AGB für Arbeitgeber

Stand 24.01.2019

Wir weisen Sie darauf hin, dass wir ausschließlich auf der Basis der nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) tätig werden. Bitte lesen Sie sich die AGB sorgfältig durch.

§ 1 Geltung der AGB, Vertragsschluss

1.1 Die nachfolgenden Bedingungen gelten für alle zwischen der Campusjäger GmbH, Leopoldstr. 7c, 76133 Karlsruhe (nachfolgend auch „wir“) und dem Auftraggeber abgeschlossenen Vereinbarungen über die Personalvermittlung.

1.2 Diese AGB gelten auch für alle künftigen Geschäftsbeziehungen zwischen uns und dem Auftraggeber selbst wenn sie nicht nochmals ausdrücklich vereinbart werden. Es gilt jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses aktuelle Version der AGB.

1.3 Diese AGB gelten ausschließlich; Gegenbestätigungen oder allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers wird ausdrücklich widersprochen. Dies gilt auch, wenn die Angebotsabgabe oder Angebotsannahme des Auftraggebers unter Hinweis der vorrangigen Geltung eigener AGB erfolgt, oder wenn wir in Kenntnis entgegenstehender oder von diesen AGB abweichender Bedingungen des Auftraggebers die Leistung vorbehaltlos ausführen.

1.4 Die Auftragserteilung erfolgt per E-Mail, per Brief oder per Registrierung auf unserer Webseite. Mündlich erteilte Aufträge sind nur verbindlich, wenn sie durch Campusjäger schriftlich bestätigt werden und der Auftraggeber nicht unverzüglich nach Erhalt schriftlich widerspricht.

§ 2 Zweck der Internetplattform, Leistungsumfang

2.1 Unter www.campusjaeger.de (und weiteren Subdomains, wie etwa arbeitgeber.campusjaeger.de) betreibt die Campusjäger GmbH ein Onlineportal, welches Stellenangebote von Auftraggebern veröffentlicht und den Besetzungsprozess dieser unterstützt. Um eine größtmögliche Zahl von Jobnachfragern zu erreichen, veröffentlichen wir Stellenangebote auch auf weiteren Kanälen, bspw. Job-Newslettern von Fachschaften oder Jobbörsen (Streuung).

2.2 Auftraggeber können Campusjäger Stellenangebote übermitteln, Jobnachfrager können sich auf der Plattform registrieren und sich auf diese Stellenangebote bewerben. Die Bewerbungen der Jobnachfrager werden dem Auftraggeber nach unserem Ermessen zur Verfügung gestellt.

2.3. Die Leistungspflicht von Campusjäger umfasst die Ermöglichung der Erstellung und Veröffentlichung von Stellenanzeigen auf der Campusjäger-Plattform und die Ermöglichung der Kenntnisnahme von Kandidatenprofilen von Jobnachfragern und der Kontaktaufnahme zu diesen Jobnachfragern durch den Auftraggeber.

§ 3 Registrierung und Pflichten des Auftraggebers

3.1 Zur Auftragserteilung besteht für den Auftraggeber die Möglichkeit, sich auf unserer Webseite zu registrieren und damit ein Benutzerkonto anzulegen. Dort werden die für unsere Leistungserbringung erforderlichen Daten vom Auftraggeber erfragt.

3.2 Der Auftraggeber verpflichtet sich, unsere Leistungen nur im Rahmen des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs und ausschließlich für eigene unternehmerische Zwecke zu nutzen, es sei denn der Auftraggeber handelt als Agentur, Personaldienstleister oder Personalvermittler geschäftsmäßig für Dritte und hat uns dies auch offengelegt. Sollte es einen berechtigten Grund zur Annahme geben, dass unsere Dienstleistung in unerlaubter Art und Weise durch oder für Dritte genutzt wird, so werden wir die Benutzerkonten des Auftraggebers bis zum Beweis des Gegenteils sperren. Sollte sich der Verdacht bestätigen, so sind wir berechtigt, das Benutzerkonto zu löschen und hierdurch entstandene Aufwendungen bzw. Schäden beim Auftraggeber geltend zu machen. Die Weitergabe der Zugangsdaten eines Benutzerkontos an Dritte ist nicht erlaubt.

