Was macht eine gute Karriereseite aus?

Eine Karriereseite für das eigene Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung im Recruiting. Doch nicht alle erkennen deren Bedeutung an und stecken dementsprechend nicht genug Zeit in die Entwicklung. Fehlende Ansprechpartner, sinnloses Rumgeklicke und abgebrochene Bewerbungen sind die Folge.

Finde heraus, wie du den ersten Eindruck beim Bewerber nutzt und deine Karriereseite perfekt auf dessen Bedürfnisse abstimmst.

Inhalt

Was ist eine Karriereseite?

Mit der Karriereseite stellt sich dein Unternehmen beim Bewerber vor. Sie ist Teil deiner Personalmarketing-Strategie und sollte die Arbeitgebermarke repräsentieren.

Im Recruiting ist die eigene Karriereseite eines Unternehmens neben Jobbörsen und Mitarbeiterempfehlung einer der Top-3-Recruiting-Kanäle, unabhängig von der Größe eines Unternehmens.

Kandidaten auf allen Karrierelevels nutzen die Karriereseite, um sich zu informieren und zu einer Entscheidung zu kommen.

Dabei ist sie auch der persönlichste Teil der Unternehmenswebseite. Deshalb werden nicht nur Kandidaten die Seite besuchen, sondern auch andere Interessierte könnten einmal die Team- und Karriereseite des Unternehmens besuchen, bevor sie in Kontakt treten.

So sehen sie bereits den Ansprechpartner oder bekommen ein Gefühl für die Arbeitskultur. Es lohnt sich demnach, beim Einrichten der Karriereseite strukturiert vorzugehen.

Ziele einer Karriereseite

Das oberste Ziel der Karriereseite ist es, alle wichtigen Fragen eines Kandidaten und Bewerbers zu beantworten.

Die folgenden Fragen stellen sich Bewerber häufig, wenn sie darüber nachdenken sich bei einem Arbeitgeber zu bewerben und können dir als Leitfaden dienen:

  • Gibt es beim Unternehmen Jobs, die zu mir passen?
  • Wie kann ich mich bewerben?
  • Reicht ein Social-Media-Profil oder muss es eine komplette Bewerbung sein?
  • Wie läuft der weitere Prozess?
  • Wo stehe ich gerade im Prozess?
  • Was sind wirklich die Aufgaben bzw. Anforderungen des Jobs? Passe ich dazu?
  • Entspricht mein Profil den Erwartungen, dass eine Bewerbung überhaupt Sinn macht? Bin ich gut genug?
  • Oder genau anders herum: Entspricht der Job wirklich meinen Erwartungen?
  • Bin ich da wirklich gefordert?
  • Lohnt es sich, für diesen Job zu wechseln?
  • Wie sind das Umfeld und die Kultur in der Abteilung?
  • Wer sind meine Vorgesetzten?
  • Wer meine Kolleginnen und Kollegen?

Um bei der Entscheidungsfindung zu helfen, sollte die Karriereseite das Unternehmen greifbar und erlebbar machen.

Je stärker die Bekanntheit eines Unternehmens, umso eher kommen Bewerber auch direkt auf die Karriereseite, um nach offenen Stellen zu suchen. Dann ist es besonders wichtig, dass die eigene Webseite auch wirklich als Ausschreibungsplattform genutzt wird.

Dennoch sind auch bei eher unbekannten Unternehmen die Stellenausschreibungen auf der offiziellen Karriereseite wichtig. Finden Bewerber einen Job auf einer Jobbörse, aber nicht auf der eigenen Karriereseite, gehen einige davon aus, dass die Stelle bereits besetzt wurde. So könntest du wertvolle Bewerber verlieren.

Die Karriereseite ist außerdem eine Möglichkeit Initiativbewerbungen zu erzeugen. Kandidaten, die sich nicht auf ein konkretes Stellenangebot bewerben, haben häufig ein hohes Interesse am Unternehmen.

Das ist eine gute Voraussetzung für eine motivierte und langfristige Zusammenarbeit.

