpassungsfähigkeit

Wie genau du ein passendes Anforderungsprofil für deine Stellenazeige erstellst, kannst du in unserem Artikel Anforderungsprofil erstellen nachlesen.

Bewerbungsgespräch und Personalentscheidung

Sind Bewerber mit entsprechenden Anforderungen gefunden worden, so folgen Bewerbungsgespräche und eine anschließende Entscheidung. Hierbei gilt es für die Entscheider, den besten Person-Job-Fit einzuschätzen und die Stelle richtig zu besetzen.

Dafür eignen sich Fragen, welche Auskunft über Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften der Kandidaten liefern. Mit unseren Fragen an Bewerber kannst du viel über die Persönlichkeit eines Bewerbers herausfinden: Spontanität, Problemlösungskompetenz, analytisches Denken und weitere Eigenschaften können so geprüft werden. 

Die Personalentscheidung ist eine komplexe Aufgabe, bei welcher dir außerdem diese Tipps helfen können: Artikel zur Personalauswahl.

Recruiting-Tipp: So gelingt der Person-Job-Fit

Nachdem du jetzt so einiges über den perfekten Person-Job-Fit erfahren hast, ist dir sicherlich eines klar geworden: Die richtige Einschätzung der Passung zwischen Fähigkeiten einer Person und den Anforderungen eines Jobs ist für ein erfolgreiches Recruiting von wichtiger Bedeutung.

Wie du das schaffen kannst, ohne zu viel Zeit und Ressourcen auf den Recruitingprozess zu verschwenden?

Recruiting muss nicht aufwendig und kompliziert sein. Oftmals lässt sich schon im Vorhinein die unangenehme Situation während eines Bewerbungsgesprächs vermeiden, in welcher klar wird, dass Bewerber und Job nicht zueinander passen. Durch die Erstellung eines Bewerberscores und aussagekräftiger Anforderungsprofile können Bewerber schon im Vorhinein aussortiert werden.

Campusjäger unterstützt dich beim gesamten Recruitingprozess und bietet sowohl dir als auch den Kandidaten persönliche Ansprechpartner, damit alle Fragen schnell und unkompliziert geklärt werden können. Mit unserem Bewerberscore-Prinzip und den Unternehmenstags wird schnell für beide Seiten klar, welche Erwartungen und Anforderungen bestehen.

Und das Beste: Erst bei erfolgreicher Vermittlung eines Kandidaten (natürlich mit einem perfekten Person-Job-Fit) ist eine Provision zu zahlen  – bedeutet für dich: null Risiko und einen unkomplizierten, schnellen Recruitingprozess.

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Veröffentlicht am 27.01.2021, aktualisiert am 05.03.2021

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