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Bewerbungsgespräch als Arbeitgeber vorbereiten - Campusjäger

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Bewerbungsgespräch als Arbeitgeber vorbereiten

Mit vielen Tipps und Checkliste für das perfekte Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräche machen nicht nur so manchen Bewerber nervös – auch der ein oder andere Arbeitgeber begegnet dieser Situation mit Unbehagen. Damit du selbstbewusst in das nächste Bewerbungsgespräch gehen kannst, geben wir dir einige einfache Tipps mit. 

Warum ist das wichtig? Eine gute Vorbereitung ermöglicht dir entscheidende Vorteile, wie etwa Selbstbewusstsein in der künstlichen Situation des Gesprächs zu entwickeln und die nötige Kontrolle über den Verlauf zu behalten. Damit schaffst du optimale Bedingungen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Du hast dafür keine Zeit?

Das klingt zwar nach zusätzlicher Arbeit, mit unserer Übersicht von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung des Bewerbungsgesprächs und Bewertung der Kandidaten, sparst du langfristig jedoch Zeit.

Ausgeführt sind diese Etappen des Interviews mit Tipps und Tricks, strukturellen Leitfäden, Fragenkatalogen, Beispielen und Checklisten.

Du siehst: Kein Platz für Unsicherheiten.

Die richtigen Bewerber finden

Grundlage, um neue qualifizierte Mitarbeiter zu finden, stellt deine Ausschreibung dar. Eine gut geschriebene Stellenanzeige lässt keine Fragen offen und spricht genau die Richtigen an. Außerdem sollte sie online in möglichst vielen Jobportalen zu finden sein, damit du das ganze Potenzial ausschöpfen kannst. Bei der Vielzahl an Portalen ist dies händisch kaum noch zu bewältigen.

Für dieses Problem haben wir eine Lösung für dich entwickelt: Stellenanzeigen, die über Campusjäger erstellt werden, werden automatisch auf relevanten Jobbörsen geteilt. Eingehende Bewerbungen kannst du außerdem zentral einsehen. So verlierst du nie den Überblick und hast mehr Zeit, dich auf deine Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Probier es doch gleich mal aus. ;-)

Hast du interessante Bewerber gefunden, beginnt die Arbeit für dich. Wir zeigen dir jetzt, wie du dich am besten vorbereitest.

Vorbereitung der Rahmensituation

Die meisten Kandidaten schreiben mehr als eine Bewerbung und werden entsprechend auch zu mehr als einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Daher solltest du das persönliche Gespräch auch dazu nutzen, um dich im besten Licht zu präsentieren, Stichwort: Employer Branding.

Du führst das Interview, du hast die Kontrolle – nutz das!

Dazu gehören neben der strukturell und inhaltlich schlüssigen Erscheinung des gesamten Ablaufs auch die Rahmenbedingungen. Von der Einladung über die Begrüßung bis hin zur Verabschiedung. Je klarer und stimmiger der Gesamtauftritt, desto überzeugender wirkst du.

Es ist wichtig, dass du dich mit deinen Kollegen abstimmst und den Ablauf klärst.

Im Idealfall besteht bereits ein intern festgelegter Ablauf für Bewerbungen, bevor du überhaupt die Einladung versendest. So vermeidest du einen chaotischen, flapsigen oder unprofessionellen Eindruck. Fragen, die vorher geklärt werden müssen, sind:

  • Wer ist der Hauptverantwortliche, der für die Organisation und den Ablauf zuständig ist?
  • Welche Personen nehmen aktiv am Gespräch teil (davor, währenddessen, danach)?
  • Wer muss darüber in Kenntnis gesetzt werden, wann und wo ein Gespräch stattfindet?
  • An welchem Datum oder welchen Daten findet das Bewerbungsgespräch statt?
  • Welcher Raum ist für das Bewerbungsgespräch besonders geeignet (ruhig, sauber, bequem, repräsentativ)?
  • Wer ist der Ansprechpartner des Bewerbers bei Rückfragen?
  • Wo wartet der Bewerber, wenn er zu früh erscheint?
  • Wer begrüßt den Kandidaten zuerst?

Erst wenn diese Details geklärt sind und Einigkeit über den weiteren Verlauf und die Zuständigkeiten besteht, wird der Kandidat eingeladen.

Hierbei ist es wichtig, keine Lücken zu lassen und eindeutig zu sein, um die Anzahl der Rückfragen minimiert wird. Dadurch reduzierst du auch insgesamt den zeitlichen Aufwand.

