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Das neue Arbeitszeitgesetz 2019 – Das ist wichtig für Arbeitgeber - Campusjäger

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Das neue Arbeitszeitgesetz 2019 – Das ist wichtig für Arbeitgeber

Das ändert sich für Arbeitgeber durch das neue Arbeitszeitgesetz

Das neue Arbeitszeitgesetz 2019 

Zukünftig müssen Arbeitgeber in der EU ein System einrichten, das die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter erfasst. So soll sichergestellt werden, dass die vorgeschriebenen Ruhepausen eingehalten werden.

Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer dürfen pro Woche maximal 48 Stunden arbeiten und müssen täglich elf Stunden Ruhezeit am Stück haben.

Die Einhaltung von Höchstarbeitszeitgrenzen und Ruhezeiten ist ein Grundrecht der EU. Früher mussten Arbeitgeber nur die Überstunden festhalten, um diesem Grundrecht nachzukommen. Laut dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg reicht das aber nicht aus, um die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen. Deswegen sind Arbeitgeber ab 2019 in der Pflicht, Zeiterfassungssysteme einzuführen, durch die die Zahl der Überstunden sowie die zeitliche Verteilung der Arbeitszeit ermittelt werden kann.

Konkret bedeutet das auch, dass geschäftliche Telefonate und E-Mails, die außerhalb der regulären Arbeitszeit getätigt werden, als Überstunden gelten und aufzeichnungspflichtig sind. Der Europäische Gerichtshof verpflichtet die Mitgliedstaaten entsprechende Richtlinien zeitnah einzuführen.

Wie ist es dazu gekommen?

In Spanien hat eine Gewerkschaft gegen eine Niederlassung der Deutschen Bank vor dem EuGH geklagt: Die maximale Arbeitszeit und die Einhaltung der Ruhezeit lasse sich nur erfassen, wenn die Gesamtzahl der Arbeitsstunden dokumentiert wird. Ziel ist es, die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen. 

Der Ableger der Deutschen Bank argumentierte dagegen und berief sich auf das spanische Arbeitszeitgesetz, das sehr ähnlich zum deutschen ist. Der Europäische Gerichtshof gab der Gewerkschaft aus Spanien recht und möchte nun eine verpflichtende Arbeitszeiterfassung EU-weit einführen. 

System zur Arbeitszeiterfassung bleibt Arbeitgebern überlassen

Wie soll das neue Arbeitszeitgesetz praktisch umgesetzt werden? Da ist der Europäische Gerichtshof weniger restriktiv. Das EuGH-Urteil sieht vor, die Arbeitgeber entscheiden zu lassen, mit welchem System Sie die Arbeitszeiterfassung regeln. Das können zum Beispiel elektronische Chipkarten, Excel-Tabellen, spezielle Software oder bei sehr kleinen Betrieben klassisch mit Stift und Papier sein.

Arbeitszeit berechnen mit Excel

Schon vor dem neuen Arbeitszeitgesetz haben viele Arbeitgeber bereits Systeme entwickelt, um die Arbeitszeit zu erfassen. Eine gute Möglichkeit die tägliche, wöchentliche und monatliche Arbeitszeit zu erfassen ist durch Excel.

Campusjäger nutzt selbst ein Excel Arbeitszeit-Formular, in der Mitarbeiter problemlos ihre Arbeitszeit und ihre Pausen eintragen können. Unsere Excel-Vorlage „Arbeitszeiterfassung“ hält Ihre Arbeitszeiten automatisch fest, sodass Sie die geleisteten Stunden stets im Blick haben. Die Excel-Tabelle berechnet nach Eingabe der Informationen automatisch angefallene Minusstunden oder Überstunden. 

Wochentage

Unsere Excel-Tabelle berechnet anhand der eingegebenen Daten, wie viele Stunden an einem Tag gearbeitet wurden. Das Datum ist in der Eile nicht eindeutig genug und so passieren schnell Fehler bei der Eingabe: Statt Montag wurde plötzlich am Sonntag 8 Stunden gearbeitet.  Das vermeiden wir, indem wir in unserem Arbeitszeit-Formular extra eine Spalte für die Wochentage angelegt haben.

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Werktage

Praktisch auch für Arbeitgeber und Mitarbeiter: Die Angabe, ob es sich bei dem Wochentag um einen Werktag handelt oder nicht. Unsere Excel-Vorlage für die Arbeitszeiterfassung berücksichtigt dabei auch alle Feiertage. 

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Arbeitszeit – Daten eintragen

Diesen Bereich muss der Mitarbeiter bearbeiten. An sich selbsterklärend: Der Mitarbeiter trägt die Uhrzeit ein, wenn er ins Büro kommt und wenn er es verlässt, ein. Auch die Pausen werden eingetragen, die sich anschließend von der Tagesarbeitszeit subtrahieren. Daran sollte am besten jeden Tag gedacht werden. 

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Arbeitszeit – Berechnung

An sich selbsterklärend: Nach Eingabe von Beginn und Ende der Arbeitszeit sowie den angefallenen Pausen, wird in der Spalte Arbeitszeit die tatsächliche Arbeitszeit, also abzüglich der Pause, berechnet. Da sollte im optimalen Fall acht Stunden rauskommen. 

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SOLL/IST der Arbeitszeit im Monat

Unser Arbeitszeit-Formular rechnet auch automatisch, wie viele Stunden in diesem Monat schon gearbeitet wurden -> IST-Zustand und wie viele Stunden diesen Monat gearbeitet werden sollen -> SOLL-Zustand, der im Februar 2019 bei 160 Stunden liegt. Auch die Über-/Minusstunden werden so automatisch erfasst. So behält der Mitarbeiter immer den Überblick, wann und wie lange er gearbeitet hat und weiß genau wie viele Überstunden oder Minusstunden sich diesen Monat angesammelt haben.

Wochentag

Die Dashboard-Ansicht

Die Dashboard-, oder Übersicht-Ansicht: Hier sehen Mitarbeiter und Personalerin auf einen Blick, wie viele Stunden monatlich gearbeitet wurden. Je nach Differenz fallen Minusstunden oder Überstunden an. Zum Beispiel lag im Januar 2019 die Arbeitszeit bei 176 Stunden. Der Mitarbeiter hat allerdings genau 184 Stunden und 40 Minuten gearbeitet, was bedeutet, dass er 8 Stunden und 40 Minuten Überstunden gemacht hat. 

Dashbiard

 

Veröffentlicht am 22. May 2019, zuletzt aktualisiert am 17. October 2019

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