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Arbeitsvertrag für Minijobber: Muster (Download und Vorschau) - Campusjäger

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Arbeitsvertrag für Minijobber: Muster (Download und Vorschau)

Was ist bei einem Arbeitsvertrag für einen Minijobber zu beachten?

Minijobber bereichern dein Unternehmen: Sie nehmen dir Arbeit ab, für die ein Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigter zu teuer wäre und lassen sich schnell und einfach einstellen.

Was du beim Arbeitsvertrag für Minijobber beachten musst und welche Kosten dabei auf dich zukommen, erfährst du hier.

Inhalt

Was versteht man unter Minijob?

Ein Minijob ist eine Tätigkeit, die entweder als geringfügig entlohnte oder als kurzfristige Beschäftigung anzusehen ist.

Das heißt: Das monatliche Entgelt darf eine bestimmte Summe nicht übersteigen (geringfügig entlohnt) beziehungsweise die Anzahl der Arbeitstage im Jahr ist auf eine bestimmte Zahl begrenzt (kurzfristig).

Dabei kann der Minijobber im privaten Haushalt oder auch im gewerblichen Bereich beschäftigt sein.

Private Minijobber sind beispielsweise Haushaltshilfen in einem Privathaushalt.

Als gewerblicher Minijob gilt eine Beschäftigung dann, wenn die Tätigkeit nicht haushaltsnah ist. Das bedeutet: Alle geringfügigen Beschäftigungen, die nichts mit Kinderbetreuung, Haushaltspflege oder Ähnlichem zu tun haben und bei denen sich der Arbeitsort nicht in einem Privathaushalt befindet, gelten als gewerblicher Minijob.

Er hat außerdem Anspruch auf Mindestlohn.

In Zahlen bedeutet das: Die geringfügige Entlohnung für Minijobs ist auf 450 Euro pro Monat (seit 2013) begrenzt und die kurzfristige Beschäftigung darf 70 Arbeitstage pro Jahr (seit 2015) nicht übersteigen.

Zudem muss der Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde eingehalten werden.

Worin besteht der Unterschied zum sogenannten “Midijob”?

Während der Minijob mit höchstens 450 Euro pro Monat entlohnt wird, liegt die Obergrenze beim Midijob seit 2019 bei 1.300 Euro pro Monat.

Ein Job gilt also dann als Midijob, wenn sich das Gehalt pro Monat zwischen 450,01 Euro und 1.300 Euro befindet.

Der Midijob wurde als Übergangsbereich vom Minijob zur Festanstellung eingeführt. Im Unterschied zum Minijobber muss der Midijobber Abgaben leisten, also Sozialversicherungsbeiträge und Steuern.

Allerdings sind diese wesentlich niedriger als bei Teilzeit- oder Vollzeitangestellten.

Ein Midijobber hat daher – im Gegensatz zum Minijobber – den vollen Rentenanspruch.

Auf was musst du im Arbeitsvertrag des Minijobs achten?

Auch Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub.

Die Anzahl der Urlaubstage ist abhängig von der Anzahl der Arbeitstage. Dabei ist es egal, ob dein Angestellter nur zwei Stunden am Tag arbeitet oder zehn.

Gesetzlich hat ein Minijobber einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen bei einer 6-Tage-Woche. Das heißt 20 Urlaubstage bei einer 5-Stunden-Woche.

Dabei gilt es zu beachten: Aufgrund des Grundsatzes der Gleichberechtigung darfst du deinen Minijobber ohne sachlichen Grund nicht benachteiligen. Das heißt, wenn du deinen Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigten höhere Urlaubsansprüche gewährst, steht dieser auch deinem Minijobber zu.

Ein anderes Thema ist die Probezeit. Da diese in Deutschland gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, muss sie bei Bedarf im Arbeitsvertrag stehen. Die Dauer der Probezeit kannst du entscheiden, solange sie 6 Monate nicht übersteigt.