3.3 Der Auftraggeber verpflichtet sich, Jobnachfrager, die ihm über/durch Campusjäger bekannt geworden sind, nicht für Dritte abzuwerben, sie anderen Unternehmen oder Plattformen zu empfehlen oder sonstwie durch sein Verhalten dafür zu sorgen oder mitzuwirken, dass Jobnachfrager außerhalb der Plattform von Campusjäger vermittelt werden. Sollte der Jobnachfrager aufgrund des Verhaltens des Auftraggebers nicht mehr für die Vermittlung durch Campusjäger bereit stehen, besteht seitens Campusjäger ein Schadensanspruch gegenüber dem Auftraggeber. Dieser beträgt das Dreifache der regulären Vermittlungsprovision gemäß 6.4. Es liegt kein Schaden vor, wenn der Dritte bzw. das andere Unternehmen ebenfalls bei Campusjäger registriert ist und die Vermittlungsleistung durch Campusjäger, sowie der dadurch ausgelöste Provisionsanspruch anerkannt werden.

3.4 Der Auftraggeber hat seinen Mitarbeitern sowie allen weiteren befugten Nutzern seines Benutzerkontos Verpflichtungen aufzuerlegen, die sicherstellen, dass ausschließlich vom Auftraggeber autorisiertes Personal die Login-Informationen für den Zugang und die Nutzung seines Benutzerkontos auf der Campusjäger Plattform verwendet. Das autorisierte Personal muss sich jeweils einzeln registrieren sowie befugt sein, den Auftraggeber rechtskräftig zu vertreten. Die Nutzung desselben Benutzerkontos durch mehrere Personen ist nur in Ausnahmefällen gestattet.

3.5 In den Benutzerkonten des Auftraggebers können/werden Kontaktanfragen oder sonstige für die Dienstleistung relevante Nachrichten und Informationen für den Auftraggeber angezeigt. Der Auftraggeber verpflichtet sich regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, seine Benutzerkonten auf neue Nachrichten zu prüfen. Er verpflichtet sich weiterhin zur zügigen und umgehenden Reaktion auf alle Kontaktanfragen oder sonstige Korrespondenzen, die über die Campusjäger-Plattform übermittelt werden.

§ 4 Stellenangebote, Nutzungsrechte

4.1 Formuliert der Auftraggeber das Stellenangebot selbst, so ist er vollumfänglich für die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben, insbesondere auch des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG), verantwortlich. Dies gilt auch für jegliche Interaktion mit Jobnachfragern oder Mitarbeitern von Campusjäger. Der Auftraggeber wird Campusjäger in diesen Fällen von Ansprüchen Dritter vollumfänglich freistellen. Gleichzeitig erklärt der Auftraggeber, dass Campusjäger an den so erstellten Texten und Inhalten alle erforderlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte (einschließlich des Bearbeitungsrechtes zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen) erhält und dass er selbst über die erforderlichen Rechte verfügt.

4.2 In den Fällen des § 4.1 bleibt Campusjäger jederzeit berechtigt, den Text und sonstige Inhalte der Stellenangebote im Interesse des Arbeitgebers zu modifizieren.

4.3 Für die Veröffentlichung von Stellenangeboten und Firmenprofilen benötigt Campusjäger detaillierte Informationen von den zu besetzenden Positionen und dem Unternehmen des Auftraggebers. Der Auftraggeber räumt Campusjäger hierfür für die Dauer der vertraglichen Beziehung ein einfaches, unwiderrufliches, unentgeltliches und weltweites Nutzungs- und Verwertungsrecht für diese Informationen ein. Dieses umfasst die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung, Versendung und das öffentliche Zugänglichmachen einzelner oder gesamter Inhalte, einschließlich des Rechts zur Nutzung und Verwendung des oder der Firmenlogos bzw. Firmennamens sowie aller erforderlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an vom Auftraggeber hochgeladenen oder freigegebenen Bildern, Dateien und dergleichen.

4.4 Mit Auftragserteilung bestätigt der Auftraggeber, dass er über sämtliche Nutzungsrechte an den von ihm übermittelten, freigegebenen oder eingestellten Inhalten verfügt. Der Auftraggeber wird die Campusjäger GmbH von jedweden Ansprüchen Dritter in diesen Fällen vollumfänglich freistellen.