In einigen Branchen ist durchaus hilfreich, wenn jemand aus der Fachabteilung dabei sitzt. Gerade auf dem Arbeitsmarkt heißbegehrte Entwickler wünschen sich einen Fachexperten bei dem Vorstellungsgespräch.

Was du dabei alles genau beachten solltest, liest du hier.

Den Bewerber einladen

Mach dir Gedanken darüber, welche Informationen der Bewerber braucht, um sich gut vorbereitet zu fühlen und welche Rückfragen bereits vor dem Bewerbungsgespräch abgefangen werden können. Um besser nachzuvollziehen, welche Fragen ein Bewerber haben könnte, ist es hilfreich, sich in seine Lage zu versetzen. Was müsstest du wissen, um dich als Bewerber sicher zu fühlen?

Gegebenenfalls bietet es sich auch an, vor dem persönlichen Gespräch ein Telefoninterview zu führen. So kannst du dir bereits im Vorfeld einen ersten Eindruck des Bewerbers verschaffen und wichtige Must-haves abklären.

Das spart dir Zeit, da du dich auf vielversprechendere Kandidaten konzentrieren kannst. In unserem Leitfaden für das Telefoninterview findest du heraus, wie du strukturiert vorgehst und mehrere Gespräche untereinander vergleichbar machst.

Damit du den Überblick behältst, haben wir eine Checkliste für eine lückenfreie Informationsmail zusammengestellt:

  • Wähle einen eindeutigen Betreff, der bereits vor dem Öffnen der Mail eine Einladung zum Gespräch suggeriert.
  • Wichtige Informationen zuerst: Wann und wo findet das Gespräch statt? Sei so genau wie möglich. Ist das Büro im 2. OG, auf der Rückseite eines Hauses oder in einem Innenhof versteckt? Je ausführlicher die Beschreibung, desto besser.
  • Zusätzlich können bereits weitere mögliche Termine angegeben werden, auf die im Fall der Fälle ausgewichen werden kann, so sparst du dir einen endlosen E-Mail-Austausch.
  • Details folgen: Wie viel Zeit sollte der Bewerber für das Gespräch einplanen? Gibt es eine Kleiderordnung? Was sollte zusätzlich mitgebracht werden? Über welche Verkehrsmittel gelangt man  am besten zum Unternehmen?
  • Tipp 1: Dem Kandidaten Infomaterial zukommen lassen, sodass sich dieser optimal vorbereiten kann und sich im Gegenzug bestens betreut fühlen. Es gilt, wer hier Aufwand investiert zeigt Interesse und sammelt im Voraus bereits Pluspunkte.
  • Tipp 2: Lass die Mail noch einmal Korrektur lesen. So vermeidest du Flüchtigkeitsfehler.

Ist das alles geschafft, kann die E-Mail abgeschickt werden. Da die Kommunikation einen hohen Stellenwert einnimmt, legen wir bei Campusjäger besonders viel Wert darauf. So bleibt nichts auf der Strecke und du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren: das Kennenlernen.

Im nächsten Schritt geht es um die inhaltliche Vorbereitung des Interviews. Dieses bildet den Kernpunkt des gesamten Geschehens und muss daher umso gründlicher konzipiert und vorbereitet sein.

6 Tipps zur Vorbereitung des Interviews

Im Bewerbungsgespräch möchtest du in kurzer Zeit möglichst viel über den Bewerber erfahren – vor allem auch über dessen Persönlichkeit.

Fakten abzufragen, die bereits aus dem Lebenslauf hervorgehen, wirkt unvorbereitet und bringt dich nicht weiter. Interessanter ist es, hinter diese Fakten zu schauen und dir ein umfassendes Bild von Vorgehensweisen, Entscheidungen, fachlichen und sozialen Kompetenzen des Kandidats zu machen.

Viele Bewerber machen sich im Internet über Unternehmen schlau, gerade dann, wenn das Bewerbungsgespräch näher rückt. Das kannst du natürlich auch machen – auf Facebook, Xing und Co wirst du bestimmt fündig.

Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass das eine rechtliche Grauzone ist. Prinzipiell darfst du die so gewonnen Daten nur verwenden, wenn sie für die Entscheidungsfindung erforderlich sind. Das ist eher selten der Fall. 

Lies dir zur Vorbereitung am besten nochmal Lebenslauf und Anschreiben des Kandidaten durch. Was sagen die einzelnen Etappen in dem vorliegenden Lebenslauf über die Person aus?

Warum hat sich die Person beispielsweise dafür entschieden, trotz schlechter Noten in Deutsch und Englisch Germanistik zu studieren und nebenher als Dolmetscher zu arbeiten? Was sagt es aus, dass ein Bewerber acht und nicht sechs Semester für den Bachelor gebraucht hat?