Eine Probezeit zu vereinbaren hat für dich den Vorteil, dass die Kündigungsfrist währenddessen auf 2 Wochen verkürzt ist und du den neuen Mitarbeiter ohne Angabe von Gründen kündigen kannst.

Auch der Anspruch auf Mindestlohn muss eingehalten werden. Dieser beträgt zurzeit 9,19€/Stunde und ist somit die Untergrenze der im Arbeitsvertrag zu nennenden Arbeitsvergütung.

Grundsätzlich musst du bei dem Arbeitsvertrag für deinen Minijobber vor allem die Obergrenze der geringfügigen Entlohnung (450€/Monat) oder die Obergrenze der kurzfristigen Beschäftigung (70 Arbeitstage/Jahr) beachten.

Und wie ein Arbeitsvertrag über einen Minijob aussehen könnte, siehst du hier:

// Möchtest du dieses Muster verwenden, empfehlen wir dir unbedingt zu prüfen, welche Bestimmungen du übernehmen willst und entsprechend Anpassungen und Ergänzungen vorzunehmen. Gegebenenfalls solltest du hierzu einen Anwalt hinzuziehen. //

Vertrag über geringfügig entlohnte oder kurzfristige Beschäftigung

Zwischen *Unternehmensname und Adresse*

  – im Folgenden Arbeitgeber oder *Unternehmensname* genannt – 

und Herrn/Frau *Vorname Nachname*

– im Folgenden Arbeitnehmer genannt – 

– im Folgenden gemeinschaftlich die Vertragspartner genannt –

 

wird folgender Arbeitsvertrag geschlossen:

 

§ 1 Vertragsgegenstand

  1. Der Arbeitsvertrag beginnt am 01.01.2018. Der Arbeitnehmer wird im Unternehmensbereich Marketing beschäftigt.
  2. Das Arbeitsverhältnis ist als geringfügig entlohnt zu betrachten und ist nicht befristet.

    oder

    Das Arbeitsverhältnis ist als geringfügig entlohnt zu betrachten und ist auf 5 Monate befristet.

    oder

    Das Arbeitsverhältnis ist als kurzfristig zu betrachten und ist auf auf 70 Tage befristet.
  3. Im Rahmen des Arbeitsverhältnisses ist der Arbeitnehmer direkt der Geschäftsleitung unterstellt.
  4. Der Arbeitgeber behält sich vor, das Aufgabengebiet des Arbeitnehmers zu erweitern oder zu beschränken. 

 

§ 2 Probezeit und Kündigung

  1. Die ersten 6 Monate gelten als Probezeit. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.
  2. Das Arbeitsverhältnis kann nach der Probezeit mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Jede Kündigung bedarf der Schriftform. Vor Antritt des Arbeitsverhältnisses ist die Kündigung ausgeschlossen.
  3. Der Arbeitgeber ist im Falle der Kündigung berechtigt, den Arbeitnehmer ohne Angabe der Gründe und unter Weitergewährung der vertraglichen Bezüge zu beurlauben.
  4. Die Kündigung des Vertrages bedarf der Schriftform. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

 

§ 3 Tätigkeit

Der Arbeitnehmer wird als Flyerverteiler eingestellt. Diese Tätigkeit beinhaltet vor allem, aber nicht ausschließlich:

  • _________________
  • _________________
  • _________________
  • _________________
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, auch andere zumutbare Arbeiten auszuführen.

 

§ 4 Arbeitszeit

  1. Die Arbeitszeit beträgt in der Regel 4 Stunden pro Woche.
  2. Die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochen, Wochentage und die Festlegung von Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeiten richten sich nach den Weisungen des Arbeitgebers in Absprache mit dem Arbeitnehmer.
  3. Der Arbeitgeber behält sich Arbeitszeitänderungen wegen erhöhten Arbeitsanfalles und urlaubs- oder krankheitsbedingten Ausfällen anderer Arbeitskräfte vor.