4.5 Der Kunde verpflichtet sich, keine Inhalte oder sonstigen Merkmale der Campusjäger-Plattform (einschließlich Preise oder Dienstleistungsbeschreibungen) zu kopieren, zu modifizieren, anzupassen, nachzubilden, zu übersetzen, zu verbreiten, weiterzugeben, zu rekonstruieren (reverse engineering). Dem Kunden ist jede Verletzung oder versuchte Verletzung der Sicherheit der Campusjäger-Plattform untersagt, ebenso wie Versuche, die Verletzlichkeit des Systems oder Netzwerks zu untersuchen, zu prüfen oder zu testen oder die Sicherheits- oder Authentifizierungsmaßnahmen zu verletzen.

§ 5 Auftragsgegenstand

5.1 Campusjäger ist ein international tätiges Unternehmen, das qualifizierte Jobnachfrager an seine Auftraggeber vermittelt.

5.2 Soweit nichts Abweichendes vereinbart wurde, stellt die Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und Campusjäger keine Exklusivvereinbarung dar und es steht dem Auftraggeber frei, auch Dienste von anderen Firmen in Anspruch zu nehmen.

5.3 Ein Jobnachfrager gilt als durch Campusjäger bereitgestellt, sobald Informationen übermittelt wurden, welche die Identifikation des Jobnachfragers durch den Auftraggeber ermöglichen (“Bereitstellung“), unabhängig davon, ob der Auftraggeber den Jobnachfrager bereits kannte (vorbehaltlich der Regelung in § 5.6). Eine Übermittlung in diesem Sinne liegt auch bereits in der Abrufbarkeit der Informationen im Benutzerkonto des Auftraggebers auf der Campusjäger-Plattform vor. Entscheidend für die Bereitstellung ist ausschließlich die zeitliche Abfolge zwischen der Übermittlung der Informationen und dem Vertragsschluss zwischen Auftraggeber und Jobnachfrager. Wenn die Informationen zeitlich vorher abrufbar zur Verfügung standen, liegt eine Bereitstellung vor.

5.4 Ein Jobnachfrager gilt außerdem als von Campusjäger bereitgestellt, wenn sich im Bewerbungsverlauf herausstellt, dass der Jobnachfrager durch Campusjäger auf den Auftraggeber oder umgekehrt der Auftraggeber durch Campusjäger auf den Jobnachfrager aufmerksam geworden ist.

Beispiel: Ein Jobnachfrager hat sich direkt beim Auftraggeber beworben, aber im Bewerbungsprozess wird deutlich, dass dieser über eine Direktansprache durch Campusjäger auf einem sozialen Berufsnetzwerk auf den Auftraggeber aufmerksam geworden ist.

Eine solche Bereitstellung gilt auf jeden Fall immer dann als erfolgt, wenn sowohl der Jobnachfrager, als auch die betreffende Stelle zum Zeitpunkt der Bewerbung oder zeitlich davor auf der Campusjäger-Plattform registriert bzw. eingestellt waren, es sei denn der Auftraggeber kann nachweisen, dass dieser Zusammenhang ausnahmsweise nicht (mit)ursächlich für die Bewerbung bzw. den Vertragsschluss war.

5.5 Falls innerhalb von 24 Monaten nach der Bereitstellung eines Jobnachfragers durch Campusjäger ein mündlicher oder schriftlicher, direkter oder indirekter Vertrag (Arbeitsvertrag, freier Mitarbeitervertrag, gesellschaftsrechtlicher Beteiligungsvertrag o.ä.) („Hauptvertrag“) zwischen dem Auftraggeber, einer Tochtergesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen (im Sinne der §§ 15 ff. AktG), das vom Auftraggeber kontrolliert wird oder diesen selbst kontrolliert, und diesem Jobnachfrager zustande kommt, sind sich die Parteien darüber einig, dass dieser Vertrag nur durch die Bereitstellung von Campusjäger zustande gekommen ist.