Dies alles spricht dafür, dass du dich eingehend mit der Erstellung deiner Karriereseite auseinandersetzt. Und nicht vergessen: Du hast für einige der Besucher sogar bezahlt!

Wenn du beispielsweise über bezahlte Werbung oder durch kostenpflichtige Stellenanzeigen auf Jobbörsen o.ä. auf euch aufmerksam machst und die Kandidaten auf die Karriereseite lockst, sollte das Ziel sein diese dann auch zur Bewerbung zu überzeugen.

Nutzen der Karriereseite für das Employer Branding

Employer Branding ist der zielgerichtete Aufbau der Arbeitgebermarke, die neue Angestellte anzieht und Mitarbeiter ans Unternehmen bindet.

Um das Unternehmensimage bei diesen Anspruchsgruppen zu verbessern, werden Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung mit der Arbeitgebermarke im Fokus durchgeführt.

Wie du im als Arbeitgeber überzeugst und dabei vorgehst, erfährst du in unserem ausführlichen Guide zum Employer Branding inklusive Best Practices zur Inspiration.

Die folgenden Fragen, die du dir im Rahmen des Employer Branding stellen kannst, solltest du im Hinterkopf behalten:

  • Was repräsentiert dein Unternehmen?
  • Was macht dein Unternehmen einzigartig?
  • Wie transparent ist deine Firma?
  • Wie sieht es mit deinem Arbeitgeberimage aus?
  • Wie kannst du dich von deiner Konkurrenz abgrenzen?
  • Kennst du deine Zielgruppen?  

Einer der Bausteine deiner Employer-Branding-Strategie kann auch die Darstellung als Arbeitgeber auf der Karriereseite sein. Nutze deshalb die Fragen, um den Inhalt und die Gestaltung deiner Karriereseite aufzubauen.

Wichtige Inhalte für den Aufbau einer Karriereseite

Nachdem die Employer Brand klar definiert ist, ist es leichter die Texte für die Karriereseite zu formulieren. Außerdem kannst du die Inhalte so auswählen, dass sie deine Ziele und Strategie unterstützen.

Für den Aufbau der Karriereseite haben wir dir hier eine Übersicht der möglichen Bereiche aufgestellt. Nicht alle Themen müssen für dein Unternehmen von Bedeutung sein.

Diese Inhalte kann die Karriereseite enthalten:

  • Was das Unternehmen macht: Diesen Punkt vergessen viele. Aber behalte in Erinnerung, dass manche direkt von einem deiner Recruiting-Kanäle auf deine Karriereseite verwiesen werden und das Unternehmen möglicherweise noch nicht kennen.
  • Vision: Eine langfristige Vision, die begeistert, motiviert nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern zeigt auch Bewerbern, ob sie daran mitarbeiten wollen. Kultur und Unternehmensalltag: Stelle dar, wie der Alltag im Unternehmen aussieht und worauf bei euch wert gelegt wird. Binde relevante Social-Media-Kanäle ein, auf denen dein Unternehmen aktiv Einblick in den Alltag gibt.
  • Kultur und Unternehmensalltag: Stelle dar, wie der Alltag im Unternehmen aussieht und worauf bei euch Wert gelegt wird. Binde relevante Social-Media-Kanäle ein, auf denen dein Unternehmen aktiv Einblick in den Alltag gibt.  
  • Teams: Bewerber wollen wissen, mit wem sie zusammenarbeiten würden. Eine Teamseite mit Bild wirkt am persönlichsten. Du kannst auch Mitarbeiterzitate sammeln und einfügen, sodass der Bewerber seine zukünftigen Kollegen noch besser einschätzen kann. Zusätzlich wirken Stimmen von Mitarbeiter authentischer, wenn du von den Vorteilen des Unternehmens überzeugen möchtest.
  • Führungskräfte: Ein häufiger Kündigungsgrund ist der Vorgesetzte. Kommt ein Kandidat nicht mit seinem derzeitigen Chef aus, wird er definitiv beim nächsten Arbeitgeber viel Wert auf die Arbeitsatmosphäre legen. Deshalb kann es ein wichtiger Aspekt im Bewerbungsprozess sein, Führungskräfte und Teamleads frühzeitig vorzustellen.
  • Leistungen und Arbeitgebervorteile: Welche Vorteile hat ein Mitarbeiter im Unternehmen? Gibt es eine berufliche Altersvorsorge, Zuschüsse und Weiterbildungsangebote? Sei dabei so konkret wie möglich. Eine gute Work-Life-Balance definiert jeder für sich selbst unterschiedlich. Schreibe lieber flexible Arbeitszeit, Gleitzeit oder Teilzeit.
  • Karrieremöglichkeiten und Einstiegsmöglichkeiten für verschiedene Berufslevels
  • Stellenangebote: Die freien Stellen sollten gut sichtbar auf der Karriereseite platziert sein. Relevante Filter unterstützen den Bewerber bei der Suche. Die Stellenanzeige sollte komfortable Bewerbungsmöglichkeiten bieten – beispielsweise die One-Click-Bewerbung.