 

§ 5 Arbeitsvergütung

Die Parteien dieses Arbeitsvertrages sind sich einig, dass die jeweils geltenden gesetzlichen Vergütungsgrenzen des Sozialversicherungsrechts für geringfügig entlohnte oder kurzfristige Beschäftigungen eingehalten werden sollen.
  1. Der Arbeitnehmer erhält für seine Tätigkeit eine monatliche Vergütung in Höhe von brutto 450 Euro / einen Stundenlohn von 10 Euro.
  2. Aufgrund von schwankenden Einsatzmöglichkeiten, reicht der Arbeitnehmer zum Ende des Monats einen Stundenzettel mit erbrachten Stunden ein, nach welchem das Gehalt abgerechnet wird.
  3. Die Abrechnung von Dienstreisen erfolgt nach den bei dem Arbeitgeber geltenden gesetzlichen und betrieblichen Regelungen.
  4. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede Änderung der steuerlichen bzw. versicherungsrechtlichen Verhältnisse – insbesondere, wenn neben diesem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis ein weiteres aufgenommen wird – dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.
  5. Die Überweisung des Arbeitsentgelts erfolgt auf das folgende Konto:
    Name des Kontoinhabers:
    Name der Bank:
    IBAN:
    BIC:

 

§ 6 Hinweis zur gesetzlichen Rentenversicherung

Der Arbeitnehmer hat erklärt, dass er

sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen möchte. Der schriftliche Befreiungsantrag ist dem Arbeitgeber übergeben worden.

oder

in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert bleiben möchte.

Er wurde darüber belehrt, dass er verpflichtet ist, die Differenz zwischen dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers und dem tatsächlichen Rentenbeitrag in Höhe von derzeit 3,6 % zu zahlen.

Der Beitrag berechnet sich mindestens aus der Mindestbeitragsbemessungsgrenze in Höhe von 175,00 € bzw. aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt. Der Beitrag wird von dem Arbeitsentgelt einbehalten und direkt von dem Arbeitgeber an den Rentenversicherungsträger abgeführt.

Der Arbeitnehmer wurde darüber informiert, dass die Erklärung auch für mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse nur einheitlich erklärt werden kann und für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses bindend ist.

 

§ 7 Urlaub

  1. Der Arbeitnehmer hat für jedes volle Kalenderjahr Anspruch auf 20 Werktage Urlaub.
  2. Der Erholungsurlaub ist bis zum 31.12. des Kalenderjahres zu nehmen. Bei Eintritt oder Ausscheiden während eines Kalenderjahres wird der Urlaub anteilig gewährt.
  3. Der Arbeitgeber gewährt zusätzlich einen vertraglichen Urlaub von weiteren 5 Arbeitstagen.
  4. Bei der Festlegung des Urlaubs werden die Wünsche des Arbeitnehmers berücksichtigt, soweit sie mit den betrieblichen Belangen vereinbar sind.
  5. Urlaub dient der Erhaltung der Gesundheit und ist in dem Jahr des Anspruchs zu nehmen.
  6. Die Lage des Urlaubs ist mit dem Arbeitgeber abzustimmen.
  7. Die recht­liche Behandlung des Urlaubs richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

 

§ 8 Personenbezogene Daten

Der Arbeitnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass seine personenbezogenen Daten automatisiert mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung durch den Arbeitgeber bzw. von ihm beauftragte Dritte gespeichert und/oder verarbeitet werden dürfen, insbesondere für Zwecke der Abrechnung.

 

§ 9 Verschwiegenheitspflicht

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, während der Dauer des Arbeitsverhältnisses und auch nach Ausscheiden, über alle Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren.

 

§ 10 Nebentätigkeit

Jede entgeltliche oder das Arbeitsverhältnis beeinträchtigende Nebenbeschäftigung ist nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig.