5.6 Hat sich ein Jobnachfrager, der von Campusjäger bereitgestellt wurde, innerhalb der letzten 6 Monate vor der Bereitstellung unabhängig von dieser Bereitstellung beim Auftraggeber beworben oder ist von einer anderen Firma vorgestellt worden, ist der Auftraggeber verpflichtet, Campusjäger unverzüglich davon zu unterrichten. Soweit unklar/strittig ist, wie der Auftraggeber erstmals Kenntnis von dem Jobnachfrager erlangt hat, hat der Auftraggeber auf Verlangen von Campusjäger innerhalb von 14 Tagen entsprechende Belege zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall erbringt Campusjäger keine weiteren Leistungen bezüglich dieses Jobnachfragers. Kommt der Auftraggeber dieser Verpflichtung nicht nach, so kann er sich nicht mehr auf eine vorherige Kenntnis berufen und der Jobnachfrager gilt als von Campusjäger bereitgestellt. Der Auftraggeber kann Campusjäger jedoch trotz vorheriger Kenntnis des Auftraggebers von der Person des Jobnachfragers auch beauftragen, bezüglich dieses Jobnachfragers weiterzuarbeiten. Kommt es in diesem Fall zur Einstellung des Jobnachfragers wird die Provision gemäß § 6.4 fällig.

5.7 Campusjäger verpflichtet sich, nicht aktiv Mitarbeiter des Auftraggebers anzusprechen, um Sie auf der Plattform von Campusjäger zu vermitteln (sogenannte “Abwerbeklausel). Für Mitarbeiter des Auftraggebers, die deutlich zu erkennen geben, dass sie aktiv auf der Jobsuche oder offen für Angebote sind oder sich bei Campusjäger proaktiv registrieren, gilt dies nicht.

§ 6 Provision, Zahlungsbedingungen

6.1 Der Auftraggeber verpflichtet sich, an Campusjäger eine Provision zu entrichten, wenn und sobald ein Hauptvertrag (vgl. hierzu § 5.5) zwischen einem von Campusjäger bereitgestellten Jobnachfrager und dem Auftraggeber oder einer Tochtergesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen (im Sinne der §§ 15 ff. AktG), das vom Kunden kontrolliert wird oder diesen selbst kontrolliert, zustande gekommen ist.

6.2 Die Provision ist auch geschuldet, wenn der Hauptvertrag (vgl. § 6.1) erst nach Beendigung der Geschäftsbeziehungen zwischen Campusjäger und dem Auftraggeber, aber aufgrund der Tätigkeit von Campusjäger zustande kommt. Es gelten die Kriterien des § 5.

6.3 Wird der Hauptvertrag vom Auftraggeber oder vom Jobnachfrager nach Vertragsschluss des Hauptvertrages, jedoch vor Antritt der Tätigkeit, wirksam wieder beendet, so wird keine Provision fällig. Eine bereits geleistete Provision für diesen Auftrag wird in vollem Umfang zurückerstattet. Das gilt dann nicht, wenn der Jobnachfrager innerhalb des Unternehmens des Auftraggebers oder zu einem mit dem Auftraggeber verbundenen Unternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG wechselt bzw., wenn der Jobnachfrager innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung des Hauptvertrages doch noch eine Anstellung beim Auftraggeber oder bei einem mit dem Auftraggeber verbundenen Unternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG findet.

6.4 Die Höhe der Provision nach Zustandekommen eines Hauptvertrags richtet sich nach der aktuell geltenden Preisliste (https://arbeitgeber.campusjaeger.de/preise-01-2019).

6.5 Ist Grundlage der Provision das Bruttojahreszielgehalt, so setzt sich dieses wie folgt zusammen: Jahresbruttogehalt, kompletter variabler Teil des Gehalts, alle Erfolgs- und Jahresprämien sowie jegliche sonstige geldwerte Vorteile im Sinne des § 8 EStG, welche das Bruttojahreszielgehalt bilden.
Können variable Teile, wie Prämien, Boni u.ä. zum Zeitpunkt der Provisionsberechnung nicht konkret ermittelt werden, ist Campusjäger berechtigt diese variablen Anteile anhand marktüblicher Vergleichszahlen bzw. anhand bekannter Unternehmenszahlen des Auftraggebers zu schätzen. Die Schätzung kann dabei auch auf den Erfahrungswerten von Campusjäger beruhen. Der Auftraggeber wiederum ist berechtigt, auf die Schätzung von Campusjäger hin Nachweise vorzulegen, die sich auf vergleichbare Mitarbeiter des Auftraggebers beziehen und eine konkretere Berechnung ermöglichen. Dabei ist es zulässig, dass sich die Nachweise auf das vorherige Geschäftsjahr/Vertragsjahr beziehen. Legt der Auftraggeber solche Nachweise nicht innerhalb von einer Woche nach Übermittlung der Schätzung durch Campusjäger vor, gilt die Schätzung als vereinbart und kann zur Grundlage der Provisionsberechnung gemacht werden. Abweichende Regelungen bedürfen für Ihre Gültigkeit der Schriftform.