Einen ausführlichen Guide, wie du die perfekte Stellenanzeige schreibst, findest du hier.

  • FAQ: Hier kannst du auf häufige Fragen eingehen, die du so von Bewerbern gestellt bekommst.
  • Bewerbungs-/Interviewprozess: Kommuniziere deutlich, welche Schritte ein Bewerber zu erwarten hat. Damit weiß er Bescheid und bricht nicht zwischendurch einfach ab. Die bereits investierte Zeit deinerseits wäre dann umsonst.
  • Kontaktdaten: Hat der Kandidat noch offene Fragen, kann er sich telefonisch oder per E-Mail melden und sich beispielsweise erkundigen, ob ein bestimmtes Stellenangebot noch aktuell ist.
  • Optional, aber ein tolles Extra: Der eigene Karriere-Blog mit Insights aus dem Unternehmensalltag, Erfahrungsberichten und tollen Geschichten. Die Umsetzung ist stark abhängig von deinen Kapazitäten und der Motivation der Mitarbeiter dort mitzuhelfen.

Erfolgsfaktoren der besten Karriereseiten

Einige Karriereseiten sind eher langweilig und bekommen eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit im Unternehmen. Doch durch was zeichnen sich gute Karriereseiten aus?

Bilder und Videos

Fotos und Videos helfen dem Bewerber, sich das Unternehmen besser vorzustellen. Verwende echte Fotos vom Büro, den Menschen und zum Beispiel vergangenen Mitarbeiter-Events.

Verzichte auf Stockfotos, die Teamgeist und lachende Menschen zeigen, denn damit kannst du nicht aus der Masse hervorstechen. Außerdem erkennt der Kandidat, dass die Fotos nicht echt sind.

Damit sind wir auch bereits beim nächsten Punkt.

Persönlichkeit und Authentizität

Die oberste Regel, um auf der Karriereseite einen echten Eindruck zu geben, ist es, die Unternehmenskultur so zu beschreiben, wie sie ist. Überlege dir beim Formulieren der Texte, ob deine Kollegen dir zustimmen würden.

Versuche Floskeln zu vermeiden und keine austauschbaren Werte wiederzugeben, die bei jedem zweiten Unternehmen zu finden sind. Ehrlichkeit zählt!

Mit der Einbindung von kununu oder Glassdoor in die eigene Seite kannst du Transparenz zeigen und dem Bewerber Bewertungen von Mitarbeitern und anderen Kandidaten aus erster Hand bieten.

Die meisten informieren sich sowieso über solche Plattformen über den zukünftigen Arbeitgeber.

Klarer Call-to-action

Ein gut sichtbarer "Jetzt bewerben"- Button generiert laut Webwalker 40% mehr Klicks als ein "versteckter" Button.

Auch interessant sind kontextuelle Feedback-Surveys, die an der Seite einer Stellenbeschreibung aufploppen und dem Besucher verschiedene Antwortmöglichkeiten auf eine Frage vorgeben.