 

§ 11 Ausschlussfrist

Die Vertragsparteien müssen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis innerhalb von drei Monaten nach ihrer Fälligkeit schriftlich geltend machen und im Falle der Ablehnung durch die Gegenseite innerhalb von weiteren drei Monaten einklagen. Andernfalls erlöschen sie. Für Ansprüche aus unerlaubter Handlung verbleibt es bei der gesetzlichen Regelung.

 

§ 12 Sonstige Vereinbarungen

Sonstige Vereinbarungen über den Inhalt dieses Vertrages hinaus bestehen nicht.

oder

Es bestehen noch folgende sonstige Vereinbarungen:

Ergänzungen und Änderungen dieses Vertrages sind nur wirksam, wenn sie schriftlich erklärt wurden. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.

 

§ 13 Schlussbestimmungen

Dieser Vertrag bleibt auch dann gültig, wenn sich einzelne Bestimmungen als ungültig erweisen sollten. Die betreffende Bestimmung ist dann so auszulegen, dass die mit ihr ursprünglich angestrebten wirtschaftlichen und rechtlichen Zwecke so weit wie möglich erreicht werden.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, dem Arbeitgeber unverzüglich über Veränderungen der persönlichen Verhältnisse wie Familienstand, Kinderzahl, Adresse, Mitteilung zu machen.

Ich bestätige, beide Vertragsausfertigungen gelesen zu haben.

Muster Minijob Vertrag Download

Du willst diesen Minijob Vertrag als kostenlosen Download? Wir schicken ihn dir gerne zu – ob als PDF oder als Word-Datei. Fülle einfach das folgende Formular aus und wir senden dir beide Dateien direkt an deine E-Mail-Adresse.

Arbeitsvertrag Minijob Muster

Mit Abschicken willigst du ein, dass Campusjäger dir den regelmäßigen Newsletter mit Informationen zu den Themen HR, Recruiting und Employer Branding sowie dem Unternehmen und Leistungen per E-Mail zuschicken darf. Nach erfolgreicher Anmeldung erhältst du als Gegenleistung ein Muster für einen Arbeitsvertrag für Minijobber als PDF und Word-Datei. Deine Einwilligung kannst du jederzeit widerrufen. Beachte auch unsere Datenschutzhinweise.

Rechtlicher Hinweis: Der Arbeitsvertrag ist auch für einen Minijob ein wichtiges Thema und sollte zusammen mit einem Rechtsanwalt erstellt werden. Der Mustervertrag und die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich als Informationsquelle. Da es oft auf den Einzelfall ankommt, können wir keine Garantie für die Richtigkeit geben.

Die Anmeldung des Minijobs

Als Erstes muss dein neuer Mitarbeiter angemeldet werden. Dafür brauchst du die Betriebsnummer deiner Firma.

Danach füllt der künftige Minijobber einen Personalfragebogen aus, welcher darüber entscheidet, wie hoch die zu zahlenden Beiträge sind und ob überhaupt Beiträge anfallen. Aber Achtung: Der Personalfragebogen ersetzt nicht den Arbeitsvertrag.

Als nächstes musst du deinen künftigen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden. Nun fallen die ersten Beiträge an, dessen Nachweise von dir eingereicht werden müssen.

Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Beschäftigung offiziell.

Dein neuer Mitarbeiter muss außerdem bei der Unfallversicherung und bei der Minijob-Zentrale gemeldet werden.

Lohnnebenkosten: Was kostet ein Minijobber?

Minijobber selbst zahlen keine Abgaben oder Beiträge: also weder Steuern noch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Aus der Sicht des Arbeitgebers muss zwischen geringfügig entlohnten und kurzfristig beschäftigten Minijobbern unterschieden werden. Dabei auch zwischen Minijobbern aus dem gewerblichen und Minijobbern aus dem privaten Bereich.

Krankenversicherung

Bei einem Minijob im gewerblichen Bereich zahlst du einen Pauschalbeitrag von 13 % zur Krankenversicherung. Dieser Betrag errechnet sich aus dem Bruttogehalt deines Minijobbers und darf nicht von dessen Gehalt abgezogen werden.