6.6 Sollte es innerhalb der ersten 12 Monate nach Tätigkeitsbeginn zu einer Erhöhung des Einkommens im Sinne von 6.5 kommen, so ist dieses erhöhte Einkommen Grundlage der Provisionsberechnung. Die Differenz zwischen der bisherigen und der neuen Provision ist mit Erhöhung des Einkommens zur Zahlung fällig. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Campusjäger unverzüglich über die Erhöhung zu informieren, damit die Provision angepasst werden kann. Kommt der Arbeitgeber schuldhaft dieser Informationspflicht nicht nach, so hat er an Campusjäger eine Vertragsstrafe in Höhe des doppelten der unter Berücksichtigung der Gehaltserhöhung zu zahlenden Provisionshöhe zu zahlen. Die Vertragsstrafe kann neben der Erfüllung verlangt werden. Die Vertragsstrafe fällt unabhängig von ggf. bestehenden weiteren Schadensersatzansprüchen von Campusjäger an, wird aber auf solche weiteren Schadensersatzansprüche angerechnet.

6.7 Falls der vermittelte Jobnachfrager in eine andere Anstellungsart übernommen wird (Upgrade-Regelung), ist der Auftraggeber verpflichtet, Campusjäger über diesen Umstand ohne schuldhaftes Zögern und in Textform nach Vertragsunterschrift zu informieren und die Differenz zwischen den Vermittlungsprämien für die jeweiligen Anstellungsarten laut der Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und Campusjäger an Campusjäger zu entrichten. Diese Regelung gilt für die Dauer von 24 Monaten nach Tätigkeitsbeginn zwischen dem Auftraggeber und dem entsprechenden Jobnachfrager. Bei schuldhafter Verletzung dieser Informationspflicht, gilt die Vertragsstrafenregelung in 6.6 Satz 4 entsprechend, wobei die Vertragsstrafe das doppelte der unter Berücksichtigung der Upgrade-Regelung zu zahlenden Provisionshöhe beträgt.

Beispiel: Wird der vermittelte Jobnachfrager zunächst als Praktikant (m/w) eingestellt, so wird die entsprechende Provision dafür fällig. Falls dieser Praktikant (m/w) nach sechs Monaten in ein Festanstellungsverhältnis übernommen wird, wird entsprechend die Provision für einen Berufseinsteiger (m/w) abzüglich der bereits geleisteten Provision für den Praktikanten (m/w) fällig.

6.8 Die Provision versteht sich zuzüglich der jeweils geltenden Umsatzsteuer.

6.9 Alle Zahlungsverbindlichkeiten sind sofort ohne Abzug zur Zahlung fällig. Hiervon abweichende Regelungen bedürfen der schriftlichen Vereinbarung der Parteien. Befindet sich der Auftraggeber in Verzug, hat Campusjäger Anspruch auf Verzugszinsen nach den gesetzlichen Bestimmungen.

6.10 Wird der Hauptvertrag bei Praktikanten, Werkstudenten, Auszubildenden (Azubis und Duale Studenten), Abschlussarbeit und Aushilfstätigkeit innerhalb von 30 Tagen nach dem vertraglich vereinbarten Tätigkeitsbeginn aufgrund eines in der Person oder im Verhalten des Jobnachfragers liegenden Grundes beendet – unabhängig von wem die Beendigung ausgeht oder stattfindet –, erstattet Campusjäger dem Auftraggeber den vollen bisher gezahlten Provisionsbetrag zurück. Bei Festanstellung und Trainees gilt diese Regelung für die ersten 3 Monate nach dem vereinbaren Tätigkeitsbeginn und die Erstattung staffelt sich wie folgt: 100% Erstattung bei Vertragsbeendigung im ersten Monat, 66% Erstattung bei Vertragsbeendigung im zweiten Monat und 33% Erstattung bei Vertragsbeendigung im dritten Monat. Hiervon abweichende Regelungen, bspw. auch hinsichtlich des Zeitraums der Erstattungsmöglichkeit, bedürfen der schriftlichen Vereinbarung der Parteien. Der Auftraggeber verliert seinen Anspruch auf diese Rückerstattung, wenn er Campusjäger nicht binnen 12 Werktagen über die Kündigung informiert. Diese Regelung gilt nicht für Jobnachfrager, die im Sinne von § 6.7 in eine andere Anstellungsart übernommen wurden.