Die Besucher können so Dinge gefragt werden wie: "Welche Benefits sind dir besonders wichtig?", "Was ist deine Lieblingsprogrammiersprache?" oder "Welche Informationen fehlen dir in der Stellenausschreibung?".

Webwalker hat herausgefunden, dass die Response Rate um mehr als 25% steigt, wenn man im richtigen Moment fragt. Zum einen interagiert der Besucher mit der Stellenanzeige, und ist dadurch involvierter und aufmerksamer. Gleichzeitig verbessert du die Candidate Experience, da der Bewerber sich gleich beim ersten Kontakt mit deinem Unternehmen ernst genommen fühlt.

Antworten auf Fragen wie "Welche Informationen fehlen dir in der Stellenausschreibung?" können dir wichtige Hinweise auf die Optimierung der Stellenausschreibung geben, um fortan mehr Besucher zu einer Bewerbung bewegen zu können.

Tipp: Was dir auch zu einer besseren Konvertierungsrate von Besucher zu Bewerber helfen kann ist, wenn du Bewerbungsabbrecher direkt nach dem Grund für den Abbruch fragst. Auch hier kannst du direkt Antwortmöglichkeiten vorgeben - wie beispielsweise: "Formular zu lang", "Der Prozess ist zu aufwendig", "Technische Schwierigkeiten", "Ich war nur neugierig". Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher dir eine Antwort geben wird.

Arbeitgebermarke integrieren

Das oben bereits genannte Employer Branding sollte deutlich auf der Karriereseite sichtbar sein. Dazu gehört neben der Gestaltung auch der inhaltliche Teil. Wie wird die Arbeitgebermarke wirklich gelebt und was ist den eigenen Mitarbeitern wichtig?

Mach doch einfach mal eine interne Umfrage oder besprich mit Kollegen in der Mittagspause, was ihnen wichtig ist.

Es soll Spaß machen

Hast du schon einmal eine Karriereseite angeschaut und dabei geschmunzelt? Oder dir gedacht, dass du genau mit diesem Team gerne arbeiten würdest? Passt die humorvolle Seite zu deinem Unternehmen, dann sieh das Ganze doch mal lockerer – wie das Team von TechDivison, deren Karriereseite einfach sympathisch ist.

Eine Karriereseite sollte inspirieren und dem Kandidaten Lust machen, sich zu bewerben. Mit Recruiting Games auf der Seite oder im Bewerbungsprozess kannst du genau das erreichen.

Lohnt sich das eigentlich? Sind Recruiting Games erfolgreich oder nur verspieltes Geld? Recruiting Games gibt es als Selbsttest oder im Auswahlverfahren. Mehr dazu.

Karriereseite auffindbar machen

Der Link zur Karriereseite im Footer oder als Untermenüpunkt in der Kategorie Unternehmen? Je länger der Weg zum Ziel, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein potenzieller Bewerber abspringt.

Vor allem, wenn du dringend nach neuen Mitarbeitern suchst – aber auch sonst – ist es zu empfehlen, den Link zur Karriereseite im Hauptmenü der Webseite zu platzieren.

Auch in den Ergebnissen von Suchmaschinen sollte die Karriereseite auftauchen. Dazu ist eine Optimierung der Seite sinnvoll. Diesen Themenbereich nennt man auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und ist häufig im Marketing eines Unternehmens angesiedelt.

Du kannst zum Beispiel dort nach Unterstützung fragen. Grundsätzlich geht es darum, dass deine Seite nicht nur gefunden wird, wenn ein Nutzer den Unternehmensnamen und Jobs oder Karriere eingibt, sondern eben auch für andere Suchanfragen, zum Beispiel “Abschlussarbeit Fachinformatiker”.

Zielgruppenorientierte Inhalte

Schüler, die nach Azubi-Stellen suchen, benötigen andere Informationen als eine Führungskraft. Die Ansprache der Zielgruppe anhand von einzelnen Unterseiten oder Microsites ermöglicht es, die passenden Inhalt mit Mehrwert zu bieten.