Ist der Minijobber privat versichert, fällt der Beitrag vollständig weg.

Bei einer Beschäftigung im privaten Bereich fällt für dich eine Abgabe von 5 % an die Krankenversicherung an.

Rentenversicherung

Der gewerbliche Arbeitgeber und dessen Minijobber tragen den vollen Beitrag zur Rentenversicherung von 18,6 % gemeinsam. Der Pauschalbeitrag beträgt immer 15 % und muss von dir gezahlt werden.

Wenn der Minijobber rentenversicherungsfrei ist oder sich von der Rentenversicherungspflicht befreit hat, fallen die restlichen 3,6 % weg. Du weist lediglich die Zahlung des Pauschalbeitrags von 15 % im Beitragsnachweis unter der Beitragsgruppe 0500 nach.

Ist er rentenversicherungspflichtig, ziehst du den restlichen Beitrag von 3,6 % von seinem Gehalt ab und weist die Zahlung des vollen Rentenversicherungsbeitrags im Beitragsnachweis unter der Beitragsgruppe 0100 nach.

Ist dein Minijobber ein kurzfristig Beschäftigter, so fallen für beide Seiten keine Rentenversicherungsbeiträge an.

Für einen Minijobber im privaten Bereich zahlst du als Arbeitgeber einen Beitrag von 5% des Verdienstes an die Rentenkasse.

Sozialversicherung

Bei einem geringfügig entlohnten als auch bei einem kurzfristig beschäftigten Minijobber fallen keine Sozialversicherungsabgaben an.

Steuern

Bei geringfügiger Entlohnung – also bei einem Verdienst von höchstens 450 Euro pro Monat – kannst du als Arbeitgeber entscheiden, ob der Minijob mit der Pauschale von 2 % besteuert wird oder nach der Lohnsteuerklasse deines Minijobbers. Die Pauschalsteuer beinhaltet die Lohn- und Kirchensteuer, als auch den Solidaritätszuschlag.

Abgaben im Überblick

  • Krankenversicherung: 13 % im gewerblichen Bereich, 5 % bei Beschäftigung im privaten Bereich, keine Beiträge bei kurzfristiger Beschäftigung

  • Rentenversicherung:

    gewerblich: wenn rentenversicherungspflichtig → 18,6 % insgesamt, wobei 3,6 % von seinem Gehalt abgezogen werden und wenn rentenversicherungsfrei → 15 % insgesamt, wovon nichts von seinem Gehalt abgezogen werden darf
    privat: 5 % an die Rentenversicherung
    kurzfristig: keine Beiträge

  • Sozialversicherung: keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Beiträge zur Pflege- und Arbeitslosenversicherung

  • 2 % Pauschalsteuer oder Besteuerung nach Lohnsteuerklasse

  • 0,9 % Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit (Umlage 1)

  • 0,19 % Ausgleich für Aufwendungen bei Mutterschaft, also Mutterschutz (Umlage 2)

  • 0,06 % Umlage falls es zur Insolvenz kommt, bei Beschäftigung im privaten Haushalt kommt es hier zu keinen Beiträgen

Vorteile des Minijobs

Aus der Sicht des Arbeitgebers hat ein Minijob mehrere Vorteile:

Hauptsächlich hilft er dir, dein Unternehmen bei Problemen oder plötzlichen Änderungen im Markt abfangen zu können. Das heißt, du kannst einen Minijobber beispielsweise kurzfristig einstellen, um Aufgaben zu erledigen, die ungeplant angefallen sind oder für die eine Teilzeit- oder Vollzeitkraft zu teuer wäre.

Außerdem sind Minijobber sozialversicherungsfrei. Als Arbeitgeber zahlst du also nur Teile der Abgaben und Steuern, die du sonst für eine Teilzeit- oder Vollzeitkraft zahlen würdest.

Finde deinen Minijobber mit der perfekten Stellenanzeige

Veröffentlicht am 07. August 2019, zuletzt aktualisiert am 17. October 2019

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