6.11 Bei nachträglicher (nicht durch 6.10 abgedeckte Fälle) Kündigung, Aufhebung, Rücktritt oder sonstiger Beendigung des Hauptvertrags bleibt der Provisionsanspruch bestehen.

6.12 Der Auftraggeber erklärt sich damit einverstanden, dass Rechnungen auf elektronischem Wege via E-Mail im PDF-Format versendet werden.

6.13. Besteht berechtigter Grund zu der Annahme, dass die Angaben zur Berechnung der Provision unrichtig sind, so ist Campusjäger berechtigt, einen zertifizierten, öffentlichen und zur Verschwiegenheit verpflichteten Wirtschaftsprüfer zu beauftragen, um die Arbeitsverhältnisunterlagen des Auftraggebers zu prüfen und so die Höhe der Provision festzustellen. Der Auftraggeber ist verpflichtet alle notwendigen Dokumente, die der Wirtschaftsprüfer zur Berechnung und Überprüfung des Einkommens benötigt, innerhalb von 14 Tagen auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers vorzulegen. Sollte der Auftraggeber seiner Mitwirkungspflicht schuldhaft nicht nachkommen, gilt die Vertragsstrafenregelung in 6.6 Satz 4 entsprechend, wobei die Vertragsstrafe das dreifache der bislang berechneten Provision beträgt.Campusjäger wird die Kosten des Wirtschaftsprüfers übernehmen, falls sich die Angaben als richtig herausstellen. Ergibt das Ergebnis der Prüfung, dass die Provision aufgrund unrichtiger Angaben zu niedrig berechnet wurde, so trägt die Kosten der Prüfung der Auftraggeber. Die Provision wird in diesem Falle nachberechnet. Bei schuldhafter Verletzung der Informationspflicht durch den Auftraggeber gilt die Vertragsstrafenregelung in 6.6 Satz 4 entsprechend, wobei die Vertragsstrafe das doppelte der erhöhten Provision beträgt.

§ 7 Marketing-Booster

7.1 Der Auftraggeber hat die Möglichkeit, für eingestellte Stellenangebote einen sogenannten Marketing-Booster zu buchen.

7.2 Der Marketing-Booster dient dazu, die Stellenanzeige des Auftraggebers noch breiter zu streuen, um eine höhere Auswahl an Kandidaten zu gewinnen. Die Art und der Umfang der Streuung obliegt Campusjäger. Der Auftraggeber hat keinen Anspruch auf eine bestimmte Art der Streuung.

7.3 Die Höhe der Marketing-Booster-Gebühr richtet sich nach der aktuell geltenden Preisliste. (https://arbeitgeber.campusjaeger.de/preise-01-2019) (Es gelten die Definitionen aus § 6.4). Die Gebühren des Marketing-Booster werden bei erfolgreicher Vermittlung zu 100% von der dann fälligen Provision abgezogen.

Beispiel: Wird ein Marketing-Booster für ein Praktikum gebucht, so wird die entsprechende Gebühr für den Marketing-Booster fällig. Im Falle einer erfolgreichen Besetzung durch Campusjäger wird bei Vertragsunterschrift des Jobnachfragers entsprechend die Provision für einen Praktikanten (m/w/d) abzüglich der gebuchten Marketing-Booster Gebühr fällig. Falls für ein Stellenangebot mehrere Kandidaten in Frage kommen, gilt für die nächsten Vermittlungen wieder die reguläre Provision für Praktika. Falls die Summe der für ein Stellenangebot gebuchten Marketing-Booster Gebühren, z.B. durch Mehrfachbuchung, die jeweilige Provision übersteigt, wird der Differenzbetrag nicht erstattet.

7.4 Für Stellenangebote, in denen Jobnachfrager bereits eine mündliche Zusage erhalten haben, kann ein weiterer gebuchter Marketing-Booster nur mit erfolgreichen Vermittlungen von nachträglich eingegangenen Bewerbungen verrechnet werden.