Die Unterteilung kannst du anhand dieser Kategorien machen:

  • Nach Einstiegslevel
  • Nach Funktion
  • Nach Job-Kategorie
  • Nach Standort

Personalisierung

Wird im ersten Schritt der Name eines Nutzers oder dessen Einstiegslevel abgefragt, kann die Karriereseite angepasst ausgespielt werden.

Auch die detaillierte Eingabe eines eigenen Suchprofils, das gespeichert werden kann und mit einem Job-Alert verknüpft wird, unterstützt die persönliche Ansprache des Kandidaten. Der Job-Alert informiert den Kandidaten dann über passende Jobs zum Beispiel per E-Mail.

Die Personalisierung der Karriereseite ist allerdings umstritten. Anders als im E-Commerce – wo die personalisierte Anzeige der richtigen Schuhgrößen von Vorteil sein kann – kann es bei der Jobsuche auch frustrierend sein, wenn nicht alle Informationen angezeigt werden.

Eine strukturierte Seite mit einer intuitiven Navigation reicht in vielen Fällen aus.

Mobile Nutzung

Mobil-optimierte Webseiten sollten eigentlich keinen Erfolgsfaktor darstellen, da es sich um eine Selbstverständlichkeit handeln sollte. Immer mehr Kandidaten verwenden ihr Smartphone zur Suche nach einem neuen Job. Eine gute Usability am Smartphone sollte also gegeben sein.

Worauf du im Mobile Recruiting achten solltest und welche weiteren Kanäle und Optimierungen sinnvoll sind, erfährst du hier.

Chatbots im Recruiting

Immer mehr Unternehmen setzen einen Chatbot zur Unterstützung des Recruiting-Prozesses auf der Karriereseite ein. Der Vorteil: Dieser ist immer und überall erreichbar und spart Zeit, da offene Fragen direkt beantwortet werden.

Stell dir vor, ein Besucher gelangt auf die Karriereseite und wird vom Chatbot begrüßt. Der Chatbot gibt verschiedene Optionen, wie er dem Nutzer helfen kann. Er sucht Stellen heraus, indem er die Filter (Ort, Arbeitsbereich, Erfahrung etc.) abfragt.

Die passenden Stellen werden präsentiert und der Nutzer kann direkt offene Fragen zu den einzelnen Positionen klären. Natürlich kann anschließend die Bewerbung direkt über den Chatbot erfolgen.

Sind keine passenden Stellen dabei, fragt der Chatbot die Kontaktdaten ab und bietet eine Benachrichtigung bei neuen Stellen an. Da Bewerbungen häufig außerhalb der Arbeitszeit erledigt werden müssen, ist der Chatbot eine gute Möglichkeit auch dann Support anzubieten.

Mehr zur Nutzung von Chatbots im Recruiting kannst du im entsprechenden Artikel nachlesen.

Best Practices: Karriereseiten-Beispiele

Um die für dein Unternehmen passende Karriereseite aufzubauen gilt es, auch immer wieder zu testen und zu verbessern. Technische Anforderungen und Bildschirmgrößen sind nicht das einzige, was sich im Normalfall über die Zeit ändert.

Auch neue Informationen im Unternehmen oder Bedürfnisse der Nutzer machen das regelmäßige Updaten der Karriereseite erforderlich.

Um dich beim Aufbau und der Optimierung zu unterstützen, haben wir einige Beispiel-Karriereseiten gesammelt, die wesentliche Erfolgsfaktoren abdecken.

Kapten & Son

Die Taschen und Accessoire Marke bietet eine sympathische Seite, die nicht zu überladen ist. Mit hilfreichen Filtermöglichkeiten lassen sich Jobs nach Abteilung, Stadt oder Suchbegriff finden.

Das Fotomaterial auf der Karriereseite von Kapten & Son ist authentisch und trotzdem stylisch – passend zur Modemarke. Auch wenn eine konkrete Beschreibung dessen, was das Unternehmen macht, fehlt, sind die Texte überzeugend. Die Sprache ist persönlich und an die Arbeitgebermarke angepasst.