Wichtig ist es, Auffälligkeiten zu notieren und Entscheidungen, Brüche und auch Jobtitel zu hinterfragen.

Alle Notizen zu fachlichen Wechseln, Lücken im Lebenslauf und Unstimmigkeiten zwischen Lebenslauf und Anschreiben, bilden die Grundlage für spätere Fragen an den Kandidaten. Denn ob ein Bewerber die Wahrheit sagt und zuerst unstimmig erscheinende Entscheidungen logisch begründen kann, lässt sich recht schnell in einem persönlichen Gespräch herausfinden. Falsche Eindrücke können widerlegt oder eben bestätigt werden.

bewerbungsgespraech

Der Lebenslauf und das Anschreiben bilden zudem Dreh- und Angelpunkt, um die Informationen mit den Anforderungen der Stelle abzugleichen. Im Idealfall hast du Lebenslauf, das Anschreiben und dein Anforderungsprofil für die ausgeschriebene Stelle vor dir auf dem Tisch liegen.

So kannst du schnell identifizieren, welche Must-haves und Nice-to-haves der Kandidat mitbringt.

Fehlen letztere, kann auch das wieder notiert werden, um fachliche Lücken in Form von Fragen für das Interview zu packen.

Setz dich mit den Anforderungen und Qualifikationen auseinander und stell dir Fragen wie 

  • Welche Probleme könnten im Alltag entstehen?
  • Welche Aufgaben müssen in der zu besetzenden Stelle tagtäglich bewältigt werden?
  • Was sind wünschenswerte Kern-Charakteristika?
  • Welche Eigenschaften müssen mitgebracht werden und welche davon können bereits aus dem Lebenslauf oder Anschreiben entnommen werden?
  • Wie können diese Vermutungen getestet werden? 

Mach dir zu all diesen Fragen Notizen – gegebenenfalls ordnest du sie sogar in einer Mindmap. Diese kann später die Grundlage für den Leitfaden des Bewerbungsgesprächs bilden.

Es lohnt sich, Bewerbungsgespräche gründlich vorzubereiten. Nicht nur wirst du mit einer klareren Zielsetzung an die Sache rangehen, auch der Kandidat wird es dir danken, wenn er merkt, dass du dich wirklich mit ihm auseinandergesetzt hast.

Für den Endspurt haben wir noch folgende Tipps für dich:

  1. Mach dir so viele Notizen wie möglich.
  2. Ordne deine Notizen in Themengebiete/Kategorien wie etwa “Lücken im Lebenslauf”, “Unstimmigkeiten in Anschreiben und Lebenslauf”, “Aufgaben und Qualifikationen aus anderen Jobs”, “Zufriedenheit mit alten Jobs” “Kenntnisse in Bereich XY” “Ehemalige Jobs”. Du kannst die Liste natürlich um eigene Kategorien erweitern.
  3. Versuche, Zusammenhänge oder logische Überleitungen zwischen den Fragen/Notizen zu finden, um diese im Gespräch besser miteinander verknüpfen zu können und nicht abgehackt von einer Frage zur nächsten zu springen.
  4. Formuliere deine Fragen nicht aus, sondern notiere dir möglichst nur Stichpunkte, sodass sie nicht abgelesen wirken. Obwohl ein Bewerbungsgespräch keine natürliche Situation ist, sollte trotzdem ein möglichst authentischer Dialog entstehen, der so wenig wie möglich an eine Prüfungssituation erinnert.
  5. Es gibt natürlich unterschiedliche Stile zur Vorbereitung eines Leitfadens, das gilt vor allem für das Notieren von Fragen. Wie ausführlich deine Notizen sein sollen, entscheidest du. Wenn es dir hilft, die Fragen einmal auszuformulieren, kannst du das natürlich machen.
  6. Eine solche Vorbereitung kostet Zeit. Je öfter du das machst, desto routinierter wirst du. Langfristig kannst du auf diese Weise viel Zeit sparen und trotzdem das meiste aus einem Bewerbungsgespräch rausholen.

Und jetzt kann es losgehen!

Der Bewerber ist eingeladen, der Termin steht, als nächstes folgt das persönliche Gespräch. Damit auch das reibungslos klappt und du eine sichere Entscheidung treffen kannst, haben wir einen Fragekatalog und Leitfaden für das Bewerbungsgespräch für dich.

 

Veröffentlicht am 08. December 2017, zuletzt aktualisiert am 12. September 2019

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