§ 8 Eignung des Jobnachfragers, Kandidatenprofile

8.1 Campusjäger führt ggf. persönliche oder telefonische Vorstellungsgespräche mit den Jobnachfragern durch, um deren Eignung zu ermitteln, wenn Campusjäger dies im Einzelfall nach eigenem Ermessen für richtig erachtet. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben der Jobnachfrager kann nicht übernommen werden. Hierfür sind ausschließlich die Jobnachfrager selbst verantwortlich.

8.2 Es obliegt dem Auftraggeber, abschließend zu prüfen, ob der Jobnachfrager über die notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen für die Tätigkeit verfügt und den gesundheitlichen wie charakterlichen Anforderungen gerecht wird. Campusjäger übernimmt hierfür keine Haftung.

8.3 Bei der Bereitstellung eines ausländischen Jobnachfragers, der eine Arbeitsgenehmigung benötigt, darf die Tätigkeit erst aufgenommen werden, wenn das Arbeitsamt die Arbeitsgenehmigung erteilt hat. Der Auftraggeber hat diese Genehmigung unverzüglich auf eigene Kosten zu beantragen. Die auf der Campusjäger-Plattform bereitgestellte Information über eine Arbeitserlaubnis beruht auf der Angabe des Jobnachfragers.

8.4 Alle Angaben in den Kandidatenprofilen stammen von den Jobnachfragern selbst. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Angaben haften allein die Jobnachfrager. Campusjäger übernimmt keine Haftung.

§ 9 Informationspflichten

9.1 Der Auftraggeber verpflichtet sich, Campusjäger ohne schuldhaftes Zögern und in Textform zu informieren, sofern Umstände auftreten, die sich auf die Durchführung der Vermittlungstätigkeit auswirken können.

9.2 Insbesondere verpflichtet sich der Auftraggeber, Campusjäger ohne schuldhaftes Zögern und in Textform über das Zustandekommen des Hauptvertrags zu informieren.

§ 10 Geheimhaltung

10.1 Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle im Rahmen der Vermittlungstätigkeit erhaltenen Informationen vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Dritte in diesem Sinne sind auch verbundene Unternehmen im Sinne des §§ 15 ff. AktG und solche Unternehmen, bei denen Personenidentität der Gesellschafter bzw. Inhaber besteht.

10.2 Verstößt der Auftraggeber gegen die Verpflichtung und schließt daraufhin der Dritte einen Vertrag mit dem von Campusjäger bereitgestellten Jobnachfrager ab, so gilt § 3.3 entsprechend, wobei die Vertragsstrafe für den Auftraggeber das dreifache der unter Berücksichtigung der eigentlich zu zahlenden Provisionshöhe beträgt, als wenn er diesen Vertrag selbst geschlossen hätte. Die Geltendmachung darüber hinausgehender Schadensersatzansprüche behält sich Campusjäger ausdrücklich vor.

§ 11 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

11.1 Diese AGB unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.

11.2 Gerichtsstand ist, soweit es sich beim Auftraggeber um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, Karlsruhe. Campusjäger ist jedoch in diesem Falle berechtigt, auch am Sitz des Auftraggebers zu klagen.

§ 12 Nachträgliche Änderungen dieser AGB

12.1 Wir behalten uns das Recht vor, diese AGB im Laufe der vertraglichen Beziehung zu ändern. Der Auftraggeber wird über die Änderungen ausdrücklich in geeigneter Weise informiert und auf die – hervorgehobenen – geänderten Passagen hingewiesen. Uns bleibt vorbehalten zu entscheiden, wie der Auftraggeber auf die Änderungen aufmerksam gemacht wird.

12.2 Gibt der Auftraggeber nicht innerhalb von sechs (6) Wochen nach Information über die Neufassung schriftlich zu erkennen, dass er die Neufassung nicht akzeptiert, ist dies eine stillschweigende Zustimmung und ab diesem Zeitpunkt gilt die Neufassung. Wir verpflichten uns, mit der Information über die Änderungen den Auftraggeber auf diese Bedeutung seines Verhaltens besonders hinzuweisen.

12.3 Im Falle eines fristgemäßen Widerspruchs des Auftraggebers sind wir berechtigt, die Vertragsbeziehung zu dem Zeitpunkt zu beenden, zu dem die neu gefassten AGB in Kraft treten.

§ 13 Salvatorische Klausel, Erfüllungsort

13.1 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, so werden die übrigen Bestimmungen davon nicht betroffen. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

13.2. Erfüllungsort ist Karlsruhe.