Kapten & Son Karriereseite

KRY

Die Karriereseite des Gesundheitsunternehmens KRY ist clean gehalten und trotz kleiner Anzeigefehlern ansprechend. Die Option, sich mit dem Unternehmen zu verbinden, hat uns besonders gut gefallen.

Direkt im Header der Webseite gelangt der Nutzer über die Schaltfläche “Connect” zum Kontaktformular. Dort lassen sich Themen und Jobbereiche eintragen, die dem Nutzer interessant erscheinen und mit Eingabe der E-Mail-Adresse oder des LinkedIn-Profils wird der Kontakt gewährleistet. So hat das Recruiting die Möglichkeit, einen Talentpool anhand der Daten der LinkedIn-Profile aufzubauen und bei offenen Jobs direkt den richtigen Kandidaten anzusprechen.

KRY Karriereseite

Vodafone

Vodafone bietet an mehreren Stellen der Karriereseite eine Auswahlmöglichkeit, die auf die spezielle Zielgruppe eingeht:

  • Ausbildung & duales Studium
  • Praktikum & Trainee
  • Berufseinsteiger & -erfahrene

Für Fragen und Infos für die einzelnen Zielgruppen gibt es in einem eigenen Vodafone-Magazin namens Featured auch eine Karriere-Kategorie.

Vodafone Karriereseite

Zudem hat sich das Recruiting-Team des Unternehmens entschieden den CompanyMatch Score als Besonderheit in die Seite einzubinden. Durch die Beantwortung einiger Fragen, wird ein MatchingScore errechnet, der aussagen soll, wie gut ein Bewerber zum Unternehmen passt.

Die Fragen bestehen hauptsächlich auf der Einordnung bestimmter Werte nach Wichtigkeit für den Bewerber. Die Ergebnisse werden anschließend mit denen der Unternehmen abgeglichen. Den Score kann der Bewerber anschließend bei der Bewerbung mit angeben.

Das Ganze klingt nach einer spannenden Idee. Die Aussagekraft des Scores hängt allerdings stark davon, ab wer im Unternehmen den Fragebogen durchgeklickt hat.

Vodafone JobMatchingScore

dm

Ein Foto aus der Filiale zeigt zum Einstieg einen echten Moment aus dem Alltag einer Mitarbeiterin und überzeugt so mit Persönlichkeit und Authentizität.

Die Karriereseite des beliebten Drogeriemarktes dm ist ansonsten nach den einzelnen Arbeitsbereichen des Unternehmens gegliedert und bietet so wertvolle Inhalte zu den einzelnen Abteilungen und Aufgaben.

Einziger Verbesserungspunkt: Als Nutzer muss man dem kurzen Reflex widerstehen, alles wegzuklicken, was am oberen Bildschirmrand erscheint und aussieht wie ein Cookie-Banner. Denn: Nur so kann die Leiste mit der direkten Stellensuche genutzt werden.

dm drogeriemarkt Karriereseite

Besonders hilfreich, sind die nützlichen Tipps für Bewerbungen. Als Angebot für den Bewerber klären sie Unsicherheiten und gewährleisten außerdem eine höhere Qualität eingehender Bewerbungen. Win-Win!

dm drogeriemarkt Tipps zur Bewerbung

Fazit

Die Karriereseite ist als einer der drei Top-Recruiting-Kanäle wichtig, um Unternehmen für Bewerber und auch Mitarbeiter darzustellen. Sie ist meist die erste oder zweite Seite, die Kandidaten besuchen, wenn sie über eine Suchmaschine direkt kommen oder über einen anderen Recruiting-Kanal auf Unternehmen aufmerksam werden.

Sie beantwortet – wenn sie richtig gemacht ist – alle Fragen zur Entscheidungsfindung und hilft dem Kandidaten seine Bewerbung zu schreiben.

Sie sollte keine Ansammlung von Floskeln sein, sondern letztlich Lust machen sich zu bewerben.

Veröffentlicht am 19.05.2020, aktualisiert am 22.10.2020

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